Mit ‘VW’ getaggte Artikel

Alle Argumente der deutschen VW Fans rund um Dieselgate widerlegt

Dienstag, 20. Juni 2017

Die Geschichte von Dieselgate

Ein Ära geht zu Ende und viele Deutsche benehmen sich, als würde man ihnen ein Bein amputieren. Mit dem Beginn von Dieselgate am 18. September 2015 schreitet die Demontage dieser viel gepriesenen Technologie kontinuierlich voran. Während andere die Chronologie des VW Skandals bereits bestens recherchiert haben, möchte ich mich am Verhalten meiner Mitbürger abarbeiten.

Denn beim Auto hört der Spass auf. Vor allem wenn es um die heiß geliebten deutschen Marken wie VW, Audi, BMW oder Mercedes geht. Schließlich haben wir die Welt mit unseren genialen Autos jahrelang beglückt und mobilisiert. Man hat uns eingebleut wie toll die Produkte sind und das nur wie so tolle Autos bauen und weltweit exportieren. Tja, und was soll ich sagen, der deutsche Michel hat das geglaubt.

Die richtigen Antworten auf falsche Argumente

Die Mär der einzigartig erfolgreichen Produkte

Auf dem Boden der Tatsachen zurückgeholt ist vieles nicht mehr so einmalig, innovativ und erfolgreich. Eingelullt von einer gleichgeschalteten Presse ignorierten wir jahrelang den Fakt, dass auch die Autonation Japan sehr erfolgreich Blechkisten in die ganze Welt schippert. Vermutlich wird denen die gleiche Propaganda aufgetischt wie uns. Übrigens im Fall von Japan sogar zu recht, schliesslich führte Toyota die Liste der größten Autohersteller jahrelang an.

Die Verschwörungstheorie der US Abwehrschlacht gegen VW

Bevor China für die deutsche Vorzeige-Industrie der größte Absatzmarkt wurde, war Deutschland lange Zeit der lukrativste. Das dürfte immer noch so sein, schliesslich bezahlen wir für die Autos aus Herstellersicht betrachtet nach wie vor Mondpreise. Doch der US Markt ist nicht zuletzt aus Image- Gesichtspunkten für die deutschen Hersteller enorm wichtig. Nur die Absatzzahlen von Volkswagen sind dort homöopathisch. Von den 1,45 Mio verkauften Autos im April 2015 fielen 30.009 auf die Marke Volkswagen. Damit ist das immer wieder in Foren viel bemühte Argument der amerikanischen Verschwörung gegen den so erfolgreichen deutschen Hersteller VW widerlegt. Zumal amerikanische Behörden auch anderen Marken saftige Strafen aufbrummten (2010 für Toyota  oder 2014 für Hyundai/ Kia).

Die Fakten-/ Gesetzeslage

Die Rekordstrafe für Volkswagen hat der Konzern sich redlich verdient. Das Unternehmen hat sich über Gesetze hinweg gesetzt und selbst nachdem es ertappt worden ist, wurde weiter gelogen, dass sich die Balken biegen. Mir ist es unerklärlich, woher die leidenschaftlichen Verteidiger von VW ihre Motivation hernehmen? Während Deutsche sich wegen Gartenzwerge Rechtsstreits liefern, Nachbarschaftskriege wegen ein paar cm Mindestabstand bei der Grundstücksbebauung anzetteln, gewähren sie einem Unternehmen vorsätzlichen Gesetzesbruch.

Viele führen hier nun an, die Gesetze seien von der EU viel zu streng ausgelegt. Nun, ich bin bekanntlich ein Kritiker der EU, aber in diesem Fall verlangt sie nichts unmögliches. Es gibt ja Fahrzeuge, die die Grenzwerte einhalten. Wenn die deutsche Regierung nicht interveniert hätte, gäbe es auch klare Regeln ohne Hintertüren. Es ist vielmehr so, dass die Kosten durch die notwendige Technik steigen und am Ende die Dieseltechnik nicht mehr marktfähig ist. Von der lästigen Auffüllerei mit dem Harnstoff mal ganz abgesehen. Diese Preismechanik kommt beim Klein- und Mittelklassehersteller VW besonders zum Tragen.

Es ist im Grunde ganz einfach: die Autoindustrie kann den Diesel sauber machen! Sie hat es nicht gemacht und stattdessen lieber betrogen, weil die Kosten für einen sauberen Diesel teuerer sind.

Warum bedeutet Deutschen die Gesundheit so wenig?

Der Katalysator

Schlussendlich kommen wir zum wichtigsten Argument überhaupt, nämlich der im Artikel 2 des Grundgesetz verankerten Garantie auf körperliche Unversehrtheit. Hierzu lohnt sich ein kurzer Blick in die Geschichte. Im September 1984 beschloss die deutsche Bundesregierung die Einführung des Katalysators mit einer 5 jährigen Übergangsfrist. Dies entfachte eine emotionale und vor allem ideologische Debatte rund um das Auto, dessen Mehrkosten und dem nahen Ende der Welt. Vermutlich ist es ein Treppenwitz der Geschichte, dass auch hier die USA die entscheidende Rolle bei der Umsetzung spielten. Vielen Deutschen war das Auto näher, als die Gesundheit Ihrer Familie. Die Verbesserung der Lebensbedingungen geriet in den Hintergrund vor der potentiellen Veränderung ihrer Mobilität.

