Mit ‘Tesla’ getaggte Artikel

My other car is a reservation: Tesla Model 3

Dienstag, 08. August 2017

How I became a Tesla Model 3 reservation holder

For your information, I’ve worked for Audi from 2002 until 2009 in various positions, while the last one was by far the most exotic and illustrious: Product Placement. In 2005/6 I was based in Santa Monica, CA. As you might know, in movies they mostly drive the newest, coolest cars a manufacturer can deliver. In my case from S4 to R8, the whole nine yards. Having said this, I still admire Audi for its interior design, which still uses the highest qualities in any material used.

But the moment I left the company this desire faded quickly. I moved to Munich, where daily commutes suck big time. Here you ride a bike or the subway to work or to go places. The Porsche 911 Targa from 1985 in babyblue, which I bought in Los Angeles, was reserved for sunny weekends during the summer. Man, I loved that car with its sentimental value, although my interest in vehicles in general faded away. Until I kept on reading about Tesla and their uncomprimising approach. Just a few weeks prior VW’s #Dieselgate I wrote this post about the future of mobility. It only took me a little over a week to write down my train of thoughts in a second post about Tesla. The brand sparked my interest in cars again, or I got electrified so to speak. Lucky me I had the chance for a short test drive in a Model S plus a loan for a couple of days for two pieces for t3n digital pioneers.

There is absolutely no doubt, that the interior lacks the quality materials used in an Audi. It is also obvious that gaps between parts/ components are not as thin. But once you start rolling in a Tesla, those things become irrelevant immediately. The company manages to provide you an iPhone on wheels, combined with unthinkable torque and a good conscience on top of it. While Dieselgate unfolded, rumors of an affordable Tesla made the rounds. And it dawned on me, that my Porsche 911 must go for the inevitable future of mobility.

The day has come: 31st March 2016

Yes, I was one of those standing in line in front of a Tesla store on the morning of 31st of March 2016. I can’t tell you how shocked I was to see a line at 8:40. We are talking Munich, the home of BMW! And still, people were lining up for making a reservation for an electric car, which nobody has even seen yet and won’t go on sale for at least two years. The first in line have even camped out! Weird.

Around 10ish I reached the computer and placed two reservations. Of course I stayed up at night to watch the show. After the unveil I decided within a second, that I’m going to keep the reservations.

Jahresrückblick 2016 – Hysterische Medien

Samstag, 07. Januar 2017

Mann, ich habe mich schon diebisch auf den letzten Feind vom Handelsblatt gefreut

Hysterische Medien

Wo fange ich an? Aus aktuellem Anlass mit Schneefall. Die Schlagzeilen waren zum ersten Schneefall dieser Saison sogar halbwegs ausgewogen, doch sibirisch musste der Wintereinbruch dann doch mindestens sein.

Als Leser diverser Zeitungen hat man das Gefühl, dass kaum noch etwas eine reguläre Meldung ist, sondern alles irgendwie mit Attributen wie Giga, Supra-, oder Mega künstlich aufgeblasen werden muss. So auch der ganze Müll zu den #fakenews, die wenn sie von der Titanic oder Postillion kommen, zumindest amüsieren. Alles andere abseits der vorgegebenen Meinungseinfalt verkommt dann sofort zu Falschmeldungen. Weil das an sich ja keinen mehr wirklich schockiert, braucht es den Giga-Turbo: Die Russen kommen! Der Kreml Chef Putin ist persönlich sowieso für fast alles grausame und ungerechte in der Welt verantwortlich, da kann der doch auch gleich noch für all die Falschmeldungen verantwortlich sein. ….Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt ….sang einst Pipi.

Die Luft ist so sauber wie lange nicht

stammt natürlich von Matthiaslev Wissmannowitch, entlarvter Putin Troll der russischen Lobbygruppen Genossenschaft russischer Automobilbauer

Wo leben wir denn, dass Medien so eine gequirlte Scheiße über den Ticker lassen, ohne diesen Kasper mit geeinten Schreibkräften niederzumähen? Postfaktisch halt.

Tesla fällt auf 0 Euro

ist die fundierte Progrose von Marcuwitsch Spiegelav dessen Hedgefonds mit einem Volumen von 550 Mio Rubel die Märkte mit seinem Short auf Tesla in Angst und Schrecken versetzt. Im August 2016 tauchten die ersten Meldungen dieses Individuums aus der russischen Troll-Armee auf. Seither haben renommierte Zeitungen – wie z.B. die Süddeutsche – den Artikel nicht nur im August, nein auch im September, und sogar nochmal im Dezember abgedruckt.

Was sitzen denn da für Journalisten in den Redaktionen unserer angesehenen Lückenpresse, dass die jede Aussage ungeprüft übernehmen? Postfaktisch halt.

P.S. Ich habe bereits am 04. August mit einer 3 minütigen Recherche die Feuerkraft und Wertigkeit der Aussage recherchiert. Ein Schelm wer böses dabei denkt, wenn deutsche Zeitungen einen überlegenen US Konkurrenten zu VW & Co versuchen niederzuschreiben.

Die Befragten unterscheiden deutlich zwischen seriösen Qualitätsmedien und -nachrichten auf der einen und Boulevardmedien und Social Media auf der anderen Seite.

Die Forschungsgruppe Wahlen hat im Auftrag des Zweiten Russischen Fernsehens (ZRF) eine Umfrage gestartet und NiClaus Kleberow verlass stolz die Wahrheit in Russia today zur besten Sendezeit.

Wenn 38% gar kein oder nur wenig Vertrauen in die Qualität des Staatsfunks hat, sollte man ggf über Repressalien nachdenken. Vielleicht den Geheimdienst oder das Finanzamt bei der Befragung beisitzen lassen. Da die Studie erst in 2015 und 2016 erhoben wurde, sind Veränderungen der desaströsen Ergebnis auch nicht weiter verwunderlich zu erwarten, war doch schon vor zwei Jahren der Karren in den Dreck gefahren.

Wieviel benebelnden Drogen muss man eigentlich schlucken, um so etwas mit zur Inbrunst geschwollener Brust vorzutragen? Postfaktisch halt.

Ein jüdischer Zombie schenkt jedem ewiges Leben, wenn dieser ihm telepathisch hörig wird und als seinen Herren akzeptiert. Der Zombie ist dazu in der Lage, weil eine sprechende Schlange eine Frau überzeugte, von einem magischen Baum zu essen

Die russisch orthodoxe Kirche ist nachweislich nicht alleine für die Verbreitung dieses Biologie- Grundkurses verantwortlich. Da hat Putin vor 2017 Jahren aber voll versagt. Seine Troll-Armee übrigens auch.

Der Rechtsextremismus ist eine große Gefahr

sagen irgendwie alle.

Das ist auch nicht verkehrt, nur im Kontext scheint von einem anderen Extremismus mehr Gefahr auszugehen. Eine postfaktische Aussage, weil gewagt und so schrecklich gegen die verordnete Meinungseinfalt.
Laut Bundesamt für Verfassungsschutz sahen die Links-und Rechts-Extremistischen Straftaten 2015 wie folgt aus:

  • Das Personenpersonal: Linksextremistisch: 26.700 // Rechtsextremistisch: 22.600
  • Gewalttaten: Linksextremistisch: 1.608 // Rechtsextremistisch: 1.408
  • Rechte Gewalttaten gegen Linksextremisten: 252
  • Linke Gewalttaten gegen Rechtsextremisten: 833

Wie kann man im Land der Dichter und Denker so wenig denken? Postfaktisch halt.

Zum Schluss nochmal echte #fakenews zur russischen Hackerarmee. Die Washington Post veröffentlichte die Tage einen Bericht über einen vermeintlichen russischen Angriff auf einen Stromkonzern in den USA. Nach der angeblichen Manipulation der Wahlen nun der Angriff auf das Herz jeder industriellen Nation: die Energieversorgung. Deutschlands meist besuchtes Nachrichtenmagazin sprang – natürlich – auf den Zug auf

Fazit

Erneut kommen Zweifel auf, ob hinter den schlechten Recherchen der Blätter System steckt, oder schlicht überlastete, vom Weltgeschehen gehetzte Redakteure? Aber negative Schlagzeilen über Russland sind weiterhin hoch im Kurs, wer weiß wie lange das nach Trumps Machtübernahme noch geht?

