Mit ‘BMW’ getaggte Artikel

Alle Argumente der deutschen VW Fans rund um Dieselgate widerlegt

Dienstag, 20. Juni 2017

Die Geschichte von Dieselgate

Ein Ära geht zu Ende und viele Deutsche benehmen sich, als würde man ihnen ein Bein amputieren. Mit dem Beginn von Dieselgate am 18. September 2015 schreitet die Demontage dieser viel gepriesenen Technologie kontinuierlich voran. Während andere die Chronologie des VW Skandals bereits bestens recherchiert haben, möchte ich mich am Verhalten meiner Mitbürger abarbeiten.

Denn beim Auto hört der Spass auf. Vor allem wenn es um die heiß geliebten deutschen Marken wie VW, Audi, BMW oder Mercedes geht. Schließlich haben wir die Welt mit unseren genialen Autos jahrelang beglückt und mobilisiert. Man hat uns eingebleut wie toll die Produkte sind und das nur wie so tolle Autos bauen und weltweit exportieren. Tja, und was soll ich sagen, der deutsche Michel hat das geglaubt.

Die richtigen Antworten auf falsche Argumente

Die Mär der einzigartig erfolgreichen Produkte

Auf dem Boden der Tatsachen zurückgeholt ist vieles nicht mehr so einmalig, innovativ und erfolgreich. Eingelullt von einer gleichgeschalteten Presse ignorierten wir jahrelang den Fakt, dass auch die Autonation Japan sehr erfolgreich Blechkisten in die ganze Welt schippert. Vermutlich wird denen die gleiche Propaganda aufgetischt wie uns. Übrigens im Fall von Japan sogar zu recht, schliesslich führte Toyota die Liste der größten Autohersteller jahrelang an.

Die Verschwörungstheorie der US Abwehrschlacht gegen VW

Bevor China für die deutsche Vorzeige-Industrie der größte Absatzmarkt wurde, war Deutschland lange Zeit der lukrativste. Das dürfte immer noch so sein, schliesslich bezahlen wir für die Autos aus Herstellersicht betrachtet nach wie vor Mondpreise. Doch der US Markt ist nicht zuletzt aus Image- Gesichtspunkten für die deutschen Hersteller enorm wichtig. Nur die Absatzzahlen von Volkswagen sind dort homöopathisch. Von den 1,45 Mio verkauften Autos im April 2015 fielen 30.009 auf die Marke Volkswagen. Damit ist das immer wieder in Foren viel bemühte Argument der amerikanischen Verschwörung gegen den so erfolgreichen deutschen Hersteller VW widerlegt. Zumal amerikanische Behörden auch anderen Marken saftige Strafen aufbrummten (2010 für Toyota  oder 2014 für Hyundai/ Kia).

Die Fakten-/ Gesetzeslage

Die Rekordstrafe für Volkswagen hat der Konzern sich redlich verdient. Das Unternehmen hat sich über Gesetze hinweg gesetzt und selbst nachdem es ertappt worden ist, wurde weiter gelogen, dass sich die Balken biegen. Mir ist es unerklärlich, woher die leidenschaftlichen Verteidiger von VW ihre Motivation hernehmen? Während Deutsche sich wegen Gartenzwerge Rechtsstreits liefern, Nachbarschaftskriege wegen ein paar cm Mindestabstand bei der Grundstücksbebauung anzetteln, gewähren sie einem Unternehmen vorsätzlichen Gesetzesbruch.

Viele führen hier nun an, die Gesetze seien von der EU viel zu streng ausgelegt. Nun, ich bin bekanntlich ein Kritiker der EU, aber in diesem Fall verlangt sie nichts unmögliches. Es gibt ja Fahrzeuge, die die Grenzwerte einhalten. Wenn die deutsche Regierung nicht interveniert hätte, gäbe es auch klare Regeln ohne Hintertüren. Es ist vielmehr so, dass die Kosten durch die notwendige Technik steigen und am Ende die Dieseltechnik nicht mehr marktfähig ist. Von der lästigen Auffüllerei mit dem Harnstoff mal ganz abgesehen. Diese Preismechanik kommt beim Klein- und Mittelklassehersteller VW besonders zum Tragen.

