Mit ‘iPhone’ getaggte Artikel

Bezahlen am POS, online, mobile…

Donnerstag, 03. September 2015

Die Händlerseite

Der Kampf um das Bezahlen am POS mit Plastikgeld geht in die nächste und vielleicht letzte Runde. In den vergangenen Tagen investierten VCs mehr als € 70 Millionen in Anbieter mobiler Kartenlesegeräte. Darunter die skandinavische Firma iZettle, die sich den Löwenanteil (60) sicherte, um nach dem Vorbild Square Capital den Händlern mit unbürokratischem Vorschuss kleine Finanzierungslücken zu schließen. Eine ausführliche Analyse dieser neuen Dienstleistung habe ich beim IT Finanzmagazin erläutert; letztlich wird hier ein POS Kartenterminal Anbieter plötzlich zum Fintech und erobert Marktanteile im ureigenen Markt der Banken.

Quelle: Square

Quelle: Square

Neben Square, die 2009 den sogenannten Dongel für iPhones/ iPads erfunden haben, tummeln sich iZettle (2010), sumup (2011) und  payleven (2012) in diesem Marktsegment. Während Square und sumup neben dem Kartenlesegerät auch gleich eine POS Infrastruktur aufbauen, begnügen sich payleven und iZettle mit den reinen Kartenlesern. Betrachtet man die Webseite von Square eingehend, so gibt es starke Ähnlichkeiten zum POS Kassensystem Pionier orderbird aus Berlin.
Neue Anforderungen an die Sicherheit der Lesegeräte brachten weitere Evolutionsstufen hervor. Vor allem im Kreditkartenland USA gibt es nun einen harten Schnitt weg vom Magnetstreifen hin zum sicheren Chip mit PIN. Die pfiffigen Dongel entwickelten sich stetig weiter und können nun neben Chip auch kontaktlose Zahlarten wie Apple Pay akzeptieren.

Während Square in USA erfolgreich Händler ausrollt, fehlen hier in Deutschland / Europa noch harte Fakten. Die klassischen Kartenlesegeräte (Knochen) sind auch nicht in ihrer Entwicklung stehen geblieben und bieten mobile, kleine Geräte an. Vor allem in der Gastronomie ist das entscheidend, will man doch nicht der Bedienung die Kreditkarte mitgeben. Diese Produzenten werden nun aber auch von anderer Seite in die Zange genommen. Eine völlig neue Gerätegeneration von Kartenlesern erobert gerade den US-Markt. Hinter clover steht einer der größten Kreditkarten-Acquiring-Banken der Welt: First Data. Das vom Design an Apple erinnernde Produkt Poynt wurde von Osama Bedier (Google Wallet und PayPal) gegründet und auch Wincor Nixdorf ergänzt sein Produktportfolio um eine aufgebohrte Kartenakzeptanzeinheit namens Albert. Was all diese neuen Produkte eint ist der Plattformgedanke. Externe Entwickler können in einem eigenen App Store Ihre Lösungen für die Kunden (Einzelhandel, Gastronomie, etc.) anbieten und distribuieren. Von Kassensystem, Schichtplanung über e-commerce, der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Diese Flexibilität wurde mit einem günstigen Preis und einem „all-in-one“ Ansatz kombiniert. Poynt bietet alle (künftigen) Zahlungsmöglichkeiten, ein zweites – zum Kunden ausgerichtetes – Display zur PIN Eingabe und sogar einen eigenen kleinen Drucker für nur US$ 299 an. Damit können kleine Betriebe von Apple Pay bis Bargeld alles akzeptieren, quittieren, verbuchen und anschließend auswerten. Die noch vor wenigen Jahren hippen iPad Kassensysteme stehen zu dieser neuen Gerätegeneration im direkten Wettbewerb und werden sich gerade im kleinen Einzelhandel gegen diese neue Konkurrenz schwertun.

