Mit ‘Diesel’ getaggte Artikel

Alle Argumente der deutschen VW Fans rund um Dieselgate widerlegt

Dienstag, 20. Juni 2017

Die Geschichte von Dieselgate

Ein Ära geht zu Ende und viele Deutsche benehmen sich, als würde man ihnen ein Bein amputieren. Mit dem Beginn von Dieselgate am 18. September 2015 schreitet die Demontage dieser viel gepriesenen Technologie kontinuierlich voran. Während andere die Chronologie des VW Skandals bereits bestens recherchiert haben, möchte ich mich am Verhalten meiner Mitbürger abarbeiten.

Denn beim Auto hört der Spass auf. Vor allem wenn es um die heiß geliebten deutschen Marken wie VW, Audi, BMW oder Mercedes geht. Schließlich haben wir die Welt mit unseren genialen Autos jahrelang beglückt und mobilisiert. Man hat uns eingebleut wie toll die Produkte sind und das nur wie so tolle Autos bauen und weltweit exportieren. Tja, und was soll ich sagen, der deutsche Michel hat das geglaubt.

Die richtigen Antworten auf falsche Argumente

Die Mär der einzigartig erfolgreichen Produkte

Auf dem Boden der Tatsachen zurückgeholt ist vieles nicht mehr so einmalig, innovativ und erfolgreich. Eingelullt von einer gleichgeschalteten Presse ignorierten wir jahrelang den Fakt, dass auch die Autonation Japan sehr erfolgreich Blechkisten in die ganze Welt schippert. Vermutlich wird denen die gleiche Propaganda aufgetischt wie uns. Übrigens im Fall von Japan sogar zu recht, schliesslich führte Toyota die Liste der größten Autohersteller jahrelang an.

Die Verschwörungstheorie der US Abwehrschlacht gegen VW

Bevor China für die deutsche Vorzeige-Industrie der größte Absatzmarkt wurde, war Deutschland lange Zeit der lukrativste. Das dürfte immer noch so sein, schliesslich bezahlen wir für die Autos aus Herstellersicht betrachtet nach wie vor Mondpreise. Doch der US Markt ist nicht zuletzt aus Image- Gesichtspunkten für die deutschen Hersteller enorm wichtig. Nur die Absatzzahlen von Volkswagen sind dort homöopathisch. Von den 1,45 Mio verkauften Autos im April 2015 fielen 30.009 auf die Marke Volkswagen. Damit ist das immer wieder in Foren viel bemühte Argument der amerikanischen Verschwörung gegen den so erfolgreichen deutschen Hersteller VW widerlegt. Zumal amerikanische Behörden auch anderen Marken saftige Strafen aufbrummten (2010 für Toyota  oder 2014 für Hyundai/ Kia).

Die Fakten-/ Gesetzeslage

Die Rekordstrafe für Volkswagen hat der Konzern sich redlich verdient. Das Unternehmen hat sich über Gesetze hinweg gesetzt und selbst nachdem es ertappt worden ist, wurde weiter gelogen, dass sich die Balken biegen. Mir ist es unerklärlich, woher die leidenschaftlichen Verteidiger von VW ihre Motivation hernehmen? Während Deutsche sich wegen Gartenzwerge Rechtsstreits liefern, Nachbarschaftskriege wegen ein paar cm Mindestabstand bei der Grundstücksbebauung anzetteln, gewähren sie einem Unternehmen vorsätzlichen Gesetzesbruch.

Viele führen hier nun an, die Gesetze seien von der EU viel zu streng ausgelegt. Nun, ich bin bekanntlich ein Kritiker der EU, aber in diesem Fall verlangt sie nichts unmögliches. Es gibt ja Fahrzeuge, die die Grenzwerte einhalten. Wenn die deutsche Regierung nicht interveniert hätte, gäbe es auch klare Regeln ohne Hintertüren. Es ist vielmehr so, dass die Kosten durch die notwendige Technik steigen und am Ende die Dieseltechnik nicht mehr marktfähig ist. Von der lästigen Auffüllerei mit dem Harnstoff mal ganz abgesehen. Diese Preismechanik kommt beim Klein- und Mittelklassehersteller VW besonders zum Tragen.

Es ist im Grunde ganz einfach: die Autoindustrie kann den Diesel sauber machen! Sie hat es nicht gemacht und stattdessen lieber betrogen, weil die Kosten für einen sauberen Diesel teuerer sind.

Warum bedeutet Deutschen die Gesundheit so wenig?