Es ist im Grunde ganz einfach: die Autoindustrie kann den Diesel sauber machen! Sie hat es nicht gemacht und stattdessen lieber betrogen, weil die Kosten für einen sauberen Diesel teuerer sind.

Warum bedeutet Deutschen die Gesundheit so wenig?

Der Katalysator

Schlussendlich kommen wir zum wichtigsten Argument überhaupt, nämlich der im Artikel 2 des Grundgesetz verankerten Garantie auf körperliche Unversehrtheit. Hierzu lohnt sich ein kurzer Blick in die Geschichte. Im September 1984 beschloss die deutsche Bundesregierung die Einführung des Katalysators mit einer 5 jährigen Übergangsfrist. Dies entfachte eine emotionale und vor allem ideologische Debatte rund um das Auto, dessen Mehrkosten und dem nahen Ende der Welt. Vermutlich ist es ein Treppenwitz der Geschichte, dass auch hier die USA die entscheidende Rolle bei der Umsetzung spielten. Vielen Deutschen war das Auto näher, als die Gesundheit Ihrer Familie. Die Verbesserung der Lebensbedingungen geriet in den Hintergrund vor der potentiellen Veränderung ihrer Mobilität.

Das Rauchverbot

Vor 10 Jahren wurde das Rauchverbot in Kneipen eingeführt. Natürlich nicht ohne den dazugehörigen Aufschrei. Die geschürten Ängste – irrational allesamt – reichten vom Ende der Kneipenkultur bis zum Massensterben von Gaststätten im ganzen Land. Viele Deutsche wähnten eine düstere Zukunft, wo sie sich das Bier selber aus dem Kühlschrank holen oder sogar selber kochen mussten. Man kann also festhalten, dass der gemeine Deutsche ein gesteigertes Problem mit Veränderungen hat. Diese Überreaktion hat gewissermassen Tradition und es gibt bereits Belege aus dem Jahr 1929. Diese Propaganda lässt vermutlich heute mehrheitlich alle Bundesbürger ob der Obskurität lächeln, während aber genau diese Mehrheit für schlechtere Luft Stimmung in Kommentarspalten oder Bierzelten macht.

Es herrscht heute ein Konsens, dass Rauchen die Gesundheit gefährdet. Rauchen ist auch Verursacher von Krebs. Argumentiert man nun wie die vielen Verteidiger des Diesel, ist es nicht zu 100% nachzuweisen, was den Krebs eines Individuums letztlich auslöste. Schliesslich gibt es 90 jährige Kettenraucher. Die Tausenden von Toten durch Abgase werden genau mit dieser Logik in Abrede gestellt und den Zehntausenden Asthmatikern andere Auslöser für ihre Atemnot attestiert. Schliesslich sei kein direkter Zusammenhang herstellbar.

Der Verteidiger des Diesel sieht im Fund von Arsen im Grundwasser von Bangladesch (Zeit, 14. Juni 2017) vermutlich kein Problem und möchte die deutsche Wasserversorgung von den Gängelungen dieser Reinhaltung befreien. Schliesslich riskiert man nur „Herzerkrankungen, Diabetes, Lungen-, Blasen und Hautkrebs“. Denn einen direkten Zusammenhang gibt es nicht, ebenso wenig wie zwischen Dieselabgasen und Asthmabeschwerden oder schlimmeren.

Selbsterkenntnis tut weh

Schlussendlich kann ich mir die Faktenverweigerung der deutschen Bürger nur so erklären, dass #fakenews oder alternative Fakten ein weit verbreitetes Phänomen und nicht nur einer bestimmten politischen Richtung vorbehalten sind. Denn die Anerkennung der Tatsachen käme dem Eingeständnis gleich, selber einem Marketingtrick der Autoindustrie aufgesessen zu sein. Man war schlicht und ergreifend verblendet vom „Bums im Anzug an der Ampel“ und dem niedrigen Verbrauch des steuerlich übervorteilten Diesel. Je mehr man fährt, desto besser für die Umwelt.

Wir waren überzeugt mit Diesel die Umwelt zu retten und zogen beim Tanken zu unserem Schutz Handschuhe an.