Die Elektrizitätswerke von Burlington sahen sich nach der viralen Verbreitung der Falschmeldung der Post gezwungen, mit einer eigenen Pressemeldung wieder her der Fakten zu werden. Letztlich war ein Laptop mit einem Virus infiziert. Das Gerät war aber zu keiner Zeit im kritischen IT Netzwerk des Stromanbieters angemeldet. Also wurde mal eben aus dem alltäglichen Virusbefall eines Computers gleich der Cyberkrieg mit einem anderen Land ausgerufen. Lügen haben eben kurze Beine und alternative Medien sind nur einem Klick entfernt.
Die Berichte zur Lügenpresse schließen die Lücken. Die Frage ist eben: Gibt es die Lücken, weil die Redakteure

  1. zu blöd
  2. überlastet, oder
  3. fremdgesteuert sind?

Zum Abschluss: Merkels Einladung der Chefredakteure aus dem Jahr 2008!

Elektro-Autos: Leistungs- und Preisvergleich

Freitag, 25. November 2016

Letztes Wochenende verscherzte es sich Mathias Müller, Vorstand VW mit einigen Kunden oder Bürgern gleichermassen. Die Elektromobilität könnte schon heute funktionieren, wenn die Kunden nur die Autos kaufen würden. Also anders ausgedrückt, das Angebot ist vorhanden, nur die Nachfrage ist nicht da.

Ohne das Ergebnis vorweg zu nehmen hat Volkswagen ein völlig unattraktives e-Fahrzeugangebot. Der Name Volkswagen spiegelt sich in jedem Fall nicht in den Preisen wieder. Hier bieten z.B. BMW oder Renault derzeit Alternativen an, die deutlich mehr Auto, Komfort und Reichweite zum gleichen oder gar günstigeren Preis bieten. Im Angesicht dieser Tatsache ist die Aussage von Müller nicht nur frech, sondern eher Spott und Hohn.

Vergleich Volkswagen

Als erstes fällt auf, dass man den eGolf nicht konfigurieren kann. Klickt man auf Konfigurator öffnet sich dieser zwar, doch der eGolf ist nicht dabei. Auf der kompletten Seite gibt es auch keinen Preis. Hierzu muss man am unteren Ende die richtige Schaltfläche drücken und gelangt auf die Seite der Produktbroschüren. Beim elektrischen up! hingegen gibt es einen Konfigurator, doch die Seitenstrukturen und Unterseiten ergeben überhaupt keinen Sinn.
Selbst auf der „E-Seite“ des Konzerns gleichen sich weder Aufbau noch Informationsgehalt der Golf- oder up! Unterseiten. Offensichtlich will VW hier gar kein Auto verkaufen, sonst würde man nicht tief in den Produktbroschüren vergraben nach der Reichweite des e-up! suchen müssen.

up!
27.495 € e-load up!, 82 PS
13.700 € TSI Blue Motion high up!, 90 PS

Die Reichweite NEFZ vom e-up! beträgt 160km und kostet ziemlich genau doppelt soviel als ein vergleichbarer up! mit Verbrennungsmotor.

Zum Vergleich kostet ein Renault Zoe R40 Intens 26.700€ (ab 24.900€) und bietet 400km Reichweite. Allerdings bietet die Zoe einen größeren Innenraum,  2 Kofferräume und ist ein reines Elektroauto. Der e-up! ist demnach alles andere als konkurrenzfähig.

Golf
34.900 € eGolf, 115 PS inkl. Navi Discover Media
22.710 € TSI Blue Motion Trendline, 115 PS inkl. Navi Discover Media
24.365 € TSI Blue Motion Comfortline, 115 PS inkl. Navi Discover Media
24.665 € TSI Blue Motion Comfortline, 125 PS inkl. Navi Discover Media
25.915 € TSI Blue Motion Highline, 125 PS inkl. Navi Discover Media

Die Reichweite NEFZ vom e-Golf beträgt 190km und kostet über ein Drittel mehr als die teuerste Alternative mit Verbrennungsmotor.

Zum Vergleich kostet ein BMW i3 mit 190km Reichweite auch 34.950 €, allerdings handelt es sich hierbei um ein deutlich geräumigeres Fahrzeug. Des weiteren ist der i3 als Elektrofahrzeug konzipiert und bei allen Teilen plus Produktion wird besonders auf die Umweltverträglichkeit geachtet. Für 1.200 € Aufpreis steigt die Reichweite auf 300km. Der Golf ist demnach nicht konkurrenzfähig.

Tesla Model 3 und die ewige Preisdiskussion

Nein, ich weiß natürlich auch nicht, was das Model ≡  kosten wird, doch möchte ich mit einigen Diskussionen um die zu erwartenden Preise mit Bezug auf die Preisgestaltung beim Model S aufräumen.

Viele scheinen mit der Mehrwertsteuer in Deutschland und derselben in USA ziemlich durcheinander zu kommen und leiten daher Mondpreise für das kommende Model ≡ ab. Im Raum stehen 35.000 US$ für die Basis.
Angenommen ein Model S 75 in der Grundfiguration kostet in USA 74.500 US$ (siehe Bildergalerie), dann handelt es sich hierbei um den Kaufpreis ohne Steuer. Diese ist von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich. Daher ist der Nettopreis des Model S 75 auch 74.500 US$.
Das gleiche Modell kostet in Deutschland 83.620 € brutto. Darin enthalten sind aber bereits die 2000€ Umweltbonus von Tesla, macht 85.620 € brutto Listenpreis. Bei aktuell 19% MwSt sind das 71.949,58 € netto oder beim heutigen Devisenkurs von 1,06 entsprechend 76.266 US$. Der Preisunterschied vom US Markt zum deutschen Markt ist auffällig gering. Interessierte können ja gerne mal die Preise für einen A8, Q7, C-Klasse in D oder USA recherchieren; der US Automarkt ist einfach günstiger.

Unterm Strich wird das Model ≡ also ca. 35.000 € netto oder 41650 € kosten. Nur weil es so schön ist, wollte ich den Slogan mal ausschreiben: Ford tried to kill s≡x !

 

Wieso ich an Tesla glaube…

Donnerstag, 04. August 2016

…liegt an den verzweifelnden Versuchen vieler, das Unternehmen schlecht zu reden!

Erster Toter mit  Tesla Autopilot

Ich hatte schon direkt nach dem Unfall überlegt einen Artikel zu verfassen, doch mich dagegen entschieden. Zuviele Fakten sprechen einfach gegen diesen Sturm aus Scheiße, in deren Zentrum sich die Medien befinden. Fanden die noch Wochen vor dem Unfall nur lobende Worte für den visionären CEO Elon Musk und die unglaubliche Präzision des Autopiloten von Tesla, so stürzten sich dieselben Blätter auf den ersten Todesfall wie die Fliegen auf die Scheiße. Als Blogger oder Twitterer darf man sich – vielleicht – ein wenig zu stark emotionalisieren. Ein Produkt ins Herz schließen und es gegen Angriffe verteidigen. Doch der Journalismus von heute ist schon lange nicht mehr getrieben von Recherche, Fakten und Analyse, sondern vielmehr ausschließlich von Werbe Euros. Die verrückteste Schlagzeile, die gewagteste These und die schlimmste Version sind gerade noch gut genug. Man denke nur an Schneefall im Winter – jeder Wintereinbruch mit starken Schneefällen kann einfach kein Wintereinbruch mit starken Schneefällen mehr sein. Horror, Blizzard, Weltuntergang müssen es schon mindestens sein.

