Mit ‘Kreativität’ getaggte Artikel

Das ist Leben ist so schön!

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Essen bedeutet Leben

Unter diesem Motto sollte ein emotionaler Trailer rund um das Erlebnis opentabs entstehen. Da wir mit dem gegebenen Budget unmöglich selbst Drehen konnten, mussten wir auf Datenbanken wie z.b. istockphoto zurückgreifen. Aber schön der Reihe nach.
Im ersten Schritt sah ich mir gemeinsam mit unserer Praktikantin diverse emotionale Trailer an. Natürlich waren da einige von Apple dabei, doch auch andere Firmen haben tolle Werbefilme um Ihre Produktidee gedreht. Von diesen Filmen ließen wir uns inspirieren; wobei wir entweder draußen unterwegs waren oder in einem abgeschlossenen Raum – weg von all dem täglichen Trubel – hockten und immer wieder von Neuem überlegten, wie man eine digitale, mobile Essensbestellung emotionalisieren kann.
Der Markenkern von opentabs beschreibt sich mit „In der Schlange stehen ist auch vorne blöd“, „Wartest Du noch, oder isst Du schon?“ kombiniert mit „So bestellt man heute“ bzw „Mobil, bargeldlos und ohne Warten“. Letztlich ist der offenkundigste Vorteil für den Nutzer der opentabs App tatsächlich die Zeitersparnis und der Verzicht auf Bargeld. Letzteres wird allerdings in der Öffentlichkeit immer strittig diskutiert, somit blieb das Thema Warten. Nun hatten wir zumindest den ersten Ansatz eines roten Fadens für den Film.
Als nächstes wollten wir eigentlich die tollen und leckeren Speisen unserer Kunden in Szene setzen. Dieses Unterfangen scheiterte jedoch schlicht an fehlendem Material von Burritos, Salaten oder ähnlichem. Die Gerichte eigenhändig filmisch festzuhalten konnten wir aus Zeit- und Ausstattungsmangel vergessen. Die besagten Bilder Datenbanken gaben hier leider auch nicht viel mehr her. Folglich überlegten wir, um wir Speisen irgendwie umschreiben konnten. Eine Liste mit Adjektiven wie sauer, scharf, lecker, usw war die Folge.

Daraus entwickelte sich die Idee mit eben diesen Adjektiven eine Geschichte zu erzählen. Das Verknüpfen von besonders schönen, emotionalen Momenten und passenden Beschreibung von Essen hatte letztlich folgende Trailer zum Ergebnis.

Die 20 Sekunden Version

Die 30 Sekunden Version

Digitalisierung des pagers von Vapiano

Dienstag, 20. August 2013

Die Digitalisierung von Plastik

Die Digitalisierung schreitet unnachgiebig voran und macht auch nicht vor der Gastronomie halt. Unser neuer Kunde dean&david nutzt ein altes Rufsystem, um die Kunden an den Tresen zu rufen. Die Integration von opentabs scheiterte bisher daran, dass die sehr stark schwankende Zubereitungszeiten in einer Filiale des Franchisekonzepts keine genaue Vorhersage für den Nutzer möglich machen. Die Herausforderung bestand demnach, diese Funktion irgendwie in das opentabs Universum zu integrieren.
Das Produktmanagement bestehend aus den Gründern Sebastian Heise, Dirk Röder und einem externen Dienstleister steckte also die Köpfe zusammen, um dieses Problem günstig und operativ simpel zu lösen. Jetzt wo die Lösung da ist, klingt es so einfach: Jeder opentabs Bon enthält einen Strichcode und am Ende der Produktionsstrasse im Restaurant steht ein Scanner, der die Infos vom Strichcode an unseren Server weiterleitet. Dieser generiert eine Push Nachricht für den Bestellenden und fertig ist die Digitalisierung der teuren Plastikteilchen. Abgesehen davon kostet unserer Lösung ca 30% von einem herkömmlichen Rufsystem.
Oh, und bei uns kann auch kein Plastikteil auf den Boden fallen und kaputtgehen, was dann mit 30-40 EUR zu Buche schlägt.

Dreharbeiten für den Spot „coffee to go“

Donnerstag, 09. August 2012

In der Schlange stehen ist auch vorne blöd. Drum kann man nun den „coffee to go“ per App vorbestellen und gleich mit dem Smartphone bezahlen.
In Vorbereitung für diesen Service drehen wir bereits einen Trailer, der den Ablauf für den Nutzer kurz und knapp darstellt. Als Drehort stellt uns netterweise die San Francisco Coffee Company Ihre Filiale am Kurfürstenplatz zur Verfügung.