Die wahren Schuldigen: Politik und Autokonzerne

Was bleibt ist eine Technik, die von den großen Volksparteien CDU/ CSU und SPD als Lösung für die vom Verkehr ausgelösten Umweltprobleme beworben, und von den Herstellern als einzige denkbare Lösung entwickelt wurde.

Der Bürger, als das treudoofe Wahlvieh, tat wie ihm geheißen und kaufte kräftig. Bald jährt sich der VW Skandal zum zweiten Mal und die nahenden Dieselverbote in deutschen Großstädten schrecken die Bürger auf. Viele hoffen noch, Dobrindt möge weiter mauern. Doch die Zukunft lässt sich nicht aufhalten und die Priorität für die Gesundheit der Bürger wird siegen. Ich persönlich kann nicht verstehen, wie man seit Februar 2016 noch einen Diesel kaufen kann. Einerseits aus sozialer Verantwortung heraus, andererseits aber vor allem aus reinem wirtschaftlichen Interesse. Denn egal ob es noch 5, 10 oder 30 Wochen bis zum ersten Dieselverbot für EU1, EU2, EU3, EU4, EU5 oder EU6 Diesel dauert, der Wiederverkaufswert des Privatfahrzeugs mit einer durchschnittlichen Haltedauer von ca. 6 Jahren wird sich in Nichts auflösen. Schlaue Füchse verkaufen sofort den Diesel und kalkulieren mit spitzem Bleistift, ob er überhaupt ein eigenes Auto braucht. Falls ja, bei Elektroautos gibt es mittlerweile eine grosse Auswahl und die wächst ständig.

Elektro-Autos: Leistungs- und Preisvergleich

Freitag, 25. November 2016

Letztes Wochenende verscherzte es sich Mathias Müller, Vorstand VW mit einigen Kunden oder Bürgern gleichermassen. Die Elektromobilität könnte schon heute funktionieren, wenn die Kunden nur die Autos kaufen würden. Also anders ausgedrückt, das Angebot ist vorhanden, nur die Nachfrage ist nicht da.

Ohne das Ergebnis vorweg zu nehmen hat Volkswagen ein völlig unattraktives e-Fahrzeugangebot. Der Name Volkswagen spiegelt sich in jedem Fall nicht in den Preisen wieder. Hier bieten z.B. BMW oder Renault derzeit Alternativen an, die deutlich mehr Auto, Komfort und Reichweite zum gleichen oder gar günstigeren Preis bieten. Im Angesicht dieser Tatsache ist die Aussage von Müller nicht nur frech, sondern eher Spott und Hohn.

Vergleich Volkswagen

Als erstes fällt auf, dass man den eGolf nicht konfigurieren kann. Klickt man auf Konfigurator öffnet sich dieser zwar, doch der eGolf ist nicht dabei. Auf der kompletten Seite gibt es auch keinen Preis. Hierzu muss man am unteren Ende die richtige Schaltfläche drücken und gelangt auf die Seite der Produktbroschüren. Beim elektrischen up! hingegen gibt es einen Konfigurator, doch die Seitenstrukturen und Unterseiten ergeben überhaupt keinen Sinn.
Selbst auf der „E-Seite“ des Konzerns gleichen sich weder Aufbau noch Informationsgehalt der Golf- oder up! Unterseiten. Offensichtlich will VW hier gar kein Auto verkaufen, sonst würde man nicht tief in den Produktbroschüren vergraben nach der Reichweite des e-up! suchen müssen.

up!
27.495 € e-load up!, 82 PS
13.700 € TSI Blue Motion high up!, 90 PS

Die Reichweite NEFZ vom e-up! beträgt 160km und kostet ziemlich genau doppelt soviel als ein vergleichbarer up! mit Verbrennungsmotor.

Zum Vergleich kostet ein Renault Zoe R40 Intens 26.700€ (ab 24.900€) und bietet 400km Reichweite. Allerdings bietet die Zoe einen größeren Innenraum,  2 Kofferräume und ist ein reines Elektroauto. Der e-up! ist demnach alles andere als konkurrenzfähig.