Aber ich schweife ab. Die Faktenlage besagt eindeutig, der LKW Fahrer hat dem Autofahrer die Vorfahrt genommen. Passiert jeden Tag, überall auf der Welt. Der Autofahrer hat es nicht – oder zu spät – gemerkt und ist in den LKW hinein gefahren. Passiert jeden Tag, überall auf der Welt. Dabei war im Auto aber ein Computer am Werk – passierte noch nie, irgendwo auf der Welt.
Gerüchteweise – Fakten dazu habe ich nicht gefunden – soll der Fahrer den Film „Harry Potter“ geschaut haben. Passiert nicht jeden Tag, aber SMS Schreiben, eMail lesen oder im Internet surfen schon eher regelmäßig. Fasst man nun alles zusammen, hat eine Software einen queren LKW nicht erkannt, während der Fahrer schlicht und ergreifend jegliche Regel der Strassenverkehrsordnung missachtete. Die Schuld liegt demnach in erster Linie beim Lkw Fahrer und dann beim Autofahrer.

Für alle mit Schnappatmung: Die Ratio Tote/ km zeigt eindeutig, dass der Autopilot von Tesla nahezu doppelt soweit fährt, bis einer stirbt, als wenn ein Mensch steuert. Unterm Strich haben wir doch also gewonnen, oder?

Hedgefond Manager Marc B Spiegel

Meine Auslassungen zur Presse habe ich oben bereits getan. Zur Verstärkung des obigen Eindrucks ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung von gestern „Dieser Mann prophezeit Teslas Untergang„. Ein gewisser Mark B. Spiegel, von Berufswegen Hedgefund Manager, wettet mit seinem Hedgefund Stanphyl Capital Management gegen das Unternehmen von Elon Musk.

Wer recherchiert denn eigentlich bei Euch die Hintergründe? Im Fall von Mark B. Spiegel hätte geholfen, einfach mal die Webseite aufzurufen:

Stanphyl

Neben dem Design und dem Inhalt auf dieser hingerotzten Seite, hätte das Werbebanner eines Webspace Anbieters – hier godaddy.com – eigentlich Zweifel am Erfolg des Hr Spiegel aufkommen lassen müssen. Das wäre ungefähr genauso ein Interview mit mir zu führen und mich als „Automobilexperten und Strategieberater“ zu titulieren. Obwohl ich zugegeben muss, wenn es sein muss, dürft ihr gerne über das Kontaktformular anfragen.

Als neugieriger Mensch half mir auch Whois weiter. Die Webseite wurde am 07.07.2009 registriert und sieht immer noch so aus (siehe oben)! In sieben Jahren fand Mark also keine Zeit, auf Fivr nach einem Web-Designer zu fahnden und sich für 400 US$ einen ansehnlichen Internetauftritt zuzulegen?

Liebe SZ, ihr besitzt dann noch die krönende Dreistigkeit dieses Interview von einem fünftklassigen Hedgefund Manager an Eure Leser per paywall zu verkaufen? Das schlägt dem Fass den Boden aus.

Stadler Interview AMS & manager-magazin

Die Einblicke in das Leben eines Vorstandsvorsitzendes eines deutschen Premiumautomobilbauers dieser Tage ist sehr aufregend. Da werden die Fragen vorab geklärt und die Antworten von der PR Abteilung bis auf . und , feingeschliffen. Soweit Standardprozedere. Doch liest man einfach den Text, dann werde zumindest ich das Gefühl nicht los, da will einer nicht zugegeben, dass er (oder eine ganze Branche arroganter Manager) geschlafen hat.

Im MM tönt Stadler „es geht ums Überleben“, während in der AMS folgende Aussage kommt:

Es ist durchaus beachtlich, wenn plötzlich ein neuer Hersteller aus dem Nichts auftaucht und der Autoindustrie zeigen will, wie Elektroautos gebaut werden. Für mich weniger verwunderlich ist, dass er damit bis heute kein Geld verdient. In einer anderen Liga spielen Apple und Google, die über hohe Liquidität verfügen und wirklich disruptiv agieren. Diese Bedrohung spüren wir und, ehrlich gesagt, begreifen wir bei Audi diesen Druck als Chance.

Dechiffriert spricht er Tesla Anerkennung aus, um diese mit dem Hinweis auf Unternehmensverluste sofort zu relativieren. Ein weiterer Tiefschlag gegen Tesla kommt in Verbindung mit Google und Apple, die „wirklich disruptiv agieren“. Aha, wo denn? Gerade Apple hat im Automobilbereich noch absolut nichts geliefert, was die Aussage von Disruption untermauert. Google fährt seit Jahren mit 25km/h voll-autonom in Eierschalen durch die Gegend, scheint aber offensichtlich kein Interesse am Automobilbau zu haben.
Fakt ist, dass Audi & Co den kleinen Hersteller Tesla immer belächelte. Weil er ein Elektroauto bauen will! Weil er ein Elektroauto aus Aluminium bauen will! Seitdem Tesla

  • überall Ladestationen aufstellt
  • die Reichweite auf echte +300km aufgeblasen hat
  • das sicherste Auto der Welt baut
  • die zufriedensten Kunden besitzt

und nun mit einem Mittelklasse Modell knapp 400.000 Vorbestellungen einheimste, sind Wolfsburg und Co aufgewacht. Tesla führt sie alle vor, denn sie alle träumen davon ihre Autos per Update mit neuen Funktionen auszustatten, können es aber nicht. Also klammern sie sich an Spaltmasse und Alexander Dobrindt.

  • Diese Ignoranz zuzugeben, einer fatale Fehleinschätzung in der Antriebstechnik aufgessesen zu sein..
  • Diese Arroganz zu behaupten, Audi müsse nicht immer „erster sein“ vor dem Hintergrund eines jahrelangen Wettstreits Premiumanbieter Nr. 1 zu werden und den Markenslogan Vorsprung durch Technik gebetsmühlenartig zu verbreiten…

All das zeigt mir, Tesla ist auf dem richtigen Weg. Elon Musk darf sich jetzt nur nicht mit immer neuen Modellen verheben. Das Model 3 muss kommen, so pünktlich wie möglich. Alles andere muss jetzt erstmal warten!

 

Mit diesem Artikel nehme ich an der Blogparade #BPeMobility teil.

Mobility of the blockchain

Sonntag, 24. Juli 2016

This is my very first whitepaper and it is written in English, obviously. Please forgive me, in case I do not meet the criteria for a whitepaper completely or lack eloquent and bloomy wording.

As many of you already know, I’m very keen on supporting a total paradigm shift in how future mobility should look like. Several pieces here on my blog as well as on t3n – digital pioneers indicate my view of public transport versus individual mobility. Time is running out for ownership, which is one of the worst investments regularly plus repeatedly done by millions of people around the globe. The waste of billions of Euros on a piece of metal cage standing still 22 hours a day is unprecedented in human history. Not to mention the waste of resources to make, move and maintain them. While German car manufacturer haven’t had a single innovation for decades and racking in high profits by selling cars burning dinosaurs, at least this problem is being addressed. The world is going electric and neither Mr. Dobrindt nor Mr. Wissmann will stop it. I doubt, they even will delay it more than a year.

Mainly we people should thank one company and one man in particular driving that change despite of all the idiocy he took from the so called industry leader for years. Last week Elon Musk published the second part of his Tesla masterplan. After I’ve processed his thoughts, I knew there is no time to waste to publish my thoughts on how mobility and blockchain should merge. I’ve played the idea back and forth in my head for quite a while and the time is ripe.
Firstly for sharing models, since some megatrends drive people to major cities steadily year by year, jamming streets with cars in the aftermath. Sadly enough, you do not have to travel to Bejing for experiencing traffic congestions that bad, one is sitting in a car for a long time to and from work. Owning or using a vehicle in cities becomes less appealing year after year and I have not even been talking about the environmental impact yet. But don’t worry, this article is not about green tech. Car sharing companies like car2go or drive-now successfully roll out city after city.