Ab Januar 2013 soll es für Nutzer der opentabs App möglich sein, nicht nur die Bestellung aufzugeben sondern auch gleich über die App zu bezahlen. Hierfür muss eine VISA oder Mastercard Kreditkarte hinterlegt werden. Die Recherche zu dem Thema gestaltete sich ziemlich aufwendig, doch konnten wir über unseren Bekanntenkreis einen sogenannten Acquirer finden, der uns passable Konditionen einräumt und die Transaktionen abwickelt. Jetzt liegt es an den Entwicklern diese Funktionalität umzusetzen.

Sitzplatzbestellung in der Premiere Stechert Arena

Sonntag, 10. Juni 2012

Nach monatelanger Entwicklung hat heute unsere Software Ihre Feuerprobe. Als erste Funktion geht die Sitzplatzbestellung live!
Mit Nico und seiner Lebenspartnerin Romi fahren wir in Nico’s koreanischer Knutschkugel nach Franken zur Premiere von opentabs. Auf der Kopfseite der Stechert Arena der Brose Basket aus Bamberg können nun alle Gäste bequem per App bestellen und bekommen die Cola oder das Bier an den Platz gebracht. Die Kollegen von Freak City Catering haben extra einen „runner“ mit Getränkerucksack organisiert, der die Bestellungen vom iPad an den entsprechenden Sitzplatz austrägt.
Gleichzeitig drehen wir ein Erklärungsvideo, um die Idee besser vermarkten zu können. Hier ist ein kurzes Video selbsterklärend. Der Fokus des Video liegt im operativen Ablauf, weniger der Technik. Wie so oft muss die ja niemand verstehen, sie muss nur funktionieren.In der Regel brauchen unsere Kunden – Gastronomen – eine plastische Vorstellung über die Umsetzung vor Ort mit Ihrem Personal. Der Vimeo Kanal für opentabs wird angelegt.

Ergänzung | 10.06.2012
Im dritten Playoff läuft Bandenwerbung von opentabs in der Stechertarena. Mann sind wir da stolz drauf!

Wiee! schlecht geht’s

Mittwoch, 07. Dezember 2011

Sie verstehen nur Bahnhof? Dann geht es Ihnen wie mir bei der neuen Kampagne von Saturn. Deren Werbung fiel nun wirklich nicht durch Tiefgründigkeit auf. Allerdings bewegen Sie sich mittlerweile auf Schlecker Niveau. Aber vielleicht hat man die Kommunikation auch dem Bildungsdurchschnitt des Kunden angepaßt?
Viele werden jetzt sagen, "Ja aber alle reden darüber, auch und gerade weil es schlecht ist." Stimmt, aber das kann doch nun wirklich nicht im Interesse eines Unternehmens sein.
Man sollte Saturn den Rücken kehren und diese Firma nicht mehr unterstützen. Stattdessen bei Mediamarkt einkaufen gehen, schließlich bin ich ja nicht blöd.

Ferrero im Kino – steht ein Disney Zeichentrickfilm an?

Donnerstag, 01. Dezember 2011

Nachdem ich im Fernsehen entweder von allen mir halbwegs Bekannten Küsschen bekomme, bei Frauen meine ganze Pracht auf s Silbertablett lege, darf ich nun im Kino der animierten Trauer eines Milchglases und einer gewellten Schokostange beiwohnen.
Herr Storch von Ferrero hat richtig erkannt, dass Kinowerbung eines für sich hat, vor allem die relativ exakte Messung der Zuschauer. Die Freude der Besucher auf die Kinowerbung wird auch als Argument für diese Entscheidung aufgeführt. Damit das so bleibt, wäre ein Hinweis des Kinoverkaufpersonals bezüglich der Ausstrahlung dieses Comics wünschenswert. Außerdem bleibt die Hoffnung, dass die Werbung auf Zeichentrickfilme und „Teufelskicker & Co“ beschränkt ist. Aber wehe ich muß mir diese vor Klischees triefende Animation vor „Mission Impossible 4“ reinziehen, nur weil da eben auch die „junge Zielgruppe“ mit im Kino sitzt!
Hier der Link zum Video auf W&V

Product Placement auch in der Werbung – äh, wie bitte?

Dienstag, 14. Dezember 2010

Die eigentliche Idee der Produktintegration ist das Einpflanzen in ein TV/ Kinoformat, damit der Zuschauer die Marke wahrnimmt. Soweit, so klar. adidas beweist aber, das man diese Idee durchaus auf den Kopf stellen kann und integriert seine Marke in einen Film (ausschnitt) und nutzt das als Werbung.
Zum Einen hat man sich natürlich etwas zeitloses und gleichzeitig „kultiges“ gesucht. Die Brise Humor darf natürlich auch nicht fehlen. Die geballte „starpower“ tut ein Übriges, obwohl einige vielleicht sogar gratis mitgespielt haben – also ich hätte es getan.