Golf
34.900 € eGolf, 115 PS inkl. Navi Discover Media
22.710 € TSI Blue Motion Trendline, 115 PS inkl. Navi Discover Media
24.365 € TSI Blue Motion Comfortline, 115 PS inkl. Navi Discover Media
24.665 € TSI Blue Motion Comfortline, 125 PS inkl. Navi Discover Media
25.915 € TSI Blue Motion Highline, 125 PS inkl. Navi Discover Media

Die Reichweite NEFZ vom e-Golf beträgt 190km und kostet über ein Drittel mehr als die teuerste Alternative mit Verbrennungsmotor.

Zum Vergleich kostet ein BMW i3 mit 190km Reichweite auch 34.950 €, allerdings handelt es sich hierbei um ein deutlich geräumigeres Fahrzeug. Des weiteren ist der i3 als Elektrofahrzeug konzipiert und bei allen Teilen plus Produktion wird besonders auf die Umweltverträglichkeit geachtet. Für 1.200 € Aufpreis steigt die Reichweite auf 300km. Der Golf ist demnach nicht konkurrenzfähig.

Tesla Model 3 und die ewige Preisdiskussion

Nein, ich weiß natürlich auch nicht, was das Model ≡  kosten wird, doch möchte ich mit einigen Diskussionen um die zu erwartenden Preise mit Bezug auf die Preisgestaltung beim Model S aufräumen.

Viele scheinen mit der Mehrwertsteuer in Deutschland und derselben in USA ziemlich durcheinander zu kommen und leiten daher Mondpreise für das kommende Model ≡ ab. Im Raum stehen 35.000 US$ für die Basis.
Angenommen ein Model S 75 in der Grundfiguration kostet in USA 74.500 US$ (siehe Bildergalerie), dann handelt es sich hierbei um den Kaufpreis ohne Steuer. Diese ist von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich. Daher ist der Nettopreis des Model S 75 auch 74.500 US$.
Das gleiche Modell kostet in Deutschland 83.620 € brutto. Darin enthalten sind aber bereits die 2000€ Umweltbonus von Tesla, macht 85.620 € brutto Listenpreis. Bei aktuell 19% MwSt sind das 71.949,58 € netto oder beim heutigen Devisenkurs von 1,06 entsprechend 76.266 US$. Der Preisunterschied vom US Markt zum deutschen Markt ist auffällig gering. Interessierte können ja gerne mal die Preise für einen A8, Q7, C-Klasse in D oder USA recherchieren; der US Automarkt ist einfach günstiger.

Unterm Strich wird das Model ≡ also ca. 35.000 € netto oder 41650 € kosten. Nur weil es so schön ist, wollte ich den Slogan mal ausschreiben: Ford tried to kill s≡x !

 

Meine Veröffentlichungen aus 2015

Dienstag, 12. Januar 2016

Fintech

Der Höhepunkt im Jahr 2015 war eindeutig das Interview mit Pro7 „Galileo“ zu opentabs, dem von Sebastian Heise, Nicolas Plögert und mir in 2012 gegründeten Startup im letzten Sommer.
Das Video gibt es hier bei Pro7 zu sehen.

Im IT Finanzmagazin beschäftigte ich mit dem schweizerischen mobilen Payment Anbieter „Paymit“ und der Diversifizierung von Square vom POS Kartenlesegerät Hersteller zum Kreditgeber dank ausgeklügelter Big Data Analyse.

Automobilwirtschaft

Als ehemaliger Audianer haben mich die Autobauer nie wirklich losgelassen. Auch wenn ich nie wirklich Benzin im Blut hatte, ist das Fortbewegungsmittel hoch emotional. Doch den Funken ließ tatsächlich ein Unternehmen aus USA überspringen: Tesla. Ein Startup, dass die größte Industrie der Welt herausfordert und die Elektromobilität salonfähig machte.