Each vehicle used for one-way car sharing, in particular, can eliminate as many as 11 cars from plying the streets and cutting greenhouse gas emissions by nearly 13 metric tons a year

(theguardian)

While on the other end of the spectrum the likes of Uber and Lyft provide ridesharing the web 2.0 way. Big players like GM or VW have realized the opportunity of those ridesharing services and made a move by investing in Lyft and Gett. Now with Tesla entering the arena, there definitely is some potential. If one looks closely to Elon’s Masterplan part 2, autonomous driving will hold the key to make it happen. Just three weeks ago I made a vlog about the expected impact of electrification and autonomous cars (in german)  on jobs across the board. The first to go are cab drivers, followed by bus and truck drivers. Imagine a world where computers will control the logistic of a city or container will travel from Warsaw to Paris on self-driving trucks without a night sleep for the driver. Those road trains will just go, because computer don’t need to rest. Removing the human being out of the equation not only leads to safer roads, it also decreases the cost for logistics significantly! Some researcher predict 0.30$ instead of 2$ per Uber mile.

Once this kicks in, sales figures of car companies will drop continuously while cities become greener, healthier and much more roomy. There won’t be any parking lots left to leave a piece of metal, because most of the inhabitants use public transport or robot-taxis to get from A to B. One can only hope the new space is used wisely, I’d suggest grass, trees or playgrounds.

So basically it sums up to:

  • Electrification slows down climate change
  • Ridesharing reduces the amount of cars
  • Autonomous driving reduces fares for ridesharing and that will further diminish the need for car ownership
  • Disintermediation through the Blockchain

Blockchain enters the arena

I won’t get into details what exactly a blockchain is or what it is capable of. Just in short, I stick with the explanation from the Bank of England:

A technology that allows people who don’t know each other to trust a shared record of events

This shared record, or ledger, is distributed to all participants in a network, who use their computers to validate transactions and thus remove the need for a third party to intermediate. Let’s focus on this last word for a moment. Disintermediation is the core principle of the blockchain and there is a lot of that in the business case described above. Therefore, I suggest to found a mobility DAO (decentralized autonomous organization). By doing so the intermediator Uber, Lyft or car2go will be replaced by an artificial intelligence, which is partly empowered by smart contracts. These smart contracts are a set of rules with compliance, incorruptibility and reliability  up front. In an ideal world the mobility DAO has absolutely no interest in earning money by running a ridesharing business. But let’s be real, someone will expect to get a return. But compared with the operational costs for complex organizations from today the mobility DAO can be operated very efficient!

So how does this mobility DAO work?
In fact the mobility DAO will need vehicles to begin with. The cars will be ordered at a car manufacturer. Thanks to a smart contract the car manufacturer will rest assured that the mobility DAO will pay him on delivery. Typically we are talking about a lease or finance here.mobility DAO based on the blockchain

In addition smart contracts will guarantee the delivery of the vehicle. Blockchain technology plays a crucial part in this transaction, because how would a publicly traded entity trust a machine other than through blockchain technology? The vehicles will be specially designed for this purpose and by that I do not mean the seating order. Every vehicle will own itself (or is owned by the mobility DAO, which doesn’t really matter for the idea) and will hold a DNA full of policies. For example, it is forced to get its tires checked every 5000km or any malfunction needs to be taken care of at a garage immediately. This DNA is programmed and secured within smart contracts. Again, it is impossible to tamper or negotiate with smart contracts, because those are simple IF THEN orders executed as soon as a specific trigger kicks in.

mobility DAO based on the blockchain

The users will send requests through a Dapp to the mobility DAO – let’s say for the sake of simplicity that there still will be apps 3-5 years down the road. Riders and cars will be matched and charged accordingly. On top of that, one should add a little foresight to the mobility DAO by injecting economical sense in interpreting demand and supply. New vehicles will be ordered to match demand. The vehicles then will decide autonomous about whether it will accept a ride for a certain price, or will pass. It will calculate all costs permanently and execute an economical decision. Part of this section is already out there, although it is limited to a ridesharing community. Check out LaZooz or Arcade City.

As a little side note, the public blockchain provides indisputable documentation of every second of operation in case this is needed. Eventually, the blackbox comes right with every car and here is the kicker: autonomous cars run by a blockchain/ DAO have no right for privacy. The knowledge will be open to the public, accessible by jurisdiction, police or maybe even everybody.

According to its DNA a vehicle will have to interact with other organizations, for example recharge the battery.

mobility DAO based on the blockchainImagine a vehicle that is not owned by anybody – basically. How would such a thing recharge today? Nowadays one needs to apply for a RFID card, which then grants access to (some) charging poles, bundled within a contract that has to be signed. Well, in my future the car will pull up at any charging stations, negotiating price and amount of electricity. Since machines do not understand the concept of trust, a certain layer has to be added. This layer is the blockchain. While Blockcharge tries to make the life of EV drivers better and less bureaucratic, this approach could be used to recharge the autonomous taxis in exchange for money. But we won’t stop there. Remember, there will be regular maintenance appointments with garages.

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Again, as a participating organism in the real world the cars will need to exchange values with other participants, be it maintenance or toll. Governments across the world simply get a free pass how to collect tolls easily and automatically without super complex systems like the ones towering above German autobahns.

 

In short, a mobility DAO runs a very lean operation, offering rides to everyone, removing intermediaries and, thus, reducing ride fares.
Ledger Wallet protects your bitcoins

Enclosed the video about mobility on the blockchain (in german)

 

I participate at blog parade from ingenieurversteher about e-mobility/ EVs! You can finde more entries regarding this topic on twitter.

 

(M)ein Wochenende im Tesla

Dienstag, 22. März 2016

Das Tesla Model S

Im Rahmen eines anstehenden Vergleich der Fahrassistenzsysteme verschiedener Autohersteller fuhr ich seit Freitag morgen einen P90D. Es war bereits die zweite Gelegenheit mit dem Tesla Model S, doch diesmal umfangreicher als die kurze Probefahrt vor etwa zwei Jahren.

Tesla1Über viele Dinge darf und sollte man unterschiedlicher Meinung sein, so z.B. Design. In meinen Augen ist das Model S sehr gefällig und irgendwo zwischen Jaguar XF, Mondeo und  Mazda 6 anzusiedeln. Das gefahrene Modell war „fully loaded“ und damit ist nun ausnahmsweise nicht der Akku gemeint. Alle Ausstattungen waren dort verbaut, was den Preis auf über 130.000 EUR katapultierte. Womit wir eigentlich schon beim Thema sind. Das Fahrzeug besticht im Alltag durch vier Dinge
– Beschleunigung
– Platzangebot
– Display / Bedienkonzept
– Ruhe
Das Modell verfügt über den „Von Sinnen“ Modus und beschleunigt im Idealfall den Model S in 2,8 Sek auf 100km/h. Um die letzten Leistungsreserven auszuschöpfen müssen die Batterien vorgewärmt werden, was ich nicht einmal am Wochenende aktivierte. Der normale Antritt ist bereits außerhalb jeglicher Vorstellungskraft und einer der Mitfahrer sagte: „Das dürfte kurz vor der Ohnmacht liegen!“. Anbei ein Video von einer Mitfahrerin, die das Erlebnis sehr plastisch verarbeitet. (M)ein Wochenende mit dem Tesla Model S
Doch im Gegensatz zu vielen Listen ist hier die Beschleunigung zwar an erster Stelle genannt, doch im Alltag nur zu Vorführzwecke relevant. Mit dem Wissen, in anderen Fahrzeugen lediglich Opfer zu sehen, vergeht einem jeder Spass mit einem drolligen 3er BMW Fahrer einen Ampelspurt hinzulegen. Deswegen liest sich die Liste andersherum und „Ludicrous Mode“ belegt nur Rang 4. Dagegen ist das Platzangebot im Auto erwähnenswerter. Die Hinterbänkler haben sehr viel Platz und vorne vergrößert der fehlende Getriebetunnel zwischen Fahrer und Beifahrer nochmal das Raumgefühl. Der Kofferraum und der Vofferraum bieten ausreichend Platz für das eine oder andere Köfferchen. Eines der Höhepunkte ist das Bedienkonzept in Gestalt des riesigen Touchscreens. So als hätte man ein XXL iPad an das Armaturenbrett genagelt. Berücksichtigt man die Konzeption des Fahrzeugs als Computer auf Rädern, ist eine solche Benutzeroberfläche die logische Konsequenz. Die oft gehörte Kritik der fehlenden Rückmeldung, z.B. beim Einstellen der Klimaanlage begegnet Tesla mit einer Bedienung vom Lenkrad aus. Damit können im rechten Drittel des zentralen Tachometers die gängigen Einstellmöglichkeiten zum Verändern ausgewählt werden. Zumal der Touchscreen auch im zwei Fenstermodus betrieben werden kann, so dass es die Liederliste von meinem iPhone auf einer Fläche in der Größe eines iPad Mini anzeigt. Hier sollte man den Pause Knopf relativ einfach treffen.
Tesla2