Unterstützt von Mastercard und Visa werden weltweit Kartenterminals NFC fähig gemacht. Damit ist die Technik für den POS quasi gesetzt. Jetzt, wo auch Apple nach langem Zögern auf NFC setzt und von Android Pay flankiert wird, kommt den Handys und Wearables eine immer größere Bedeutung beim Bezahlen am POS zu. Damit droht allen anderen Anbieter von Lösungen zum Bezahlen am POS die Bedeutungslosigkeit.
Bei den Kassen selber sind kombinierte Lösungen klar im Vorteil. Ein Kassensystem + Kartenterminal + Flexibilität den individuellen Bedarf an Zusatzfunktionen hinzu zu buchen bieten derzeit nur Albert, clover und poynt. Man darf gespannt sein, ob z.B. orderbird die Software auf poynt anbietet und somit komplett aus dem Hardwaregeschäft aussteigt.

Die Nutzerseite

Allerdings sei die provokante Frage gestattet, ob es überhaupt noch der Hardware bedarf? Und mit Hardware ist hier explizit das Stück Plastik von Visa & Co gemeint. In der IT würde man die Plastikkarte als Medienbruch bezeichnen, der einer überholten Logik folgend eine digitale Transaktion analog unterbricht. Die wirkliche Revolution beim Bezahlen am POS ist bereits in den USA aktiv und kommt (hoffentlich bald) nach Deutschland: Apple Pay. Auf Betriebssystem-Ebene werden die Zahlungsinformationen hinterlegt und können direkt über ein NFC fähiges Kartenterminal aktiviert, oder durch ein SDK in jede App integriert werden. Damit umgeht der Nutzer die Eingabe von IBAN, Kreditkartennummer oder PayPal Anmeldung in Apps. Vor allem aber ist die Verankerung im Betriebssystem ein klarer Geschwindigkeitsvorteil gegenüber jeder am Markt befindlichen „Wallet Lösung“ am POS. Denn egal ob PayPal oder Yapital, es bedarf viel mehr Schritten bis zur Bezahlung:

  1. Handy entsperren
  2. App starten
  3. QR Code Scannen / App ans NFC Zahlterminal halten
  4. Zahlung authorisieren

versus dem Auflegen des Handys auf das NFC Terminal unter Nutzung von TouchID. So wird übrigens auch Android Pay funktionieren. Das Apple Pay begleitende Medienecho zeugt bereits von der damit einhergehenden dramatischen Änderung für die Zukunft am POS. Das Smartphone wird nun Zug um Zug die Geldbörse ablösen und sich weiter in den Alltag von uns allen einnisten. 91% der Menschen haben 24/7 das Smartphone ohnehin maximal eine Armlänge entfernt stets griffbereit. Die nostalgische Liebe zur Geldbörse wird auch vergehen, wie so viele andere Alltagssituationen unwiederbringlich durch das iPhone & Co verdrängt wurden.

Für Anbieter wie PayPal wird es nun schwer. Noch ist PayPal im Internet sehr erfolgreich, doch informierte Kreise vermuten die Erweiterung von Apple Pay auf klassische online-shops. Da verwundert es kaum, dass PayPal nun fast wöchentlich Akquisitionen oder neue Produkte bekannt gibt. So kürzlich PayPal Me zur Überweisung von Geld unter Freunden, um die Relevanz der Marke, sowie die Einsatzmöglichkeiten zu erhöhen.
Für das noch gar nicht richtig gestartete deutsche Konkurrenzprodukt paydirekt wird es umso schwerer. Weil die deutsche Bankenwirtschaft nach 15 Jahren Dornröschenschlaf nun im e-commerce ohne App Integrationen startet und so schon beim Start dem nächsten Trend hinterher läuft. Denn selbst Deutsche nutzen mittlerweile eher ihre Smartphones statt PCs. Weltweit ist das Phänomen Smartphone noch weitaus erfolgreicher. Die nächste Milliarde Menschen im Internet, kennen keinen Desktop- oder Laptop Computer. Die sogenannte dritte Welt in Afrika nutzt mit M-Pesa das Handy für jegliche Geldtransaktionen im Alltag und bewegte über CHF 1 Mrd. in 2014 über SMS. Wie müssen sich Flüchtlinge aus Kenia, Lesotho oder Mosambik hier in Deutschland fühlen, wenn man von Ihnen Bargeld verlangt? Vermutlich kommen die sich vor wie in der dritten (Technik-) Welt!