Noch vor #dieselgate sah ich vor allem die deutschen – allen voran Volkswagen – Hersteller auf Abwegen oder am Ende des Lebenszyklus. Die digitalen Pioniere von t3n gaben meinen Thesen zur Zukunft des Autos Raum und zur CES vor wenigen Tagen ging GM exakt in die skizzierte Richtung mit der Investition von 500Mo $ in den Taxidienst Lyft. Einerseits freue ich mich natürlich richtig zu liegen, andererseits steigert dies nur meine Sorgen um den Arbeitgeber #1 in Deutschland.
Ebenfalls auf t3n erschien ein Resümee auf #dieselgate und das wir eigentlich alle Volkswagen dankbar sein müssen. Denn nichts half mehr, den Diesel (und Benziner) in den Vorruhestand zu schicken, als die peinlichen Betrügereien des zweitgrößten Automobilkonzern der Welt. Die Ankündigung von 20 Elektromodellen auf der IAA war vermutlich schon ein Vorbote aus der Entwicklungsabteilung des Konzerns, dass man die Physik eben nicht mehr weiter überlisten kann, außer mit Software.

A piece of white paper

Donnerstag, 27. August 2015

My recent blog post „the great pretender“ about electric vehicles and what it could mean for us from an environmental point of view got a lot of attention (at least where I’m coming from). That attention made me think, what exactly makes Tesla so successful? I’m sure, that probably many smart people have already made statements about it. So mine won’t hurt, right?

As a car manufacturer these days you face a lot of challenges. The treehuggers are never satisfied, cities are congested and the young generation continues to ignore cars. Twens are more thrilled about Playstations, Social Media or Smartphones. The icing on the cake is a decreasing shell life of a new model, which puts a lot of pressure on the R&D department. Those shorter lifecycles must be compensated, which also means less time to play around.
The worst part in my opinion is leadership. While other employees their age would be retired already,  men in their 60s manage those companies as they did decades ago. Many of whom are surrounded by „yes-men“ prepping everything according to the likes of those in charge. If you listen to some stories, one gets the feeling there are only a few customers and their titles usually start with a „C“ and end with an „O“. The core problem is the lack of leadership. There is none, only management. No wonder those companies don’t invent anything. They constantly improve the status quo, but never challenge it. Even on the peak of success, one should never get tired question yourself, your organization and product.

In California Tesla once started with a white piece of paper. At least that’s how I imagine it. Mr. Musk handed out a stack of white paper and the basic requirements electric, four wheels and a steering wheel to his crew. And man, they really went crazy, but they are dead serious.

  • While others take years to decide on the format of a plug, Tesla builds the biggest supercharger network on earth
  • While others fight with their dealerships over price stability and service, Tesla sells cars over the internet, including rewards for recommendations
  • While others argue about existing battery power, Tesla uses Laptop cells to offer 300km or more on a single charge
  • While others need a facelift to improve their excisting vehicles, Tesla simply updates the firmware as if the car is an app on your iPhone. That is – by the way – exactly how Tesla will introduce self driving capabilities to some of its customers and learn by collecting the data during beta testing.

As Elon Musk put it, Model S is a computer on wheels. Audi, BMW, Toyota, VW etc cannot cope with this revolutional and radical approach. The heart of their cars is a shiny block of metal and sucks up fossil fuels, but all there is left in the future is digital. The smartest people on earth in the most innovative IT companies of the decade are ramping up new mobility devices and I fear, that the old economy will be eaten by the new economy one more time. And this would leave us here in Germany with a huge problem.

If only those CxOs would let their trouble makers, crazy one and rebels off the hook with a clean slate. They would fill white paper with technological advanced, fantastic ideas and even more crazy failures to finally come up with something truly unique, special or how the world would say „german engineering“. Encourage your staff to do the impossible, to think different and let them change the world for you, before the world changes without you. Your Kodak or Nokia moment is almost here, make us proud again. Lead, don’t manage!

 

 

The great pretender

Donnerstag, 20. August 2015

You may have heard from the Elvis song „The great pretender“. I’ve chosen this title wisely, because here in Germany – the home of automotive innovations of the world – our government and the car industry work hand in hand pretending, that drastic change isn’t needed. The topic e-mobility almost always lead to heated discussions, which are barely objective. Rare, very specific occasions are named, often mixed with wrong conclusions and a great lack of knowledge. Here comes the third power into place: the media. It does its part to keep people at bay, meaning „pro combustion engine“, because that’s what the big three in Germany want. Sell big, heavy gasoline monster.