Den Spitzenplatz erzielt die Ruhe im Fahrzeug. Ein Mitfahrer hat mich erst darauf gebracht. Natürlich besitzt jedes Elektrofahrzeug diese Eigenschaft, nur macht es sie deswegen nicht weniger beeindruckend. Rollt das Model S los, geschieht dies nahezu lautlos. Die gespenstische Ruhe wirkt sich positiv auf den Fahrer aus, denn Lärm (oder Geräusche) erzeugen Stress. Paart man diese Ruhe mit dem automatischen Umdenken beim Bewegen eines E-Autos entsteht ein ruhiger, gelassener und entspannter Fahrstil. Rasen oder Hektik werden quasi vom Antriebskonzept automatisch unterdrückt. Wie die Autopilot Funktion hier noch helfen kann, schreibe ich in Kürze in einem Artikel bei t3n.

Elektromobilität in München

Das Auto war ca 50% bei der Übergabe geladen. Die +200km Reichweite sorgten logischerweise nicht für Reichweitenangst. Aber als gut geschulter iPhone Nutzer lädt man ja bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Hierfür hatte ich mir bereits vor Wochen eine The New Motion Karte (TNM) kommen lassen, mit der man im ladenetz Verbund an den Säulen bezahlen kann. Für Neulinge in der E-Mobilität sei gesagt, dass hier noch einiges an Arbeit vor Deutschland liegt. Denn nach wie vor bietet jedes Stadtwerk seine eigene Abrechnungskarte an. Das ist ungefähr so, als würde ich eine Tankkarte der Shell in München bekommen, mit der ich bei den Nürnbergern von Shell nicht tanken könnte. Klingt bescheuert und das ist auch ziemlich behämmert. Ladenetz.de ist einer von zwei Anbietern, die mehrere Betreiber hinter sich vereinen und die Abrechnung sicherstellen.

Da die SWM (Münchner Stadtwerke) neben der kW Abrechnung auch eine Monatsgebühr haben möchte, bietet sich die TNM Karte an; diese ist kostenlos, funktioniert bei deren Ladepunkten in Europa gleich mit und wird deswegen von einschlägigen Foren empfohlen.

Die Parkplatzsuche mit einem E-Fahrzeug ist total simpel. Einfach eine Ladesäule ansteuern, die sind (noch) meist frei. Leider schlug mein Ladeversuch am Freitag Abend an einer SWM Säule in der Blumenstr. fehl. Auch die zweite Säule akzeptierte meine TNM Karte nicht. Nach dem Abendessen packte ich einen Freund ein, um den Autopiloten bei Nacht zu testen und zugleich einen der Tesla Supercharger zu nutzen.

Tesla3

An der OMV Irschenberg gab es nachts um 23:30 keine anderen Tesla Fahrer mit Strombedarf. Bei einer Tasse Kaffee entspannten wir uns in der Tankstelle und fuhren nach 30 Minuten mit einem geladenen Wagen wieder gen München.

Samstag morgen in der Schillerstr. akzeptierte die SWM Säule meine TNM Karte und versorgte den Wagen mit Strom, während er gratis mitten in München parkte. Nach dem Wochenende klärte sich auch das Problem: Meine Karte war nicht im System von ladenetz registriert und wurde von den modernen Ladesäulen in der Blumenstr. abgelehnt. Die ältere Ladesäule in der Schillerst. war noch ein wenig „dümmer“, was mir zu Gute kam. Irgendwo auf dem Weg von The New Motion zu ladenetz sind meine Daten verloren gegangen. Ärgerlich.

Der Sonntag war ein langer und ausgiebiger Test des Autopiloten. Bei der Rückgabe am Montag fühlte sich mein Oldtimer gleich noch ein paar Jahre älter an auf der Heimfahrt.

Porsche911Targa

Subventionen für Elektroautos – Argumente für alle und Roland Tichy

Montag, 08. Februar 2016

Am Wochenende erschien auf Tichys Einblick ein Plädoyer vom Chefredakteur höchstpersönlich zum Thema Subventionen für Elektrofahrzeuge in der Bundesrepublik. Als regelmäßiger Leser dieser Nachrichtenseite erschrak ich ob der polemischen und populistischen Aussagen und setzte auf Twitter folgende Tweets ab.

Twittern mit Tichy

Daraufhin entspann sich innerhalb weniger Minuten auf Twitter eine Diskussion um die Definition von „Subventionen“ und dass der deutlich niedriger besteuerte Diesel keine Subvention wäre. Wobei das Umweltbundesamt hierzu eine relativ eindeutige Aussage fällte (Umweltschädliche Subventionen Seite 8ff). Das Argument den Bürger für eine umweltfreundlichere Technik bluten zu lassen, stieß auf Unverständnis. Dabei ist das absolut nichts neues. Schon 1984 subventionierte der Staat Autos mit Katalysator, noch heute werden regenerative Energien unterstützt – leider aber viel zu lange die Braunkohle (Standortpolitik).
Die Diskussion rutschte im Grunde sofort in eine Grundsatzdebatte um vom Staat erhobene Steuern ab und eigentlich wartete ich noch auf den Spruch „Freie Fahrt für freie Bürger“. Ich war kurz geneigt noch das Wort „Tempolimit“ in einen Tweet einzubauen, sah aber davon ab. Schließlich war Sonntag und ich hatte ausreichend anderweitige Unterhaltung!

Dennoch möchte ich zu einigen Abschnitten des Texts zumindest eine andere Sichtweise offerieren und würde mich freuen, wenn Herr Tichy sich diese Argumente zumindest durchliest. Letztlich ist er ein Verfechter für eine differenzierte Sichtweise, jenseits der Schwarz/ Weiß Malerei.

Elektro-Autos sind das neue Spielzeug der Superreichen – und jetzt will Wirtschaftsminister Gabriel unbedingt E-Autos fördern: Möglichst viele sollen eines fahren.

Elektro Autos sind nicht ausschließlich etwas für Superreiche – wobei Porsche Fahrer schon lange nicht mehr superreich sind, sondern eher reich. Das Kraftfahrtbundesamt führt 8522 Elektrofahrzeuge in 2014, wobei 9,5% (815 Stück) auf das Tesla Model S  entfallen. Der 8. Platz in der Statistik ist beeindruckend, unter 10% Marktanteil widerspricht jedoch einem Vergnügen für Superreiche.
Hier verpasste Herr Tichy die Chance den eigentlichen Fehler in der Subvention anzuprangern: Die Unterstützung von Plug-in Hybriden. Also Autos wie der Porsche Cayenne, der dank einer Batterie gerade mal 30-40km elektrisch fährt. Die krude Berechnung des Gesamtverbrauchs hilft, dass das Fahrzeug völlig weltfremde Verbrauchswerte erreicht. Dies dient am Ende dem Ziel, den strengen EU Grenzwerten von 95mg/ km ab 2020 zu entsprechen. Und die Deutschen Hersteller brauchen unbedingt diesen Trick, denn sie haben geschlafen! Gabriel macht also wieder mal kurzfristige Standortpolitik und vergisst, dass die Globalisierung auch ohne uns abläuft.

weil der nicht für jeden Anlass das passende  Autos in der Garage hat: Strom für nah, Diesel für weit, E-Auto zum Kronberger Golfclub.