Der Katalysator

Schlussendlich kommen wir zum wichtigsten Argument überhaupt, nämlich der im Artikel 2 des Grundgesetz verankerten Garantie auf körperliche Unversehrtheit. Hierzu lohnt sich ein kurzer Blick in die Geschichte. Im September 1984 beschloss die deutsche Bundesregierung die Einführung des Katalysators mit einer 5 jährigen Übergangsfrist. Dies entfachte eine emotionale und vor allem ideologische Debatte rund um das Auto, dessen Mehrkosten und dem nahen Ende der Welt. Vermutlich ist es ein Treppenwitz der Geschichte, dass auch hier die USA die entscheidende Rolle bei der Umsetzung spielten. Vielen Deutschen war das Auto näher, als die Gesundheit Ihrer Familie. Die Verbesserung der Lebensbedingungen geriet in den Hintergrund vor der potentiellen Veränderung ihrer Mobilität.

Das Rauchverbot

Vor 10 Jahren wurde das Rauchverbot in Kneipen eingeführt. Natürlich nicht ohne den dazugehörigen Aufschrei. Die geschürten Ängste – irrational allesamt – reichten vom Ende der Kneipenkultur bis zum Massensterben von Gaststätten im ganzen Land. Viele Deutsche wähnten eine düstere Zukunft, wo sie sich das Bier selber aus dem Kühlschrank holen oder sogar selber kochen mussten. Man kann also festhalten, dass der gemeine Deutsche ein gesteigertes Problem mit Veränderungen hat. Diese Überreaktion hat gewissermassen Tradition und es gibt bereits Belege aus dem Jahr 1929. Diese Propaganda lässt vermutlich heute mehrheitlich alle Bundesbürger ob der Obskurität lächeln, während aber genau diese Mehrheit für schlechtere Luft Stimmung in Kommentarspalten oder Bierzelten macht.

Es herrscht heute ein Konsens, dass Rauchen die Gesundheit gefährdet. Rauchen ist auch Verursacher von Krebs. Argumentiert man nun wie die vielen Verteidiger des Diesel, ist es nicht zu 100% nachzuweisen, was den Krebs eines Individuums letztlich auslöste. Schliesslich gibt es 90 jährige Kettenraucher. Die Tausenden von Toten durch Abgase werden genau mit dieser Logik in Abrede gestellt und den Zehntausenden Asthmatikern andere Auslöser für ihre Atemnot attestiert. Schliesslich sei kein direkter Zusammenhang herstellbar.

Der Verteidiger des Diesel sieht im Fund von Arsen im Grundwasser von Bangladesch (Zeit, 14. Juni 2017) vermutlich kein Problem und möchte die deutsche Wasserversorgung von den Gängelungen dieser Reinhaltung befreien. Schliesslich riskiert man nur „Herzerkrankungen, Diabetes, Lungen-, Blasen und Hautkrebs“. Denn einen direkten Zusammenhang gibt es nicht, ebenso wenig wie zwischen Dieselabgasen und Asthmabeschwerden oder schlimmeren.

Selbsterkenntnis tut weh

Schlussendlich kann ich mir die Faktenverweigerung der deutschen Bürger nur so erklären, dass #fakenews oder alternative Fakten ein weit verbreitetes Phänomen und nicht nur einer bestimmten politischen Richtung vorbehalten sind. Denn die Anerkennung der Tatsachen käme dem Eingeständnis gleich, selber einem Marketingtrick der Autoindustrie aufgesessen zu sein. Man war schlicht und ergreifend verblendet vom „Bums im Anzug an der Ampel“ und dem niedrigen Verbrauch des steuerlich übervorteilten Diesel. Je mehr man fährt, desto besser für die Umwelt.

Wir waren überzeugt mit Diesel die Umwelt zu retten und zogen beim Tanken zu unserem Schutz Handschuhe an.

Die wahren Schuldigen: Politik und Autokonzerne

Was bleibt ist eine Technik, die von den großen Volksparteien CDU/ CSU und SPD als Lösung für die vom Verkehr ausgelösten Umweltprobleme beworben, und von den Herstellern als einzige denkbare Lösung entwickelt wurde.