Das Rauchverbot

Vor 10 Jahren wurde das Rauchverbot in Kneipen eingeführt. Natürlich nicht ohne den dazugehörigen Aufschrei. Die geschürten Ängste – irrational allesamt – reichten vom Ende der Kneipenkultur bis zum Massensterben von Gaststätten im ganzen Land. Viele Deutsche wähnten eine düstere Zukunft, wo sie sich das Bier selber aus dem Kühlschrank holen oder sogar selber kochen mussten. Man kann also festhalten, dass der gemeine Deutsche ein gesteigertes Problem mit Veränderungen hat. Diese Überreaktion hat gewissermassen Tradition und es gibt bereits Belege aus dem Jahr 1929. Diese Propaganda lässt vermutlich heute mehrheitlich alle Bundesbürger ob der Obskurität lächeln, während aber genau diese Mehrheit für schlechtere Luft Stimmung in Kommentarspalten oder Bierzelten macht.

Es herrscht heute ein Konsens, dass Rauchen die Gesundheit gefährdet. Rauchen ist auch Verursacher von Krebs. Argumentiert man nun wie die vielen Verteidiger des Diesel, ist es nicht zu 100% nachzuweisen, was den Krebs eines Individuums letztlich auslöste. Schliesslich gibt es 90 jährige Kettenraucher. Die Tausenden von Toten durch Abgase werden genau mit dieser Logik in Abrede gestellt und den Zehntausenden Asthmatikern andere Auslöser für ihre Atemnot attestiert. Schliesslich sei kein direkter Zusammenhang herstellbar.

Der Verteidiger des Diesel sieht im Fund von Arsen im Grundwasser von Bangladesch (Zeit, 14. Juni 2017) vermutlich kein Problem und möchte die deutsche Wasserversorgung von den Gängelungen dieser Reinhaltung befreien. Schliesslich riskiert man nur „Herzerkrankungen, Diabetes, Lungen-, Blasen und Hautkrebs“. Denn einen direkten Zusammenhang gibt es nicht, ebenso wenig wie zwischen Dieselabgasen und Asthmabeschwerden oder schlimmeren.

Selbsterkenntnis tut weh

Schlussendlich kann ich mir die Faktenverweigerung der deutschen Bürger nur so erklären, dass #fakenews oder alternative Fakten ein weit verbreitetes Phänomen und nicht nur einer bestimmten politischen Richtung vorbehalten sind. Denn die Anerkennung der Tatsachen käme dem Eingeständnis gleich, selber einem Marketingtrick der Autoindustrie aufgesessen zu sein. Man war schlicht und ergreifend verblendet vom „Bums im Anzug an der Ampel“ und dem niedrigen Verbrauch des steuerlich übervorteilten Diesel. Je mehr man fährt, desto besser für die Umwelt.

Wir waren überzeugt mit Diesel die Umwelt zu retten und zogen beim Tanken zu unserem Schutz Handschuhe an.

Die wahren Schuldigen: Politik und Autokonzerne

Was bleibt ist eine Technik, die von den großen Volksparteien CDU/ CSU und SPD als Lösung für die vom Verkehr ausgelösten Umweltprobleme beworben, und von den Herstellern als einzige denkbare Lösung entwickelt wurde.

Der Bürger, als das treudoofe Wahlvieh, tat wie ihm geheißen und kaufte kräftig. Bald jährt sich der VW Skandal zum zweiten Mal und die nahenden Dieselverbote in deutschen Großstädten schrecken die Bürger auf. Viele hoffen noch, Dobrindt möge weiter mauern. Doch die Zukunft lässt sich nicht aufhalten und die Priorität für die Gesundheit der Bürger wird siegen. Ich persönlich kann nicht verstehen, wie man seit Februar 2016 noch einen Diesel kaufen kann. Einerseits aus sozialer Verantwortung heraus, andererseits aber vor allem aus reinem wirtschaftlichen Interesse. Denn egal ob es noch 5, 10 oder 30 Wochen bis zum ersten Dieselverbot für EU1, EU2, EU3, EU4, EU5 oder EU6 Diesel dauert, der Wiederverkaufswert des Privatfahrzeugs mit einer durchschnittlichen Haltedauer von ca. 6 Jahren wird sich in Nichts auflösen. Schlaue Füchse verkaufen sofort den Diesel und kalkulieren mit spitzem Bleistift, ob er überhaupt ein eigenes Auto braucht. Falls ja, bei Elektroautos gibt es mittlerweile eine grosse Auswahl und die wächst ständig.

Elektro-Autos: Leistungs- und Preisvergleich

Freitag, 25. November 2016

Letztes Wochenende verscherzte es sich Mathias Müller, Vorstand VW mit einigen Kunden oder Bürgern gleichermassen. Die Elektromobilität könnte schon heute funktionieren, wenn die Kunden nur die Autos kaufen würden. Also anders ausgedrückt, das Angebot ist vorhanden, nur die Nachfrage ist nicht da.

Ohne das Ergebnis vorweg zu nehmen hat Volkswagen ein völlig unattraktives e-Fahrzeugangebot. Der Name Volkswagen spiegelt sich in jedem Fall nicht in den Preisen wieder. Hier bieten z.B. BMW oder Renault derzeit Alternativen an, die deutlich mehr Auto, Komfort und Reichweite zum gleichen oder gar günstigeren Preis bieten. Im Angesicht dieser Tatsache ist die Aussage von Müller nicht nur frech, sondern eher Spott und Hohn.