Wir veranstalten hier das verrückteste Experiment, das je statt gefunden hat. Wieviel Treibhausgase verträgt die Umwelt, bis sie kollabiert? Herr Tichy ist sicher kein Klimawandelzweifler, da bin ich sicher. Doch Wandel bringt meist auch Veränderung.
Mit seinem Argument zur fehlenden Alltagstauglichkeit tappt er in dieselbe Falle wie die Mehrheit. Die ø tägliche Wegstrecke eines Deutschen liegt bei unter 40km und das schafft sogar fast der Porsche Cayenne, würde er entsprechend behutsam gefahren. Mir ist kein freiverkäufliches Elektroauto bekannt, dass eine Reichweite unter 50km aufweist. Die Pioniere BMW und Renault bieten zudem für ihre Elektroautokunden ein zukunftsträchtiges Mobilitätskonzept an. Als Käufer eines i3 oder Zoe bekommt man 14 Tage / Jahr Zugriff auf einen Benziner, womit die Fahrt an die Nordsee oder Rimini gesichert ist.

Die Stromer beschleunigen zwar rasant, fahren leise und stoßen in der Stadt keine Schadstoffe aus – das machen nur die weit entfernten Kraftwerke, aus denen der Strom kommt. Schmutz ist eben eine Frage des Standorts, und der Strom kommt ja bekanntlich aus der Steckdose.

Der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors ist deutlich schlechter als der eines Elektromotor. Der Wirkungsgrad eines Kraftwerks ist deutliche höher, als der eines Verbrennungsmotors. Dieser Dreisatz belegt also, dass das Elektroauto vorne liegt, auch wenn der Strom aus dem Gaskraftwerk kommt.

Solange Deutschland allerdings die Grundlast der Energieversorgung über Braunkohleverstromung erzeugt, so Berechnungen von Renault, ist die Öko-Bilanz der E-Autos insgesamt negativ.

Im englischen gibt es den Begriff „source agnostic“, d.h. einem Elektroauto ist es herzlich egal, ob der Strom aus einem Braunkohle-, Gas- oder Solarkraftwerk stammt. Weltweit nehmen die Solar- und Windkraftkapazitäten rasend schnell zu. Man darf also bei einem Autoleben von 6-8 Jahren annehmen, dass der Strommix bald deutlich besser wird.
Tja, bleibt der Verbrenner. Einmal Diesel, immer Diesel. Spiel, Satz und Sieg für das Elektroauto.

Denn wegen der geringen Batterieleistung fahren Stromer nur kurze Strecken.

Nur weil Herr Tichy es nochmal falsch wiederholt, wird es nicht wahrer. Dieses Argument wird leider von der Presse seit Jahren geschürt und gerade den Deutschen eingebleut, damit die die technologisch veralteten Verbrennungsmotoren kaufen. Ein Tesla hat 400km, Renault Zoe 240km Reichweite. Folglich komme ich im Schnitt mit der Zoe eine Woche ohne Tanken aus.
Bevor jetzt hier das Argument der „geschönten“ Reichweitenwerte genutzt wird. Die werden ebenso gemessen wie die Verbrauchsangaben der Verbrenner. Also entweder wir nutzen diese Angaben, oder verteufeln die Verbrenner noch mehr ob des Mehrverbrauchs.

die Batterie rund 5.000 €. Nach drei bis 6 Jahren ist sie kaputt

Die Findemaschine Google bietet hier einfache Antworten: Tesla bietet 8 Jahre Garantie auf die Batterie und Renault gibt In Norwegen und UK eine Garantie von 5 Jahre bzw. 100.000km. Rechnet man die Einsparungen beim Tanken gegen die 5000€, so rechnet sich das trotzdem.

die Batterie bleibt Herzstück und Engpass. Billigere und bessere sind nicht in Sicht.

Von 2007 bis 2014 fiel der Preis pro KW 1000$ auf 410$, wobei führende Hersteller damals bereits Werte um 300$ erreichten. Dieser Preis wurde vor wenigen Jahren von Fachmagazinen für das Jahr 2020 vorhergesagt. Die Preise sinken also schneller als erwartet – wie so oft in der Hightech Branche. Die magische Grenze liegt bei 100-150$ pro KW, denn dann liegt das E-Auto mit dem Diesel gleichauf. (interessante Grafik plus Artikel).

Zwar schenken auch andere Länder wie Frankreich E-Auto-Käufern bares Geld; in Norwegen sogar 12.000 €. Aber auch dort sind  Stromer kein Renner.

Seufz. Diese Meldung ging um die Welt, dass in Norwegen das Model S häufiger gerkauft wurde, als der VW Golf.

Im übrigen verdient die Auto-Industrie prächtig, allein VW so um die 8 Milliarden. Wozu da Subventionen?

Wie oben bereits erwähnt, verpasste Roland Tichy die Chance das Thema Subventionen richtig zu beleuchten. Denn diese greifen nur, wenn die Anreize dem eigentlichem Ziel dienen.
Ich bin für Subventionen für reine Elektroautos, finanziert durch die gleichzeitige Beseitigung des Steuervorteils für Diesel PKW. Optional einem Verbot für die Einfahrt von Diesel PKW bei zu hoher Feinstaubbelastung in deutsche Städte (siehe Madrid mit generellem Verbot ab 2020). Dann würden nämlich VW, Mercedes und BMW ihre Milliarden Entwicklungskosten richtig kanalisieren und nicht nur herumwursteln. Machen die nämlich weiter so, retten wir Steuerzahler bald nicht nur deutsche Banken.

(siehe Artikel von mir hier auf dem Blog „China entscheidet Schicksal der dt Autoindustrie“ und „11 Mio Gründe für eine elektrische Zukunft“ sowie meinen Beitrag auf t3n „Warum das Auto der Zukunft das Aus für VW & Co bedeuten könnte„)

In China wird die Zukunft der deutschen Autoindustrie entscheiden

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Lange war der deutsche Markt für Volkswagen und andere heimische Hersteller gleichzeitig größter Absatzmarkt. Diese Position hat nun schon seit längeren China inne. Ein riesiges Land mit noch größeren Umweltproblemen. Die Luftqualität in China’s Städten ist miserabel, wo in über 90% der 190 Städte die Grenzwerte regelmäßig gerissen werden. Hier sticht vor allem der gesundheitlich bedenkliche Feinstaub hervor, für den die WHO einen Grenzwert von 20 (Index) als unbedenklich festgelegt hat. Im Januar 2015 lag der Index für Peking im Schnitt bei 200 und im absoluten Hoch bei sage und schreibe 546!

Verantwortlich für den Ausstoß des giftigen Feinstaubs sind Kraftwerke, Industrieanlagen und der rasant wachsende Individualverkehr. Die Regierung hat das Problem erkannt und ist weltweit zu einem der größten Investoren auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien geworden. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil aus regenerativen Quellen von 17% auf 21% (Vergleich zu D: 25,8% in 2014) steigen. Bereits im Jahr 2013 schrieb das Land Geschichte mit dem Aufbau von 12 GW Leistung aus Solaranlagen, die größte jemals in einem Jahr errichtete Kapazität, in 2014 erfolgte nochmal soviel.
Offensichtlich hat China erkannt, dass der Energiehunger nicht durch herkömmliche Kraftwerke gestillt werden kann, weil dies zu Lasten der Gesundheit und letztlich des Wohlstands des Landes geht. Die gezielten Bemühungen hier gegenzusteuern zeigen sich auch in der errichteten Leistung von etwa 57GW aus erneuerbaren Quellen und 39,7KW aus Kohlekraftwerken für das Jahr 2013.

Das Unternehmen BYD – build your dreams – ist ein Vorreiter in der Elektrifizierung von Fahrzeugen. Egal ob Autos oder Busse, das Unternehmen bietet eine Reihe von unterschiedlichen Fahrzeugen an und ist gleichzeitig ein großer Batterieproduzent. Das Joint Venture mit Mercedes brachte einen reinen Elektrowagen hervor: den Denza. Die dafür nötigen Investitionen werden seit 2005 massiv vom Staat  gefördert und BYD soll nach dem Wunsch der kommunistischen Führung weltweit der erfolgreichste Elektroautohersteller werden. Warren Buffet glaubt daran und ist mit über 9% seit 2008 am Unternehmen beteiligt.
Neben BYD gibt es noch zahlreiche andere Hersteller im Bereich der e-Mobilität. So erfreuen sich die Elektroroller einer großen Fangemeinde in China und deren Akkus stammen von Phylion, einem dieser „namenlosen“ Unternehmen aus dem Reich der Mitte. Doch während wir hier in Europa hauptsächlich fasziniert über den großen Teich nach Kalifornien auf Tesla und dessen illustren CEO Elon Musk schauen, bereitet sich der größte Automobilmarkt auf die Elektrifizierung vor.