App s für den Alltag

Samstag, 11. August 2012

Die Digitalisierung nimmt stetig zu und das Smartphone entwickelt sich immer mehr zum wirklich nützlichen Helferlein – oder verlängerten Arm im Alltag.
Vor Jahren noch Zukunftsmusik, ist es heute natürlich schnell in einer Suchmaschine nach Antworten auf alltägliche Fragen zu finden. Das reine Telefonieren ist nur noch eine von vielen Funktionen des heutigen iPhone oder Android Telefons.
Die Zugauskunft oder der Fahrplan des ÖNV dienten neben der Wettervorhersage als zu Anfangs meist genutzte Funktionen. Im Laufe der Zeit eroberte das Telefon immer mehr Bereiche des Alltags und mittlerweile ist das Buchen, Reservieren und Kaufen von Zugtickets, Hotelzimmer oder gar Flügen Normalität. Doch das Smartphone integriert sich immer mehr in den Alltag und übernimmt zunehmend auch Zahlungsaufgaben. Vermehrt liest man vom m-commerce und den Problemen bzw Herausforderungen des Marktes. Zudem fallen immer wieder Begriffe wie NFC, Secure SIM und ähnliches.

Ein Blick auf das Hier und Jetzt verdeutlicht, dass selbst Deutschland im m-commerce angekommen ist. Die Deutsche Bahn erlaubt das Ausstellen und Bezahlen von Zugtickets bereits per App und kleine Nischen werden durch innovative Start-ups zunehmend auch besetzt. Erst kürzlich gab myTaxi die Bezahlung des Taxis nun auch in Ihrer Taxi App frei. Die US-Kette Starbucks verkauft in USA und Kanada mittlerweile jeden vierten Kaffee über die Smartphone App und will diese im Herbst 2012 auch in Deutschland einführen. Ein weiteres Start-up will gerade im Gastronomiebereich die Nutzung von iPhone und Android zur Regel machen und auch die mobile Bezahlung forcieren. opentabs aus München hat bereits eine Bestell App in Betrieben im Einsatz und wird in Kürze die mobile Bezahlung integrieren.

Während sich also an Techniken und Anwendungsgebieten theoretisch abgearbeitet wird, haben einige Firmen bereits Fakten geschaffen. Diese Vorreiter werden den Weg bereiten und vermutlich auch die Richtung nachhaltig vorgeben. Es ist im Grunde nur eine logische Weiterführung der Handynutzung, diese auch als Zahlungsmethode zu verwenden. Welche klassische Zahlungsvariante auch immer dahinter geschaltet ist, verschmilzt diese mit der App Nutzung und ist für den Nutzer gänzlich nebensächlich.

Derzeit sind hier die Kreditkarten vorne, bieten sie die wettbewerbsfähigsten Margen, doch schränkt dies die Nutzer ein. Leider verkennen die grossen Telkos erneut den Markt und fordern unrealistische Gebühren, die eine Amex alt aussehen lässt. Hier wird man einen weiteren Markt verlieren, weil man an die „schnelle Mark“ denkt. Mitleid ist allerdings unangebracht.

Neue Version von google plus zuerst auf iOS

Dienstag, 06. Dezember 2011

Wenn das mal keine Meldung ist. Das iPhone bekommt noch vor #Android die aktuelle Variante des Programms #google+ Sollte das ein Hinweis sein?

Neuigkeiten sind auf der Version nicht wirklich enthalten. Hauptsächlich Käfer getötet.

Dein Plus im Social Web » Das erste und +1zig wahre Blog rund um Google Plus und Co.

Product Placement auch in Musikvideos

Montag, 18. Oktober 2010

Natürlich ist das nichts Neues. BMW tut es in letzter Zeit verstärkt und buhlt so um die junge Kundschaft, denn letztlich dient PP dem Markenimage. Einer Marke zum Vorteil reicht natürlich Ihre technologische Führerschaft, die Macht der Marke und die daraus resultierende Kultposition.

Natürlich sprechen wir vom Obsthersteller aus Cupertino, dessen Produkte ohne das zutun des Konzern platziert werden. Eben weil Sie kultig sind und…weil Sie tolles leisten.