Vergleich Volkswagen

Als erstes fällt auf, dass man den eGolf nicht konfigurieren kann. Klickt man auf Konfigurator öffnet sich dieser zwar, doch der eGolf ist nicht dabei. Auf der kompletten Seite gibt es auch keinen Preis. Hierzu muss man am unteren Ende die richtige Schaltfläche drücken und gelangt auf die Seite der Produktbroschüren. Beim elektrischen up! hingegen gibt es einen Konfigurator, doch die Seitenstrukturen und Unterseiten ergeben überhaupt keinen Sinn.
Selbst auf der „E-Seite“ des Konzerns gleichen sich weder Aufbau noch Informationsgehalt der Golf- oder up! Unterseiten. Offensichtlich will VW hier gar kein Auto verkaufen, sonst würde man nicht tief in den Produktbroschüren vergraben nach der Reichweite des e-up! suchen müssen.

up!
27.495 € e-load up!, 82 PS
13.700 € TSI Blue Motion high up!, 90 PS

Die Reichweite NEFZ vom e-up! beträgt 160km und kostet ziemlich genau doppelt soviel als ein vergleichbarer up! mit Verbrennungsmotor.

Zum Vergleich kostet ein Renault Zoe R40 Intens 26.700€ (ab 24.900€) und bietet 400km Reichweite. Allerdings bietet die Zoe einen größeren Innenraum,  2 Kofferräume und ist ein reines Elektroauto. Der e-up! ist demnach alles andere als konkurrenzfähig.

Golf
34.900 € eGolf, 115 PS inkl. Navi Discover Media
22.710 € TSI Blue Motion Trendline, 115 PS inkl. Navi Discover Media
24.365 € TSI Blue Motion Comfortline, 115 PS inkl. Navi Discover Media
24.665 € TSI Blue Motion Comfortline, 125 PS inkl. Navi Discover Media
25.915 € TSI Blue Motion Highline, 125 PS inkl. Navi Discover Media

Die Reichweite NEFZ vom e-Golf beträgt 190km und kostet über ein Drittel mehr als die teuerste Alternative mit Verbrennungsmotor.

Zum Vergleich kostet ein BMW i3 mit 190km Reichweite auch 34.950 €, allerdings handelt es sich hierbei um ein deutlich geräumigeres Fahrzeug. Des weiteren ist der i3 als Elektrofahrzeug konzipiert und bei allen Teilen plus Produktion wird besonders auf die Umweltverträglichkeit geachtet. Für 1.200 € Aufpreis steigt die Reichweite auf 300km. Der Golf ist demnach nicht konkurrenzfähig.

Tesla Model 3 und die ewige Preisdiskussion

Nein, ich weiß natürlich auch nicht, was das Model ≡  kosten wird, doch möchte ich mit einigen Diskussionen um die zu erwartenden Preise mit Bezug auf die Preisgestaltung beim Model S aufräumen.

Viele scheinen mit der Mehrwertsteuer in Deutschland und derselben in USA ziemlich durcheinander zu kommen und leiten daher Mondpreise für das kommende Model ≡ ab. Im Raum stehen 35.000 US$ für die Basis.
Angenommen ein Model S 75 in der Grundfiguration kostet in USA 74.500 US$ (siehe Bildergalerie), dann handelt es sich hierbei um den Kaufpreis ohne Steuer. Diese ist von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich. Daher ist der Nettopreis des Model S 75 auch 74.500 US$.
Das gleiche Modell kostet in Deutschland 83.620 € brutto. Darin enthalten sind aber bereits die 2000€ Umweltbonus von Tesla, macht 85.620 € brutto Listenpreis. Bei aktuell 19% MwSt sind das 71.949,58 € netto oder beim heutigen Devisenkurs von 1,06 entsprechend 76.266 US$. Der Preisunterschied vom US Markt zum deutschen Markt ist auffällig gering. Interessierte können ja gerne mal die Preise für einen A8, Q7, C-Klasse in D oder USA recherchieren; der US Automarkt ist einfach günstiger.

Unterm Strich wird das Model ≡ also ca. 35.000 € netto oder 41650 € kosten. Nur weil es so schön ist, wollte ich den Slogan mal ausschreiben: Ford tried to kill s≡x !

 

E 17/16 Volkswagen kündigt Massenentlassungen wg Digitalisierung an

Dienstag, 28. Juni 2016

https://www.youtube.com/watch?v=j6JXyLNT3e0

NHALT DES VIDEOS

Volkswagen und Mercedes kündigen Massenentlassungen an.
Die neue Antriebstechnologie Elektro gepaart mit der digitalen Transformation durch autonomes Fahren führt zu einem Aderlass ohne Gleichen in den Maschinenbauberufen und anderswo. Ich zeige betroffene Berufe, die innerhalb der kommenden Jahre mehr und mehr wegfallen und eben nicht (!) ersetzt werden.

Demokratie Brüssel
https://de.wikipedia.org/wiki/Demokra…

Europa ist längst tot
https://www.youtube.com/watch?v=SDgHt…

Subventionen für Elektroautos – Argumente für alle und Roland Tichy

Montag, 08. Februar 2016

Am Wochenende erschien auf Tichys Einblick ein Plädoyer vom Chefredakteur höchstpersönlich zum Thema Subventionen für Elektrofahrzeuge in der Bundesrepublik. Als regelmäßiger Leser dieser Nachrichtenseite erschrak ich ob der polemischen und populistischen Aussagen und setzte auf Twitter folgende Tweets ab.