Die Gefahr aus China hat zwei Komponenten. Zum Einen ist der Markt gerade für die deutschen Hersteller extrem wichtig und könnte durch eine Entscheidung der Partei über Nacht für Verbrenner geschlossen werden. Zum Anderen reift hier eine Kompetenz heran, die massentaugliche Elektromobilität entwickelt und schließlich nicht nur in China verkaufen kann.

Die technologische Insel der Glückseligen in Deutschland und Europa findet sonst ein jähes Ende durch die politisch motivierte und stark wettbewerbsverzerrende Förderung der Elektromobilität in Asien

Jan Traenckner Link

Verarbeitet man diese Informationen und zieht die eine oder andere Schlussfolgerung, dann verwundert es umso mehr, dass es ein #dieselgate brauchte, um Europa aus dem feinstaubvernebelten (oder besser vernagelten) Dornröschenschlaf zu reißen. Doch selbst jetzt hat die deutsche Regierung die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt und hält sich mit drastischen Massnahmen zurück, um Volkswagen zu schützen. Anscheinend reichen 11 Mio. Betrugsfälle noch nicht aus, um die Förderung des Diesel einzustellen und diese stattdessen der Elektromobilität zukommen zu lassen (siehe hier auch meinen Blog Beitrag: 11 Mio Gründe für eine elektrische Zukunft).

Die Ankündigung von Volkswagen bis zu 20 elektrifizierte Modelle zu entwickeln ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als PR Gerassel. Denn meines Wissens ist man (noch) nicht gewillt reine E-Autos wie den Renault Zoe, Tesla Model X / S oder Nissan Leaf zu bauen. Selbst jetzt noch hält man sich Optionen für andere Antriebsstränge offen, wohl wissend, dass der Bau eines E-Autos nicht mit dem eines Verbrenners zu vergleichen ist. Grandiose Vorteile wie Fahrdynamik oder 2 Kofferräume lassen sich schwer auf einer Plattform vereinigen.
Vielleicht ist in diesem Zusammenhang die Idee von Investor  der richtige Weg. In einem Artikel für den Guardian schlägt er vor, VW zum Bau elektrischer Modelle binnen 5 Jahre zu zwingen und ihnen die Strafe zu erlassen. Die geschätzten 10 Mrd. $ könnte Volkswagen in die Entwicklung von Stromern stecken und ein 3x besseres Auto als Tesla bauen – die haben nämlich ca. 3 Mrd $ gebraucht. Damit wäre allen geholfen:

  • der Umwelt, wegen weniger Treibhausgasen
  • Volkswagen, wegen zukunftsträchtiger Produkte für den (chinesischen) Markt
  • den Kunden, für mehr Auswahl in EV Bereich
  • dem deutschen Staat, weil es auch zukünftig noch Arbeitsplätze gibt

Vielleicht schafft VW dann auch, was Tesla schaffte. Nämlich dass Fans die PR und das Marketing übernehmen. Anbei der in meinen Augen beste Werbefilm für Tesla: „We were the ones who changed the world.

11 Millionen Gründe für eine elektrische Zukunft

Samstag, 03. Oktober 2015

Mit dem laufenden Skandal um manipulierte Abgaseinstellungen bei Volkswagen drängt sich die Frage auf, ob Diesel wirklich die Antwort auf den Klimawandel ist. Gleichzeitig bietet sich für die deutsche Automobilindustrie eine einmalige Gelegenheit reinen Tisch für ihren Irrweg Diesel einzugestehen und alternative Antriebskonzepte mit gleicher Vehemenz zu protegieren, wie sie es einst für den Diesel tat.

Diesel und Benzin – fossile Brennstoffe

Die Grundlage für Diesel und Benzin ist Erdöl, ein fossiler und vielseitiger Rohstoff. Aus ihm werden Kleidung, Plastiktüten , CDs, Medikamente und Nahrungsmittel hergestellt. Der größte Teil des Erdöls aber findet Verwendung als Fahrzeugtreibstoff. Bevor ein Auto damit fahren kann, bedarf es allerdings zuerst der Umwandlung von Öl zu Diesel oder Benzin.
Erdöl besteht chemisch gesehen aus Kohlenwasserstoffen. Der einfachste Kohlenwasserstoff ist Methan (ein Gas) mit einem kleinen, leichten Molekül. Die nächst größeren sind Ethan, Propan und Butan. Die größeren Moleküle stehen für den Treibstoff der Welt: Benzin, Diesel und Schweröle. Wenn das Rohöl aus dem Boden kommt, sind diese kurzen und langen Ketten völlig vermischt. Deshalb gibt es Raffinerien. Dort werden die verschiedenen Moleküle getrennt (Details dazu hier und hier). Benzin besteht aus eher leichten Anteilen, Diesel aus eher schweren. Das heißt in einem Liter Diesel stecken ca. 13% mehr Energie als in einem Liter Benzin. Diese zusätzliche Energie führt logischerweise auch zu mehr Abgase. Gleichzeitig unterliegt der Otto-Motor mit einem Wirkungsgrad von nur ca. 37% dem des Diesels mit ca. 42%. Jedoch muss der Hersteller einen enormen technischen Aufwand treiben, um die Dieselabgase einigermaßen sauber zu kriegen. Das Ergebnis haben wir alle in den vergangenen Tagen gelesen.
Der Vollständigkeit halber erwähne ich hier auch noch kurz den Biodiesel. Unumstrittener Vorteil des Bio-Kraftstoffs ist, dass bei der Produktion keine Abfallstoffe anfallen. Auch die Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen wirkt sich positiv auf die Umwelt aus. Allerdings trägt Biodiesel kaum dazu bei, das Klima zu schützen, denn auch er verbrennt! Darüber hinaus kann die geringe Nachfrage heute schon nicht mehr vollständig gedeckt werden und die Nutzung von Rapsfeldern verändert den Nahrungsmittelmarkt. Dies verteuert die Lebensmittel vor allem für Entwicklungsländer. Jeder Autofahrer ist in erster Linie Mensch. Der kann nicht ernsthaft damit kokettieren sein 2t Blech-Ungetüm zu bewegen und andere dafür hungern zu lassen.

Es lässt sich demnach festhalten, dass beide Treibstoffe fossil sind und die Umwelt stark belasten. Der vor allem durch die deutsche Industrie beworbene Vorteil des Diesels war nie einer für die Umwelt, sondern immer nur für die eigene Brieftasche und den Sprint an der Ampel.

Der Irrweg der Deutschen

Während der Rest der Welt – und deren Autohersteller – eher auf Hybrid setzten, hielt die deutsche Autoindustrie an Benziner und Diesel fest. Durch geschickte Vermarktung und niedrigeren Verbrauch wurde den Menschen suggeriert, dass ja weniger Treibstoff pro 100km auch gut für die Umwelt ist. Als Bonus gab es dann noch ordentlich Drehmoment und Subventionen oben drauf.
Den Erfolg des Toyota Prius und weiterer Hybridautos in Kalifornien ignorierte die deutsche Industrie sehr lange und kündigte regelmäßig passende Modelle an, die dann oftmals nie oder stark verspätet kamen. Neuester Trend sind Plug-In-Hybride wie der Porsche Cayenne, mit dem Lücken im Gesetz geschickt für pseudo-umweltfreundliches Marketing missbraucht werden (siehe auch ARD Beitrag 08/15). Und um dem Wahnsinn die Krone aufzusetzen, soll laut Verkehrsminister Alexander Dobrindt nun solch ein Fahrzeug mit kostenlosem Parken und der Nutzung der Busspur belohnt werden.