Filme/ Geschichten transportieren Emotionen und das macht der Sportartikler sich zu nutze! Die Integration in ein bestehendes Format ist nicht der klassische Weg von product placement, basiert letztlich aber auf der Erkenntnis, daß die Filmindustrie nun mal die besten Geschichten schreibt und die Zuschauer weltweit mitreißt – selbst nach über 20 Jahren funktioniert das noch.
Allerdings hoffe ich, dass jetzt nicht H&M auf den Gedanken kommt die Abschiedsszene in „Casablanca“ irgenwie für sich zu nutzen.

Wie betreibt man Product Placement in den Nachrichten weltweit?

Donnerstag, 14. Oktober 2010

In den meisten Beiträgen geht es um Platzierung von Produkten in fiktionalen Stoffen, wie z.B. Kinofilme und TV Serien. Doch neben Musikvideos und Spielen bleibt immer noch Platz für clevere Ideen, vor allem wenn man schnell reagiert!

Der Ausrüster Oakley war schnell und vor allem sehr clever in seinem letzten Coup. Das Minenunglück in Chile hielt nachrichtentechnisch tagelang die Welt in Atem. Während die Bergleute in völliger Dunkelheit unter Tage auf Ihre Rettung warteten, brütete offensichtlich jemand bei Oakley eine geniale Idee aus. Die Kumpels brauchen Schutz vor der Helligkeit nach Tagen im Schwarz und was liegt da näher als ein kleines Set Sonnenbrillen zu liefern. Mit einem Marktwert von ca US$ 6300 (35 Stück) erzielte das Unternehmen weltweit einen Mediawert (in Sekunden Bildschirmzeit hochgerechnet auf Marktpreise für Werbung) von ungefähr US$ 40 Millionen – Front Row Analytics für CNBC.

Glückwunsch an Oakley für eine Produktplatzierung zur besten Sendezeit in den Nachrichten weltweit.

Product Placement geht nur mit bestimmten Produkten!?

Donnerstag, 07. Oktober 2010

Kürzlich wurde eine Studie von El Cartel veröffentlicht, die eine umfassende Erhebung in Deutschland unter Agenturen und Werbetreibenden zum Thema Product Placement durchführte. Dabei wurden folgende Produktgruppen als besonders geeignet eingestuft:

PKW & Motorrad, Unterhaltungselektronik, Getränke, Ernährung, Telekommunikation, Uhren & Schmuck, Körperpflege, etc. (mit abnehmender Eignung nach Ansicht der Befragten). Es ist selbstverständlich nicht von der Hand zu weisen, daß die genannten Produktgruppen auch die am häufigsten genutzten am Bildschirm sind. Bei der ersten ist es auch relativ einfach, schließlich wird in 90% aller Fällen ein Transportmittel benötigt und was liegt näher, als einen Hersteller um Unterstützung zu bitten. Ganz abgesehen ist es durch seine Größe schlecht zu verstecken.

Jedoch ist bei allem der kreative Ansatz vordergründig. Herr Kettmann wurde auch nicht müde darauf hinzuweisen, auch wenn das im Zusammenhang mit Geschäftsmodellen rund um Placement geschehen ist. Die Entwicklung im deutschen TV ist getrieben von Mediabudgets, was der völlig falsche Weg ist. Firmen suchen nach einer cleveren Integration und dies wickelt man mit den Kreativen vom Fernsehen ab.

Wie so etwas auch für ein Produkt aussehen kann, daß in der obigen Liste nicht mal an letzter Stelle auftaucht möchte ich hier kurz aufzeigen. Wie wäre es mit einer Bildungsstätte? Ein Ort an dem die relevante Zielgruppe sich zu Hause fühlt und sich absolut damit identifizieren kann. Um die werbetreibenden Unternehmen noch ein wenig mehr anzusprechen, nehmen wir eine Universität. Die Studenten werden in der Regel überdurchschnittlich verdienen und verfügen über eine höhere Bildung als die Allgemeinheit, sprich ein Fest für viele Marken – vor allem die, die Ihre Produkt durch Image verkaufen (müssen).

Harvard hat sein Image als Eliteschmiede mit Spaßfaktor in unzähligen Filmen zementiert. Geschickt, clever und mit einer Brise Eigenhumor. Kleine Liste gefällig?

Love Story (1970), Soulman (1986), The Firm (1993), With Honors (1994), Good Will hunting (1997), How high (2001), legally blond (2001) , Stealing Harvard (2002), 21 (2008) und ganz aktuell im Überraschungshit aus USA:

Folglich ist die These, jedes Produkt kann man integrieren, wenn die passende Geschichte es hergibt nicht allzuweit hergeholt. Doch dann darf es nicht in erster Linie um Mediabudgets gehen, sondern um den Inhalt und einen geschickten Weg der Integration.