Twittern mit Tichy

Daraufhin entspann sich innerhalb weniger Minuten auf Twitter eine Diskussion um die Definition von „Subventionen“ und dass der deutlich niedriger besteuerte Diesel keine Subvention wäre. Wobei das Umweltbundesamt hierzu eine relativ eindeutige Aussage fällte (Umweltschädliche Subventionen Seite 8ff). Das Argument den Bürger für eine umweltfreundlichere Technik bluten zu lassen, stieß auf Unverständnis. Dabei ist das absolut nichts neues. Schon 1984 subventionierte der Staat Autos mit Katalysator, noch heute werden regenerative Energien unterstützt – leider aber viel zu lange die Braunkohle (Standortpolitik).
Die Diskussion rutschte im Grunde sofort in eine Grundsatzdebatte um vom Staat erhobene Steuern ab und eigentlich wartete ich noch auf den Spruch „Freie Fahrt für freie Bürger“. Ich war kurz geneigt noch das Wort „Tempolimit“ in einen Tweet einzubauen, sah aber davon ab. Schließlich war Sonntag und ich hatte ausreichend anderweitige Unterhaltung!

Dennoch möchte ich zu einigen Abschnitten des Texts zumindest eine andere Sichtweise offerieren und würde mich freuen, wenn Herr Tichy sich diese Argumente zumindest durchliest. Letztlich ist er ein Verfechter für eine differenzierte Sichtweise, jenseits der Schwarz/ Weiß Malerei.

Elektro-Autos sind das neue Spielzeug der Superreichen – und jetzt will Wirtschaftsminister Gabriel unbedingt E-Autos fördern: Möglichst viele sollen eines fahren.

Elektro Autos sind nicht ausschließlich etwas für Superreiche – wobei Porsche Fahrer schon lange nicht mehr superreich sind, sondern eher reich. Das Kraftfahrtbundesamt führt 8522 Elektrofahrzeuge in 2014, wobei 9,5% (815 Stück) auf das Tesla Model S  entfallen. Der 8. Platz in der Statistik ist beeindruckend, unter 10% Marktanteil widerspricht jedoch einem Vergnügen für Superreiche.
Hier verpasste Herr Tichy die Chance den eigentlichen Fehler in der Subvention anzuprangern: Die Unterstützung von Plug-in Hybriden. Also Autos wie der Porsche Cayenne, der dank einer Batterie gerade mal 30-40km elektrisch fährt. Die krude Berechnung des Gesamtverbrauchs hilft, dass das Fahrzeug völlig weltfremde Verbrauchswerte erreicht. Dies dient am Ende dem Ziel, den strengen EU Grenzwerten von 95mg/ km ab 2020 zu entsprechen. Und die Deutschen Hersteller brauchen unbedingt diesen Trick, denn sie haben geschlafen! Gabriel macht also wieder mal kurzfristige Standortpolitik und vergisst, dass die Globalisierung auch ohne uns abläuft.

weil der nicht für jeden Anlass das passende  Autos in der Garage hat: Strom für nah, Diesel für weit, E-Auto zum Kronberger Golfclub.

Wir veranstalten hier das verrückteste Experiment, das je statt gefunden hat. Wieviel Treibhausgase verträgt die Umwelt, bis sie kollabiert? Herr Tichy ist sicher kein Klimawandelzweifler, da bin ich sicher. Doch Wandel bringt meist auch Veränderung.
Mit seinem Argument zur fehlenden Alltagstauglichkeit tappt er in dieselbe Falle wie die Mehrheit. Die ø tägliche Wegstrecke eines Deutschen liegt bei unter 40km und das schafft sogar fast der Porsche Cayenne, würde er entsprechend behutsam gefahren. Mir ist kein freiverkäufliches Elektroauto bekannt, dass eine Reichweite unter 50km aufweist. Die Pioniere BMW und Renault bieten zudem für ihre Elektroautokunden ein zukunftsträchtiges Mobilitätskonzept an. Als Käufer eines i3 oder Zoe bekommt man 14 Tage / Jahr Zugriff auf einen Benziner, womit die Fahrt an die Nordsee oder Rimini gesichert ist.

Die Stromer beschleunigen zwar rasant, fahren leise und stoßen in der Stadt keine Schadstoffe aus – das machen nur die weit entfernten Kraftwerke, aus denen der Strom kommt. Schmutz ist eben eine Frage des Standorts, und der Strom kommt ja bekanntlich aus der Steckdose.

Der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors ist deutlich schlechter als der eines Elektromotor. Der Wirkungsgrad eines Kraftwerks ist deutliche höher, als der eines Verbrennungsmotors. Dieser Dreisatz belegt also, dass das Elektroauto vorne liegt, auch wenn der Strom aus dem Gaskraftwerk kommt.

Solange Deutschland allerdings die Grundlast der Energieversorgung über Braunkohleverstromung erzeugt, so Berechnungen von Renault, ist die Öko-Bilanz der E-Autos insgesamt negativ.

Im englischen gibt es den Begriff „source agnostic“, d.h. einem Elektroauto ist es herzlich egal, ob der Strom aus einem Braunkohle-, Gas- oder Solarkraftwerk stammt. Weltweit nehmen die Solar- und Windkraftkapazitäten rasend schnell zu. Man darf also bei einem Autoleben von 6-8 Jahren annehmen, dass der Strommix bald deutlich besser wird.
Tja, bleibt der Verbrenner. Einmal Diesel, immer Diesel. Spiel, Satz und Sieg für das Elektroauto.

Denn wegen der geringen Batterieleistung fahren Stromer nur kurze Strecken.