Der Bürger, als das treudoofe Wahlvieh, tat wie ihm geheißen und kaufte kräftig. Bald jährt sich der VW Skandal zum zweiten Mal und die nahenden Dieselverbote in deutschen Großstädten schrecken die Bürger auf. Viele hoffen noch, Dobrindt möge weiter mauern. Doch die Zukunft lässt sich nicht aufhalten und die Priorität für die Gesundheit der Bürger wird siegen. Ich persönlich kann nicht verstehen, wie man seit Februar 2016 noch einen Diesel kaufen kann. Einerseits aus sozialer Verantwortung heraus, andererseits aber vor allem aus reinem wirtschaftlichen Interesse. Denn egal ob es noch 5, 10 oder 30 Wochen bis zum ersten Dieselverbot für EU1, EU2, EU3, EU4, EU5 oder EU6 Diesel dauert, der Wiederverkaufswert des Privatfahrzeugs mit einer durchschnittlichen Haltedauer von ca. 6 Jahren wird sich in Nichts auflösen. Schlaue Füchse verkaufen sofort den Diesel und kalkulieren mit spitzem Bleistift, ob er überhaupt ein eigenes Auto braucht. Falls ja, bei Elektroautos gibt es mittlerweile eine grosse Auswahl und die wächst ständig.

11 Millionen Gründe für eine elektrische Zukunft

Samstag, 03. Oktober 2015

Mit dem laufenden Skandal um manipulierte Abgaseinstellungen bei Volkswagen drängt sich die Frage auf, ob Diesel wirklich die Antwort auf den Klimawandel ist. Gleichzeitig bietet sich für die deutsche Automobilindustrie eine einmalige Gelegenheit reinen Tisch für ihren Irrweg Diesel einzugestehen und alternative Antriebskonzepte mit gleicher Vehemenz zu protegieren, wie sie es einst für den Diesel tat.

Diesel und Benzin – fossile Brennstoffe

Die Grundlage für Diesel und Benzin ist Erdöl, ein fossiler und vielseitiger Rohstoff. Aus ihm werden Kleidung, Plastiktüten , CDs, Medikamente und Nahrungsmittel hergestellt. Der größte Teil des Erdöls aber findet Verwendung als Fahrzeugtreibstoff. Bevor ein Auto damit fahren kann, bedarf es allerdings zuerst der Umwandlung von Öl zu Diesel oder Benzin.
Erdöl besteht chemisch gesehen aus Kohlenwasserstoffen. Der einfachste Kohlenwasserstoff ist Methan (ein Gas) mit einem kleinen, leichten Molekül. Die nächst größeren sind Ethan, Propan und Butan. Die größeren Moleküle stehen für den Treibstoff der Welt: Benzin, Diesel und Schweröle. Wenn das Rohöl aus dem Boden kommt, sind diese kurzen und langen Ketten völlig vermischt. Deshalb gibt es Raffinerien. Dort werden die verschiedenen Moleküle getrennt (Details dazu hier und hier). Benzin besteht aus eher leichten Anteilen, Diesel aus eher schweren. Das heißt in einem Liter Diesel stecken ca. 13% mehr Energie als in einem Liter Benzin. Diese zusätzliche Energie führt logischerweise auch zu mehr Abgase. Gleichzeitig unterliegt der Otto-Motor mit einem Wirkungsgrad von nur ca. 37% dem des Diesels mit ca. 42%. Jedoch muss der Hersteller einen enormen technischen Aufwand treiben, um die Dieselabgase einigermaßen sauber zu kriegen. Das Ergebnis haben wir alle in den vergangenen Tagen gelesen.
Der Vollständigkeit halber erwähne ich hier auch noch kurz den Biodiesel. Unumstrittener Vorteil des Bio-Kraftstoffs ist, dass bei der Produktion keine Abfallstoffe anfallen. Auch die Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen wirkt sich positiv auf die Umwelt aus. Allerdings trägt Biodiesel kaum dazu bei, das Klima zu schützen, denn auch er verbrennt! Darüber hinaus kann die geringe Nachfrage heute schon nicht mehr vollständig gedeckt werden und die Nutzung von Rapsfeldern verändert den Nahrungsmittelmarkt. Dies verteuert die Lebensmittel vor allem für Entwicklungsländer. Jeder Autofahrer ist in erster Linie Mensch. Der kann nicht ernsthaft damit kokettieren sein 2t Blech-Ungetüm zu bewegen und andere dafür hungern zu lassen.

Es lässt sich demnach festhalten, dass beide Treibstoffe fossil sind und die Umwelt stark belasten. Der vor allem durch die deutsche Industrie beworbene Vorteil des Diesels war nie einer für die Umwelt, sondern immer nur für die eigene Brieftasche und den Sprint an der Ampel.