Facts

First step in solving a problem is recognizing there is one. So let’s look at the facts and by doing so, there is no direct connection to e-mobility in the first place.

Power source

Our earth is dying and we, the humans, are causing it. Not one single sane mind would doubt climate change. We just had over 40 degrees twice this summer in Germany. All across the world our weather goes nuts with floods, droughts, tornados, you name it. With 7 billion people on the planet and soon +10 we simply cannot allow them our lifestyle, if this lifestyle is powered like we power ours: with oil, coal and nuclear. Because if we do, we are fucked. That’s why we need another solution.

That brings us to sustainable energy sources like wind, solar, tidal wave plants etc etc. As long as the moon stays where it is, we’ll have waves. Weather systems will arise, the wind will blow. As an icing on the cake we have this giant nuclear power reactor which will always (well at least a few million years or so) rise in the morning and set in the evening: The sun.  All those power generators have one thing in common: The energy comes pretty neatly packed in cables, transported straight to your door step. It’s electric!

Skeptics may say, that producing solar panels, windmills etc also causes pollution. Hell ya, I don’t doubt that. But so do power plants, oil fields, refineries etc.

Engine powered by source

Many critics also say, that the electricity is produced with dirty sources like coal. Yeah, that may or may not be the case. But there is one tiny little detail, which all of you doubter out there must keep in mind. Once you purchase a Diesel or Gas car, once a city decides to buy a fleet of Diesel buses for public transportation, you are stuck with this dirty energy source for life(time of the vehicle). An electric platform gives you adaptability, it is energy source agnostic!

The only conclusion out of this logic – as fragile it may be is – can only be, the car/ transport industry need to go electric.

Prejudices versus electric cars

Repeatedly those three arguments come to mind, when one discusses about e-mobility.

  1. Electric cars are too expensive
  2. Electric cars only drive for less than 200km
  3. Electric cars cannot be charged anywhere

The answers to those questions are simple and the funny thing: There is one single car company proofing them all wrong. Tesla Motors. A company founded years ago with one vehicle: A roadster with an insane price tag. But they learned, adapted, changed, learned again, improved and then introduced one of the most exciting cars there is: Tesla Model S.

  1. Batteries are expensive. As the car industry has done with innovations well in the past, introduce them in the luxury segment with fewer units but customers with deep pockets. Over lifetime the technology slowly vaporizes through the cracks until it ends up in a tiny little shit box (see Airbags, power steering etc.)
  2. Model S driver easily go beyond those 200km on a single charge. By the way, 50% of the public drives less than 10km to work roundtrip, another 30% reaches their desks after 50km (Source). I know, 99,9% of all reading this claim, that this isn’t true. Don’t go crazy on me, because you are the 20% minority.
  3. This one is funny. Girls blow dry in the morning and guys shave. Apparently the access to electricity seems not to be a huge problem. Again it is Tesla with its Supercharger network who helps you out here while not at home.

Tesla supercharger

Solutions offered by german carmakers

Plugin Hybrids

Just recently the german public television broadcasted a piece, locating the biggest preventer of e-mobility within the industry and the government. Vehicles like a Porsche Cayenne receive a little electric engine and can drive up to 20-50km fully electric. But mainly the electric engine is used to get a little extra kick out of the 0-100 km/h.

Supported by the german government those insane gasoline guzzlers can be accounted for to decrease the overall fleet consumption mix. Our government doesn’t help the car industry by protecting their laziness. They have slept through the Hybrids (see Toyota Prius) and never really created a similar success. The bosses only thought bigger, faster and more power, instead of having a closer look to those mega cities around the world and how traffic looks like there. I’m sorry to disclose this, but it’s not all green grass, blue skies and clean air everywhere. It is even harder to believe, if you look at the facts of VWs unit sales across the world. China is the biggest market with 35% of all sales. Ever been to a chinese city? Man, all of them host millions and you are lucky to see the sky once a day.

Real electric

Only BMW takes this task seriously. In the mid 2000s the board made a bold decision and invested heavily in BMWi. I really admire their entrepreneurial spirit, but they also didn’t go the extra mile. Somewhere along the way they lost courage. The fantastic looking i8 comes as a hybrid and only the roomy i3 is available as a pure electric version. One can argue design, but I recommend everyone to take it for a spin. It’s huge, drives super smooth and the concept of renewable materials is unique.