Nur weil Herr Tichy es nochmal falsch wiederholt, wird es nicht wahrer. Dieses Argument wird leider von der Presse seit Jahren geschürt und gerade den Deutschen eingebleut, damit die die technologisch veralteten Verbrennungsmotoren kaufen. Ein Tesla hat 400km, Renault Zoe 240km Reichweite. Folglich komme ich im Schnitt mit der Zoe eine Woche ohne Tanken aus.
Bevor jetzt hier das Argument der „geschönten“ Reichweitenwerte genutzt wird. Die werden ebenso gemessen wie die Verbrauchsangaben der Verbrenner. Also entweder wir nutzen diese Angaben, oder verteufeln die Verbrenner noch mehr ob des Mehrverbrauchs.

die Batterie rund 5.000 €. Nach drei bis 6 Jahren ist sie kaputt

Die Findemaschine Google bietet hier einfache Antworten: Tesla bietet 8 Jahre Garantie auf die Batterie und Renault gibt In Norwegen und UK eine Garantie von 5 Jahre bzw. 100.000km. Rechnet man die Einsparungen beim Tanken gegen die 5000€, so rechnet sich das trotzdem.

die Batterie bleibt Herzstück und Engpass. Billigere und bessere sind nicht in Sicht.

Von 2007 bis 2014 fiel der Preis pro KW 1000$ auf 410$, wobei führende Hersteller damals bereits Werte um 300$ erreichten. Dieser Preis wurde vor wenigen Jahren von Fachmagazinen für das Jahr 2020 vorhergesagt. Die Preise sinken also schneller als erwartet – wie so oft in der Hightech Branche. Die magische Grenze liegt bei 100-150$ pro KW, denn dann liegt das E-Auto mit dem Diesel gleichauf. (interessante Grafik plus Artikel).

Zwar schenken auch andere Länder wie Frankreich E-Auto-Käufern bares Geld; in Norwegen sogar 12.000 €. Aber auch dort sind  Stromer kein Renner.

Seufz. Diese Meldung ging um die Welt, dass in Norwegen das Model S häufiger gerkauft wurde, als der VW Golf.

Im übrigen verdient die Auto-Industrie prächtig, allein VW so um die 8 Milliarden. Wozu da Subventionen?

Wie oben bereits erwähnt, verpasste Roland Tichy die Chance das Thema Subventionen richtig zu beleuchten. Denn diese greifen nur, wenn die Anreize dem eigentlichem Ziel dienen.
Ich bin für Subventionen für reine Elektroautos, finanziert durch die gleichzeitige Beseitigung des Steuervorteils für Diesel PKW. Optional einem Verbot für die Einfahrt von Diesel PKW bei zu hoher Feinstaubbelastung in deutsche Städte (siehe Madrid mit generellem Verbot ab 2020). Dann würden nämlich VW, Mercedes und BMW ihre Milliarden Entwicklungskosten richtig kanalisieren und nicht nur herumwursteln. Machen die nämlich weiter so, retten wir Steuerzahler bald nicht nur deutsche Banken.

(siehe Artikel von mir hier auf dem Blog „China entscheidet Schicksal der dt Autoindustrie“ und „11 Mio Gründe für eine elektrische Zukunft“ sowie meinen Beitrag auf t3n „Warum das Auto der Zukunft das Aus für VW & Co bedeuten könnte„)

11 Millionen Gründe für eine elektrische Zukunft

Samstag, 03. Oktober 2015

Mit dem laufenden Skandal um manipulierte Abgaseinstellungen bei Volkswagen drängt sich die Frage auf, ob Diesel wirklich die Antwort auf den Klimawandel ist. Gleichzeitig bietet sich für die deutsche Automobilindustrie eine einmalige Gelegenheit reinen Tisch für ihren Irrweg Diesel einzugestehen und alternative Antriebskonzepte mit gleicher Vehemenz zu protegieren, wie sie es einst für den Diesel tat.

Diesel und Benzin – fossile Brennstoffe

Die Grundlage für Diesel und Benzin ist Erdöl, ein fossiler und vielseitiger Rohstoff. Aus ihm werden Kleidung, Plastiktüten , CDs, Medikamente und Nahrungsmittel hergestellt. Der größte Teil des Erdöls aber findet Verwendung als Fahrzeugtreibstoff. Bevor ein Auto damit fahren kann, bedarf es allerdings zuerst der Umwandlung von Öl zu Diesel oder Benzin.
Erdöl besteht chemisch gesehen aus Kohlenwasserstoffen. Der einfachste Kohlenwasserstoff ist Methan (ein Gas) mit einem kleinen, leichten Molekül. Die nächst größeren sind Ethan, Propan und Butan. Die größeren Moleküle stehen für den Treibstoff der Welt: Benzin, Diesel und Schweröle. Wenn das Rohöl aus dem Boden kommt, sind diese kurzen und langen Ketten völlig vermischt. Deshalb gibt es Raffinerien. Dort werden die verschiedenen Moleküle getrennt (Details dazu hier und hier). Benzin besteht aus eher leichten Anteilen, Diesel aus eher schweren. Das heißt in einem Liter Diesel stecken ca. 13% mehr Energie als in einem Liter Benzin. Diese zusätzliche Energie führt logischerweise auch zu mehr Abgase. Gleichzeitig unterliegt der Otto-Motor mit einem Wirkungsgrad von nur ca. 37% dem des Diesels mit ca. 42%. Jedoch muss der Hersteller einen enormen technischen Aufwand treiben, um die Dieselabgase einigermaßen sauber zu kriegen. Das Ergebnis haben wir alle in den vergangenen Tagen gelesen.
Der Vollständigkeit halber erwähne ich hier auch noch kurz den Biodiesel. Unumstrittener Vorteil des Bio-Kraftstoffs ist, dass bei der Produktion keine Abfallstoffe anfallen. Auch die Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen wirkt sich positiv auf die Umwelt aus. Allerdings trägt Biodiesel kaum dazu bei, das Klima zu schützen, denn auch er verbrennt! Darüber hinaus kann die geringe Nachfrage heute schon nicht mehr vollständig gedeckt werden und die Nutzung von Rapsfeldern verändert den Nahrungsmittelmarkt. Dies verteuert die Lebensmittel vor allem für Entwicklungsländer. Jeder Autofahrer ist in erster Linie Mensch. Der kann nicht ernsthaft damit kokettieren sein 2t Blech-Ungetüm zu bewegen und andere dafür hungern zu lassen.