Der Irrweg der Deutschen

Während der Rest der Welt – und deren Autohersteller – eher auf Hybrid setzten, hielt die deutsche Autoindustrie an Benziner und Diesel fest. Durch geschickte Vermarktung und niedrigeren Verbrauch wurde den Menschen suggeriert, dass ja weniger Treibstoff pro 100km auch gut für die Umwelt ist. Als Bonus gab es dann noch ordentlich Drehmoment und Subventionen oben drauf.
Den Erfolg des Toyota Prius und weiterer Hybridautos in Kalifornien ignorierte die deutsche Industrie sehr lange und kündigte regelmäßig passende Modelle an, die dann oftmals nie oder stark verspätet kamen. Neuester Trend sind Plug-In-Hybride wie der Porsche Cayenne, mit dem Lücken im Gesetz geschickt für pseudo-umweltfreundliches Marketing missbraucht werden (siehe auch ARD Beitrag 08/15). Und um dem Wahnsinn die Krone aufzusetzen, soll laut Verkehrsminister Alexander Dobrindt nun solch ein Fahrzeug mit kostenlosem Parken und der Nutzung der Busspur belohnt werden.

Damit sind wir auch schon bei der Rolle der Regierung. „Ich denke, die Regierung hört zu sehr darauf, was die deutschen Automobilhersteller sagen. Und wenn die falsch liegen, passieren die falschen Dinge.“, so Elon Musk beim Treffen mit Sigmar Gabriel. Hier wedelt der Schwanz mit dem Hund und offenbar kommt die Bundesregierung trotz eines solchen Skandals nicht zu Sinnen und macht weiter mit Klientelpolitik zum Schutz der deutschen Schlüsselindustrie, die trotz aller Entgegenkommen aus der Vergangenheit ja mittlerweile nicht mehr zum Schlüsselloch zu passen scheint.
So nutzen die Autohersteller grundsätzlich alle Lücken im Gesetz, um riesigen SUVs niedrige Verbrauchswerte auszuweisen (siehe hier ZDF Beitrag von 11/14) und verstecken sich hinter der Nachfrage am Markt. Doch genau hier sollte die Regierung regulierend eingreifen, so wie sie auch das Rauchen verbietet, Kindersitze vorschreibt oder die Zweirad-Helmpflicht einführt! Denn der Mensch ist selten vernünftig. Hier ist es Aufgabe der Regierung vernünftige Rahmenbedingungen zum Schutz aller vorzugeben. Zum Beispiel ist es einfach rational nicht zu erklären, wieso in Deutschland noch immer keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen festgesetzt ist. Die Argumente Pro-Rasen sind so emotional und unreflektiert wie die der Waffenlobby in den USA nach einem Amoklauf.
Interessanterweise geht auch kein Aufschrei durch die Republik, dass jedes Jahr mit Steuergeldern der Wert eines Berliner Hauptstadtflughafens (3,5 Mrd €) für die Diesel-Subventionen verprasst wird. Es ist dann auch verwunderlich, dass es den kleinen Mann nicht in Raserei versetzt, dass “die da oben” am häufigsten von diesen Subventionen profitieren, liegt doch der Diesel Anteil in Deutschland von z.B. BMW bei sagenhaften 75%! In der Retroperspektive erscheinen auch die 5 Mrd. € für die Abwrackprämie fast zynisch. Alte Autos wurden verschrottet und durch neue, umweltfreundliche ersetzt. Nach aktuellen Informationen sind auch in Deutschland 2,8 Mio. VW-Fahrzeuge vom Abgasbetrug betroffen.

Der Mixtur aus Ignoranz für neue Antriebskonzepte und dem inneren Zwang folgend neue Modelle größer und schwerer zu machen, begegnete die deutsche Autoindustrie mit immer neuen Kniffen in der Motorentechnik und irgendwann mit Tarnen, Tricksen und Täuschen. Dabei betätigt sich die Politik als Steigbügelhalter für eine kurzsichtige Produktpolitik zum Schaden aller – Steuerzahler oder Enkelkind.

Das Elektroauto ist so viel simpler

Dabei ist das Elektroauto so viel einfacher zu entwickeln. Genau das lockt branchenfremde Konzerne. Denn im krassen Gegensatz zu den Beruhigungspillen der Autopresse, dass Apple so schnell gar kein Auto bauen kann, sind die Fakten bestechend. Für einen echten Elektrowagen brauche ich weder Tank, Ölwanne, Motorblock, Einspritzelektronik, Getriebe, Getriebetunnel oder Kardanwelle. Es reicht ein Elektromotor in der Größe von ca. 6 Milchtüten und im Fahrzeugboden die Akkus. Der Schwerpunkt des Fahrzeugs ist damit so niedrig wie bei einem Formel 1 Rennwagen und der Platz unter der Motorhaube gleichzeitig Stauraum. Das Fahrwerk und die Sitze kommen von Zulieferern und das Blechbiegen lasse ich durch die alten Profis von GM, Toyota, VW oder Mercedes erledigen.IMG_6174kl
Dabei liegt der Wirkungsgrad von E-Motoren jenseits der 90% und die Stromquelle kann kontinuierlich durch neue Technologien umweltfreundlicher werden. Das Stromtankstellennetz wächst nicht zuletzt durch Tesla stetig an. Darüber hinaus ist der Zugang zu Tesla’s Supercharger ohne weiteres möglich, schließlich legte Tesla hier alle Patente zur freien Nutzung offen.