The rest isn’t very innovative but pretending. They take regular vehicles and transform them to electric vehicles. This is wrong in two ways:

  1. God damn it, I want everyone to see, that I’m a treehugger. A little blue „e“ on the back of my Golf doesn’t do it
  2. An electric concept is built completely different, starting with the battery pack on the floor and with the lack of an engine compartment. Those technical requirements hardly can be adjusted to a regular car.

How to do it right

Tesla.

Also Renault/ Nissan have some interesting vehicles available. Just a few weeks back another company turned off stealth mode and entered the arena, causing a lot of noise in this corner of the news: Faraday Future from Gardena, CA. What strikes me is the fact, that USA is all of the sudden the technology leader and driver, while Mercedes, Audi and BMW try to keep up with them. Back in the days they were laughing at Tesla and their vision. After best ratings in crash tests, customer satisfaction, awards after awards and higher sales figures in California than A8, 7 series and S class combined, laughter lapsed into silence.

The future

Norway and California state are openly discussing to ban combustion engines by 2025/ 2030. Older fellows remember the tough regulations from California for pollution and how this became a global trend. It comes without saying, that our industry leaders realize the challenge at hand. That’s why Audi has announced a competitor to the Tesla Model X by 2018. Interesting side note: Audi sells this new SUV as a Tesla fighter. Strange world, huh? From forward thinking to a follower within a couple of years. By the way, Audi doesn’t go all in, since the SUV is not built all electric. It comes with other power sources like – ring the bell – combustion engine.

The biggest challenge for electric transportation is more charging stations. I still cannot believe, that a small start up from California installs thousands of chargers across the globe, while Europe agreed on a common plug last year. Now I can hear Elon Musk and his team rolling on the floor laughing. Rumor has it, BMW was in contact with Tesla to use their supercharger network. Again, strange world, huh?! Oh, talking about strange: Tesla has opened up their patents for everyone to use. This Musk guy gives our old economy a real headache!

In UK they consider charging through the air while driving on special lanes on the road, Tesla will soon build the gigafactory and researchers across the world try to increase the density of batteries.

elanes

I saved the worst for the final punchline. While google and Uber run pilots with (self driving) vehicles, there is one other tech giant supposedly entering the arena. Usually they literally destroy the old players or may transform them to suppliers. I’m talking fruits and I make a bet: If Apple really will sell cars, one of the big three in Germany will shrink to basically non-existant. And please, don’t argue with complexity and shit. They have so much money in cash, they can buy 2/3 of germans car industry and still have so much money left to book all advertising space in all car magazines in the world for decades.

 

The future is electric and I’m electrified. Go spark, share the love.

 

Dokumentationen sind schlimmer als Product Placement

Freitag, 16. Dezember 2011

Bereits vor 4 Tagen habe ich mich kurz auf google+ dem Thema angenommen, als der Spiegel die Untersuchungsergebnisse der Befragung von knapp 900 Jugendlichen zu sogenannten Dokumentationen (neudeutsch scripted Reality) veröffentlichte. Das Blatt legte noch einmal nach und fragte bei RTL direkt nach.
Zunächst einmal die Ergebnisse in Kürze: 50% der Jugendlichen glauben, Formate wie „Die Schulermittler“ stellen wahre Geschichten dar, 30% denken sogar es seien Dokumentationen von echten Familien/ Geschehnissen. Der Anteil von Hauptschülern als Zielgruppe ist hoch und gleichzeitig sind es auch diejenigen, die es eher als Realität einstufen.
Die Quote dieser billigen, realitätsfremden Sendungen ist selbst bei Kindern zwischen 6-12 Jahren mit 25% enorm. Bei dem bis 18 jährigen steigt es noch an.