Es lässt sich demnach festhalten, dass beide Treibstoffe fossil sind und die Umwelt stark belasten. Der vor allem durch die deutsche Industrie beworbene Vorteil des Diesels war nie einer für die Umwelt, sondern immer nur für die eigene Brieftasche und den Sprint an der Ampel.

Der Irrweg der Deutschen

Während der Rest der Welt – und deren Autohersteller – eher auf Hybrid setzten, hielt die deutsche Autoindustrie an Benziner und Diesel fest. Durch geschickte Vermarktung und niedrigeren Verbrauch wurde den Menschen suggeriert, dass ja weniger Treibstoff pro 100km auch gut für die Umwelt ist. Als Bonus gab es dann noch ordentlich Drehmoment und Subventionen oben drauf.
Den Erfolg des Toyota Prius und weiterer Hybridautos in Kalifornien ignorierte die deutsche Industrie sehr lange und kündigte regelmäßig passende Modelle an, die dann oftmals nie oder stark verspätet kamen. Neuester Trend sind Plug-In-Hybride wie der Porsche Cayenne, mit dem Lücken im Gesetz geschickt für pseudo-umweltfreundliches Marketing missbraucht werden (siehe auch ARD Beitrag 08/15). Und um dem Wahnsinn die Krone aufzusetzen, soll laut Verkehrsminister Alexander Dobrindt nun solch ein Fahrzeug mit kostenlosem Parken und der Nutzung der Busspur belohnt werden.

Damit sind wir auch schon bei der Rolle der Regierung. „Ich denke, die Regierung hört zu sehr darauf, was die deutschen Automobilhersteller sagen. Und wenn die falsch liegen, passieren die falschen Dinge.“, so Elon Musk beim Treffen mit Sigmar Gabriel. Hier wedelt der Schwanz mit dem Hund und offenbar kommt die Bundesregierung trotz eines solchen Skandals nicht zu Sinnen und macht weiter mit Klientelpolitik zum Schutz der deutschen Schlüsselindustrie, die trotz aller Entgegenkommen aus der Vergangenheit ja mittlerweile nicht mehr zum Schlüsselloch zu passen scheint.
So nutzen die Autohersteller grundsätzlich alle Lücken im Gesetz, um riesigen SUVs niedrige Verbrauchswerte auszuweisen (siehe hier ZDF Beitrag von 11/14) und verstecken sich hinter der Nachfrage am Markt. Doch genau hier sollte die Regierung regulierend eingreifen, so wie sie auch das Rauchen verbietet, Kindersitze vorschreibt oder die Zweirad-Helmpflicht einführt! Denn der Mensch ist selten vernünftig. Hier ist es Aufgabe der Regierung vernünftige Rahmenbedingungen zum Schutz aller vorzugeben. Zum Beispiel ist es einfach rational nicht zu erklären, wieso in Deutschland noch immer keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen festgesetzt ist. Die Argumente Pro-Rasen sind so emotional und unreflektiert wie die der Waffenlobby in den USA nach einem Amoklauf.
Interessanterweise geht auch kein Aufschrei durch die Republik, dass jedes Jahr mit Steuergeldern der Wert eines Berliner Hauptstadtflughafens (3,5 Mrd €) für die Diesel-Subventionen verprasst wird. Es ist dann auch verwunderlich, dass es den kleinen Mann nicht in Raserei versetzt, dass “die da oben” am häufigsten von diesen Subventionen profitieren, liegt doch der Diesel Anteil in Deutschland von z.B. BMW bei sagenhaften 75%! In der Retroperspektive erscheinen auch die 5 Mrd. € für die Abwrackprämie fast zynisch. Alte Autos wurden verschrottet und durch neue, umweltfreundliche ersetzt. Nach aktuellen Informationen sind auch in Deutschland 2,8 Mio. VW-Fahrzeuge vom Abgasbetrug betroffen.

Der Mixtur aus Ignoranz für neue Antriebskonzepte und dem inneren Zwang folgend neue Modelle größer und schwerer zu machen, begegnete die deutsche Autoindustrie mit immer neuen Kniffen in der Motorentechnik und irgendwann mit Tarnen, Tricksen und Täuschen. Dabei betätigt sich die Politik als Steigbügelhalter für eine kurzsichtige Produktpolitik zum Schaden aller – Steuerzahler oder Enkelkind.