Einmalige Chance für Volkswagen weltweit umweltfreundlich zu führen

Der Verbrennungsmotor lässt sich nicht mehr wesentlich verbessern. Daran ändert niemand etwas, denn die Gesetze der Physik und der Chemie lassen sich nicht unendlich biegen. Mit der Elektromobilität kann Volkswagen und das Land Niedersachsen (und im letzten Schritt die Bundesregierung) endlich wieder den Standort Deutschland zu einem echten Hort der Innovation werden lassen. Denn die Veränderungen auf der Welt finden auch ohne uns statt.
Meine Empfehlung an Matthias Müller, der ja jetzt nach einer Strategie für die Ausrichtung von Volkswagen sucht: Die Dieselentwicklung per sofort einstellen und die Produktion auslaufen lassen. Die freigewordenen Ressourcen mehrheitlich im Konzern auf den Elektroantrieb setzen und dem Rest der Ingenieure Zeit und Freiraum für neue Ideen geben. Im gleichen Atemzug zieht die Regierung die Subventionen für Diesel zurück und baut mit dem Geld Stromtankstellen mit einer Norm, einem Abrechnungssystem und einem Hersteller. Bei einem Investitionsvolumen aus gesparten Dieselsubventionen von 14 Mrd. € bis 2020 lässt sich sicher der eine oder andere Prozentpunkt Mengenrabatt bei den Säulen heraushandeln. Ggf. einfach bei Elon anrufen, Sigmar hat ja seine Telefonnummer. Dann klappt es auch mit 1 Mio Elektroautos bis 2022.

The Diesel story

Montag, 21. September 2015

Manipulation in USA (only?)

Volkswagen and USA have a long history. The brand has struggled for a long time, interrupted by some highlights like the new beetle and the genius Darth Vader commercial.

https://www.youtube.com/watch?v=R55e-uHQna0

But for the rest VW fought a loosing battle, because its vehicles are perceived as average vehicles sold for a premium price. That might work back home, but not in the most competitive market in the world. While Toyota introduced hybrid technology to meet California standards and address the environmental consciousness, the board of VW, Audi and others believed in Diesel technology to save the environment. If one looks at the refining process of Diesel, it is obviously a false assumption.
Together with Mercedes and BMW the german carmaker tried to convince Americans to buy german Diesel, while Toyota constantly improved hybrid technology and offers Lexus hybrids as well. The premium brand is sold big time in the US. It is a serious competitor for our german luxury brands. Many Germans can’t simply accept that fact, always comparing the success of Lexus in Germany to their beloved Audis or Benz. But we are talking US here. One of the biggest car markets in the world.

Remember, VW built a factory solely for the US market. VW developed a US version of the Passat sold for a much cheaper price in US. We are talking big investments for the North american market, which now seem to be wasted. Adding the penalty to those costs we aren’t even almost there. US buyers have a very very long memory. In the Nineties Audi had a break incident, which wasn’t a technical problem. But sales dropped to a fraction it once was and it took Audi 20 years to recover.

Now imagine what it will do to sales, when the company admits (and it already has!) fraud! The brand image got a huge hit and I wonder if it ever will recover from it. Maybe – with some huge luck – the EPA won’t penalize Volkswagen. VW will show a big chunk of humility and fire some high ranks and the public will forgive after a couple of years. Maybe. So get ready for some really once-in-a-lifetime performances from Winterkorn.
On the other hand it’s doomsday. Audi is already part of the sales stop, is Porsche next? Thank god Bentley and Lamborghini don’t sell Diesel, otherwise they’d be screwed too.

Hits are coming closer to home?

The most interesting part of it all will be played by the EU. It is a fair assumption, that this is not a single event in US. A german environmental organization has complained for a long period of time about some irregularities regarding Diesel engines.
Sales figures of Diesel in Europe should be around 40% (estimate). If – and that’s a big if – VW has manipulated in Europe too, it’ll face some serious trouble with a high likeliness of extinction. But let’s stay positive and wait for all the nice EVs presented on the IAA. Perhaps this was the external event necessary forcing this giant to rethink its course.