Wirklich beschämend wird es erst, als der RTL Sprecher sich äußert. Da kommen einem – wenn auch nur kurz – Zensurgedanken hoch.
Laut einer Forsa-Umfrage glauben nur 18 Prozent aller Über-14-Jährigen, das bei „Familien im Brennpunkt“ und ähnlichen Sendungen tatsächliche Geschehnisse gezeigt werden. Doch über 60% ist es gleichgültig, ob es Real oder fiktiv ist.
Den Vogel schießt der Pressesprecher vom Schundkanal mit diesen Worten ab: „die Eltern sollten Ihre Kinder schon beim Fernsehen begleiten und Ihnen die Vorgänge erklären.“ Ach ja?
Wenn ich mich recht erinnere ist es um 14 Uhr KINDERprogramm und sollte daher keiner Anleitung bedürfen. „Heidi“ ging damals auch ohne meine Eltern.
Doch ich will den Sender in Schutz nehmen; ein klein wenig! Eigentlich sollte man die Produkte/ Firmen an den Pranger stellen, die mit Ihrer Werbung diese Qualität an Programm auch noch fördern.

Wenn ich mir all das anschaue und im Vergleich den öffentlichen Druck – vor allem auch der Medien – hinsichtlich product placement betrachte, frage ich mich erneut, was die Hexenjagd auf integrierte Werbung soll?
Jemand den neuen „MI4“ gesehen? Wer glaubt denn, dass BMW da zufällig drin ist? Und jetzt die Schlüsselfrage: Wieso wäre es schädlich, falls es jemand glaubt?
Der Film ist ein Film. Fiktiv. Das begreifen auch Kinder. Es ist eine Welt in die man abtaucht und die einen unterhält. Doch wie so oft in Deutschland haben Bürokraten das Zepter in der Hand, gepaart mit einer zutiefst ineffizienten, machtgesteuerten öffentlichen TV Landschaft, die Ihren eigentlichen Auftrag der regierungsunabhängigen Informationsversorgung bis auf Unterhaltung ausgedehnt hat. Tja und dann beim Thema Unterhaltung kläglich versagt. Wen wundert es? Beamte, die Fernsehen machen….

Synchronisation sieht – äh – hört sich besser an

Donnerstag, 01. Dezember 2011

Nachdem Audi seit Jahren die „Quattro“ Schiene fährt und seinen Allrad in Szene setzt, zieht BMW mit seiner Technik nach. Tests haben bewiesen, dass die Münchner das bessere System haben.
Doch in Sachen Kommunikation merkt man, dass die Konkurrenz an der Donau die Allradnummer schon ein wenig länger betreibt. Der neue Spot von Serviceplan entfacht keine Emotionen. Höchstens Entsetzen, dass die Synchronisation des Sprechers mit den Lippenbewegungen des Schauspielers schlecht umgesetzt ist. Der bewegt seine Lippen noch weiter, während der Sprecher schweigt.
Fernab von dieser Kleinigkeit, die aber meines Erachtens sofort störend auffällt, ist der Spot einfach langweilig. Eine beliebige Aneinanderreihung von Fahraufnahmen in Regen, Sturm und Schnee. Aber vielleicht soll die Werbung die (zu Unrecht) Belanglosigkeit dieser technischen Errungenschaft von BMW unterstreichen.

Zu sehen auf der Startseite von BMW.

BMW meldet sich zurück

Montag, 01. August 2011

Lange war es ruhig um die Niere aus München – wenn man Hollywood Placement als Maßstab nimmt.

Der Trailer von Mission Impossible 4 läßt allerdings erahnen, dass BMW wohl nicht nur einen 6er schrottet, sondern auch sehr zukünftig mit einem i8 unterwegs ist.

Die neue Agentur wiederholt wohl den „Stunt“ des alten Arbeitgebers Audi in „I, Robot“. Der RSQ führte damals in eine ferne Zukunft, landete aber nur wenig später als Audi R8 in den Verkaufsräumen. Man darf gespannt sein, was sonst noch so passiert.
In dem Zusammenhang ist es um die 4 Ringe sehr ruhig geworden. Preschte Audi doch mit signifikanten Platzierungen im internationalen Kino voran – ganz nach dem Motto Vorsprung durch Technik – kehrte nun seit nun mehr zwei Jahren fast völlige Stille ein. Schade eigentlich, denn viele Sperrspitzen automobiler Integrationen stammen aus dem Hause Ingolstadt und haben nicht zuletzt für den guten Ruf der Marke gesorgt.