Das Elektroauto ist so viel simpler

Dabei ist das Elektroauto so viel einfacher zu entwickeln. Genau das lockt branchenfremde Konzerne. Denn im krassen Gegensatz zu den Beruhigungspillen der Autopresse, dass Apple so schnell gar kein Auto bauen kann, sind die Fakten bestechend. Für einen echten Elektrowagen brauche ich weder Tank, Ölwanne, Motorblock, Einspritzelektronik, Getriebe, Getriebetunnel oder Kardanwelle. Es reicht ein Elektromotor in der Größe von ca. 6 Milchtüten und im Fahrzeugboden die Akkus. Der Schwerpunkt des Fahrzeugs ist damit so niedrig wie bei einem Formel 1 Rennwagen und der Platz unter der Motorhaube gleichzeitig Stauraum. Das Fahrwerk und die Sitze kommen von Zulieferern und das Blechbiegen lasse ich durch die alten Profis von GM, Toyota, VW oder Mercedes erledigen.IMG_6174kl
Dabei liegt der Wirkungsgrad von E-Motoren jenseits der 90% und die Stromquelle kann kontinuierlich durch neue Technologien umweltfreundlicher werden. Das Stromtankstellennetz wächst nicht zuletzt durch Tesla stetig an. Darüber hinaus ist der Zugang zu Tesla’s Supercharger ohne weiteres möglich, schließlich legte Tesla hier alle Patente zur freien Nutzung offen.

Einmalige Chance für Volkswagen weltweit umweltfreundlich zu führen

Der Verbrennungsmotor lässt sich nicht mehr wesentlich verbessern. Daran ändert niemand etwas, denn die Gesetze der Physik und der Chemie lassen sich nicht unendlich biegen. Mit der Elektromobilität kann Volkswagen und das Land Niedersachsen (und im letzten Schritt die Bundesregierung) endlich wieder den Standort Deutschland zu einem echten Hort der Innovation werden lassen. Denn die Veränderungen auf der Welt finden auch ohne uns statt.
Meine Empfehlung an Matthias Müller, der ja jetzt nach einer Strategie für die Ausrichtung von Volkswagen sucht: Die Dieselentwicklung per sofort einstellen und die Produktion auslaufen lassen. Die freigewordenen Ressourcen mehrheitlich im Konzern auf den Elektroantrieb setzen und dem Rest der Ingenieure Zeit und Freiraum für neue Ideen geben. Im gleichen Atemzug zieht die Regierung die Subventionen für Diesel zurück und baut mit dem Geld Stromtankstellen mit einer Norm, einem Abrechnungssystem und einem Hersteller. Bei einem Investitionsvolumen aus gesparten Dieselsubventionen von 14 Mrd. € bis 2020 lässt sich sicher der eine oder andere Prozentpunkt Mengenrabatt bei den Säulen heraushandeln. Ggf. einfach bei Elon anrufen, Sigmar hat ja seine Telefonnummer. Dann klappt es auch mit 1 Mio Elektroautos bis 2022.

The Diesel story

Montag, 21. September 2015

Manipulation in USA (only?)

Volkswagen and USA have a long history. The brand has struggled for a long time, interrupted by some highlights like the new beetle and the genius Darth Vader commercial.

https://www.youtube.com/watch?v=R55e-uHQna0

But for the rest VW fought a loosing battle, because its vehicles are perceived as average vehicles sold for a premium price. That might work back home, but not in the most competitive market in the world. While Toyota introduced hybrid technology to meet California standards and address the environmental consciousness, the board of VW, Audi and others believed in Diesel technology to save the environment. If one looks at the refining process of Diesel, it is obviously a false assumption.
Together with Mercedes and BMW the german carmaker tried to convince Americans to buy german Diesel, while Toyota constantly improved hybrid technology and offers Lexus hybrids as well. The premium brand is sold big time in the US. It is a serious competitor for our german luxury brands. Many Germans can’t simply accept that fact, always comparing the success of Lexus in Germany to their beloved Audis or Benz. But we are talking US here. One of the biggest car markets in the world.

Remember, VW built a factory solely for the US market. VW developed a US version of the Passat sold for a much cheaper price in US. We are talking big investments for the North american market, which now seem to be wasted. Adding the penalty to those costs we aren’t even almost there. US buyers have a very very long memory. In the Nineties Audi had a break incident, which wasn’t a technical problem. But sales dropped to a fraction it once was and it took Audi 20 years to recover.

Now imagine what it will do to sales, when the company admits (and it already has!) fraud! The brand image got a huge hit and I wonder if it ever will recover from it. Maybe – with some huge luck – the EPA won’t penalize Volkswagen. VW will show a big chunk of humility and fire some high ranks and the public will forgive after a couple of years. Maybe. So get ready for some really once-in-a-lifetime performances from Winterkorn.
On the other hand it’s doomsday. Audi is already part of the sales stop, is Porsche next? Thank god Bentley and Lamborghini don’t sell Diesel, otherwise they’d be screwed too.

Hits are coming closer to home?

The most interesting part of it all will be played by the EU. It is a fair assumption, that this is not a single event in US. A german environmental organization has complained for a long period of time about some irregularities regarding Diesel engines.
Sales figures of Diesel in Europe should be around 40% (estimate). If – and that’s a big if – VW has manipulated in Europe too, it’ll face some serious trouble with a high likeliness of extinction. But let’s stay positive and wait for all the nice EVs presented on the IAA. Perhaps this was the external event necessary forcing this giant to rethink its course.

A piece of white paper

Donnerstag, 27. August 2015

My recent blog post „the great pretender“ about electric vehicles and what it could mean for us from an environmental point of view got a lot of attention (at least where I’m coming from). That attention made me think, what exactly makes Tesla so successful? I’m sure, that probably many smart people have already made statements about it. So mine won’t hurt, right?