Damit sind wir auch schon bei der Rolle der Regierung. „Ich denke, die Regierung hört zu sehr darauf, was die deutschen Automobilhersteller sagen. Und wenn die falsch liegen, passieren die falschen Dinge.“, so Elon Musk beim Treffen mit Sigmar Gabriel. Hier wedelt der Schwanz mit dem Hund und offenbar kommt die Bundesregierung trotz eines solchen Skandals nicht zu Sinnen und macht weiter mit Klientelpolitik zum Schutz der deutschen Schlüsselindustrie, die trotz aller Entgegenkommen aus der Vergangenheit ja mittlerweile nicht mehr zum Schlüsselloch zu passen scheint.
So nutzen die Autohersteller grundsätzlich alle Lücken im Gesetz, um riesigen SUVs niedrige Verbrauchswerte auszuweisen (siehe hier ZDF Beitrag von 11/14) und verstecken sich hinter der Nachfrage am Markt. Doch genau hier sollte die Regierung regulierend eingreifen, so wie sie auch das Rauchen verbietet, Kindersitze vorschreibt oder die Zweirad-Helmpflicht einführt! Denn der Mensch ist selten vernünftig. Hier ist es Aufgabe der Regierung vernünftige Rahmenbedingungen zum Schutz aller vorzugeben. Zum Beispiel ist es einfach rational nicht zu erklären, wieso in Deutschland noch immer keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen festgesetzt ist. Die Argumente Pro-Rasen sind so emotional und unreflektiert wie die der Waffenlobby in den USA nach einem Amoklauf.
Interessanterweise geht auch kein Aufschrei durch die Republik, dass jedes Jahr mit Steuergeldern der Wert eines Berliner Hauptstadtflughafens (3,5 Mrd €) für die Diesel-Subventionen verprasst wird. Es ist dann auch verwunderlich, dass es den kleinen Mann nicht in Raserei versetzt, dass “die da oben” am häufigsten von diesen Subventionen profitieren, liegt doch der Diesel Anteil in Deutschland von z.B. BMW bei sagenhaften 75%! In der Retroperspektive erscheinen auch die 5 Mrd. € für die Abwrackprämie fast zynisch. Alte Autos wurden verschrottet und durch neue, umweltfreundliche ersetzt. Nach aktuellen Informationen sind auch in Deutschland 2,8 Mio. VW-Fahrzeuge vom Abgasbetrug betroffen.

Der Mixtur aus Ignoranz für neue Antriebskonzepte und dem inneren Zwang folgend neue Modelle größer und schwerer zu machen, begegnete die deutsche Autoindustrie mit immer neuen Kniffen in der Motorentechnik und irgendwann mit Tarnen, Tricksen und Täuschen. Dabei betätigt sich die Politik als Steigbügelhalter für eine kurzsichtige Produktpolitik zum Schaden aller – Steuerzahler oder Enkelkind.

Das Elektroauto ist so viel simpler

Dabei ist das Elektroauto so viel einfacher zu entwickeln. Genau das lockt branchenfremde Konzerne. Denn im krassen Gegensatz zu den Beruhigungspillen der Autopresse, dass Apple so schnell gar kein Auto bauen kann, sind die Fakten bestechend. Für einen echten Elektrowagen brauche ich weder Tank, Ölwanne, Motorblock, Einspritzelektronik, Getriebe, Getriebetunnel oder Kardanwelle. Es reicht ein Elektromotor in der Größe von ca. 6 Milchtüten und im Fahrzeugboden die Akkus. Der Schwerpunkt des Fahrzeugs ist damit so niedrig wie bei einem Formel 1 Rennwagen und der Platz unter der Motorhaube gleichzeitig Stauraum. Das Fahrwerk und die Sitze kommen von Zulieferern und das Blechbiegen lasse ich durch die alten Profis von GM, Toyota, VW oder Mercedes erledigen.IMG_6174kl
Dabei liegt der Wirkungsgrad von E-Motoren jenseits der 90% und die Stromquelle kann kontinuierlich durch neue Technologien umweltfreundlicher werden. Das Stromtankstellennetz wächst nicht zuletzt durch Tesla stetig an. Darüber hinaus ist der Zugang zu Tesla’s Supercharger ohne weiteres möglich, schließlich legte Tesla hier alle Patente zur freien Nutzung offen.

Einmalige Chance für Volkswagen weltweit umweltfreundlich zu führen

Der Verbrennungsmotor lässt sich nicht mehr wesentlich verbessern. Daran ändert niemand etwas, denn die Gesetze der Physik und der Chemie lassen sich nicht unendlich biegen. Mit der Elektromobilität kann Volkswagen und das Land Niedersachsen (und im letzten Schritt die Bundesregierung) endlich wieder den Standort Deutschland zu einem echten Hort der Innovation werden lassen. Denn die Veränderungen auf der Welt finden auch ohne uns statt.
Meine Empfehlung an Matthias Müller, der ja jetzt nach einer Strategie für die Ausrichtung von Volkswagen sucht: Die Dieselentwicklung per sofort einstellen und die Produktion auslaufen lassen. Die freigewordenen Ressourcen mehrheitlich im Konzern auf den Elektroantrieb setzen und dem Rest der Ingenieure Zeit und Freiraum für neue Ideen geben. Im gleichen Atemzug zieht die Regierung die Subventionen für Diesel zurück und baut mit dem Geld Stromtankstellen mit einer Norm, einem Abrechnungssystem und einem Hersteller. Bei einem Investitionsvolumen aus gesparten Dieselsubventionen von 14 Mrd. € bis 2020 lässt sich sicher der eine oder andere Prozentpunkt Mengenrabatt bei den Säulen heraushandeln. Ggf. einfach bei Elon anrufen, Sigmar hat ja seine Telefonnummer. Dann klappt es auch mit 1 Mio Elektroautos bis 2022.

The Diesel story

Montag, 21. September 2015

Manipulation in USA (only?)

Volkswagen and USA have a long history. The brand has struggled for a long time, interrupted by some highlights like the new beetle and the genius Darth Vader commercial.

https://www.youtube.com/watch?v=R55e-uHQna0

But for the rest VW fought a loosing battle, because its vehicles are perceived as average vehicles sold for a premium price. That might work back home, but not in the most competitive market in the world. While Toyota introduced hybrid technology to meet California standards and address the environmental consciousness, the board of VW, Audi and others believed in Diesel technology to save the environment. If one looks at the refining process of Diesel, it is obviously a false assumption.
Together with Mercedes and BMW the german carmaker tried to convince Americans to buy german Diesel, while Toyota constantly improved hybrid technology and offers Lexus hybrids as well. The premium brand is sold big time in the US. It is a serious competitor for our german luxury brands. Many Germans can’t simply accept that fact, always comparing the success of Lexus in Germany to their beloved Audis or Benz. But we are talking US here. One of the biggest car markets in the world.

Remember, VW built a factory solely for the US market. VW developed a US version of the Passat sold for a much cheaper price in US. We are talking big investments for the North american market, which now seem to be wasted. Adding the penalty to those costs we aren’t even almost there. US buyers have a very very long memory. In the Nineties Audi had a break incident, which wasn’t a technical problem. But sales dropped to a fraction it once was and it took Audi 20 years to recover.

Now imagine what it will do to sales, when the company admits (and it already has!) fraud! The brand image got a huge hit and I wonder if it ever will recover from it. Maybe – with some huge luck – the EPA won’t penalize Volkswagen. VW will show a big chunk of humility and fire some high ranks and the public will forgive after a couple of years. Maybe. So get ready for some really once-in-a-lifetime performances from Winterkorn.
On the other hand it’s doomsday. Audi is already part of the sales stop, is Porsche next? Thank god Bentley and Lamborghini don’t sell Diesel, otherwise they’d be screwed too.

Hits are coming closer to home?

The most interesting part of it all will be played by the EU. It is a fair assumption, that this is not a single event in US. A german environmental organization has complained for a long period of time about some irregularities regarding Diesel engines.
Sales figures of Diesel in Europe should be around 40% (estimate). If – and that’s a big if – VW has manipulated in Europe too, it’ll face some serious trouble with a high likeliness of extinction. But let’s stay positive and wait for all the nice EVs presented on the IAA. Perhaps this was the external event necessary forcing this giant to rethink its course.