As a car manufacturer these days you face a lot of challenges. The treehuggers are never satisfied, cities are congested and the young generation continues to ignore cars. Twens are more thrilled about Playstations, Social Media or Smartphones. The icing on the cake is a decreasing shell life of a new model, which puts a lot of pressure on the R&D department. Those shorter lifecycles must be compensated, which also means less time to play around.
The worst part in my opinion is leadership. While other employees their age would be retired already,  men in their 60s manage those companies as they did decades ago. Many of whom are surrounded by „yes-men“ prepping everything according to the likes of those in charge. If you listen to some stories, one gets the feeling there are only a few customers and their titles usually start with a „C“ and end with an „O“. The core problem is the lack of leadership. There is none, only management. No wonder those companies don’t invent anything. They constantly improve the status quo, but never challenge it. Even on the peak of success, one should never get tired question yourself, your organization and product.

In California Tesla once started with a white piece of paper. At least that’s how I imagine it. Mr. Musk handed out a stack of white paper and the basic requirements electric, four wheels and a steering wheel to his crew. And man, they really went crazy, but they are dead serious.

  • While others take years to decide on the format of a plug, Tesla builds the biggest supercharger network on earth
  • While others fight with their dealerships over price stability and service, Tesla sells cars over the internet, including rewards for recommendations
  • While others argue about existing battery power, Tesla uses Laptop cells to offer 300km or more on a single charge
  • While others need a facelift to improve their excisting vehicles, Tesla simply updates the firmware as if the car is an app on your iPhone. That is – by the way – exactly how Tesla will introduce self driving capabilities to some of its customers and learn by collecting the data during beta testing.

As Elon Musk put it, Model S is a computer on wheels. Audi, BMW, Toyota, VW etc cannot cope with this revolutional and radical approach. The heart of their cars is a shiny block of metal and sucks up fossil fuels, but all there is left in the future is digital. The smartest people on earth in the most innovative IT companies of the decade are ramping up new mobility devices and I fear, that the old economy will be eaten by the new economy one more time. And this would leave us here in Germany with a huge problem.

If only those CxOs would let their trouble makers, crazy one and rebels off the hook with a clean slate. They would fill white paper with technological advanced, fantastic ideas and even more crazy failures to finally come up with something truly unique, special or how the world would say „german engineering“. Encourage your staff to do the impossible, to think different and let them change the world for you, before the world changes without you. Your Kodak or Nokia moment is almost here, make us proud again. Lead, don’t manage!

 

 

Wer bremst bei der e-Mobilität?

Freitag, 14. August 2015

Die ARD zeigt „Die Story im Ersten: Das Märchen von der Elektro-Mobilität“ und macht die Bremser in der e-Mobilität deutlich: Politik und Industrie wollen eigentlich keine e-mobilität. Mit Plugin Hybriden sollen die Klimaziele 2020 erreicht werden, indem deren Verbrauchswerte geschönt – man kann es gar nicht anders ausdrücken – werden.
Während Renault quasi im Bericht der ARD nicht vorkommt, wird immerhin Tesla kurz erwähnt. Der Fokus auf die deutsche Politik und Industrie ist meines Erachtens zu stark, und der Blick in die Welt (und vor allem Tesla aus USA) gerät viel zu kurz. Vor dem Hintergrund, dass in Megacities vor lauter Smog kaum noch Sicht herrscht (90% der Städte in China überschreiten die Grenzwerte), kann man diese sehr lokale Sichtweise von uns hier nur vernagelt nennen. Gerade die Autohersteller mit Absatzmärkten fernab von Wolfsburg, Stuttgart und München müssen das Problem doch erkennen und den Smog als Nebel des Grauen für Ihre jetzige Produktpalette erkennen. Doch die deutschen Hersteller sind nur erfinderisch beim Abgreifen von Subventionen, nicht aber in der Entwicklung.

JILIN, CHINA - JANUARY 22:  (CHINA OUT) Smog arrives at the banks of Songhua River due to the lowest temperature rises to minus 14 degrees celsius on January 22, 2015 in Jilin, Jilin province of China. The Air Quality Index in north China's Jilin province has risen to 260, indicating high pollution.  (Photo by ChinaFotoPress/ChinaFotoPress via Getty Images)

JILIN, CHINA – JANUARY 22: (CHINA OUT) Smog arrives at the banks of Songhua River due to the lowest temperature rises to minus 14 degrees celsius on January 22, 2015 in Jilin, Jilin province of China. The Air Quality Index in north China’s Jilin province has risen to 260, indicating high pollution. (Photo by ChinaFotoPress/ChinaFotoPress via Getty Images)

Der Präsident Bundesverband der e-Mobilität Kurt Sigl hat es bei 21:00 deutlich gesagt:

Bei Tesla findet die Zukunft der Akku Technologie statt, nicht bei uns. Ich denke das Thema ist durch.

Der Vorsprung von Tesla ist eigentlich nicht mehr aufzuholen. Autos, Ladenetz und Batteriewerk. Die Kombination ist die Fusion aus Vision und Ingenieurskunst. Nur leider ohne deutsche Hersteller, die sich noch in den Erfolgen von heute sonnen und die Zukunft verspielen. Mich erinnert das an den staatlichen Schutz einer dem Niedergang geweihten Industrie: Braunkohle. Jahrzehntelang wurde hier das Ruhrgebiet mit staatlicher Förderung künstlich am Leben gehalten.

Am Rande sei der Kommentar von Julian Weber, Leiter e-Moblität von BMW bei 11:05  zum teuren Preis des i3 noch hervorzuheben:

Weil er in dem 3er Produktportfolio als der innovativste Antriebsstrang am oberen Ende des 3ers steht. Wer ökologisch fahren will, also ein Premiumfahrzeug das vollkommen nachhaltig ist, der bekommt es bei uns zu diesem Preis.

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