Mit ‘Apple’ getaggte Artikel

Ein Wochenende mit der Apple Watch

Dienstag, 01. März 2016

Forschen und entwickeln wird bei MaibornWolff groß geschrieben. Daher gibt es technische Errungenschaften zum Ausleihen im Spielelabor. Als nun endlich die Apple Watch verfügbar ist, habe ich mich sogleich in die Liste eingetragen. Von Freitag nachmittag bis Montag abend hing die Uhr an meinem Handgelenk und fühlte sich nach anfänglichen Irritationen später dann fast natürlich an. An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich vor ca. 15 Jahren das letzte Mal eine Uhr getragen habe. Praktisch mit dem Aufkommen von Mobiltelefonen sehe ich keinen Sinn mehr in einer Uhr.

Smartwatch – kein überzeugendes Konzept

Meine Vorurteile haben sich im Grunde bestätigt. Der Mehrwert einer Uhr als erweiterte Anzeige meines Smartphones ist sehr begrenzt. Ich behaupte, dass es derzeit kein vernünftiges Argument für eine Smartwatch gibt; bis auf das eine Argument, dass man eine tragen möchte.
Natürlich ist die dezente Benachrichtigung über einen aktuellen Status per Vibration am Arm angenehm und der schnelle Blick auf die Uhr bietet z.B. den Text der SMS oder den jüngsten Retweet von Twitter. Allerdings ist die Interaktion mit dieser Information stark limitiert, denn die Dateneingabe gestaltet sich umständlich. Doch welchen Vorteil hat dann eine Smartwatch, wenn mir jemand eine SMS schreibt und ich das weiß, aber z.B. beim Abendbrot eben doch nicht antworten kann? Keinen. Letztlich ist es die Droge mit dem Extrakick für die Smartphone-abhängigen, die sofort über alles Bescheid wissen müssen und so den Pawlowschen Schwanz mit dem Hund wedeln lassen!

Rühmliche Ausnahmen sind hier Kalendereinträge, Aktivitätsaufforderungen oder die zwei Sekunden Ruhm an der Kinokasse, wenn man lässig die Kinotickets am Handgelenk trägt. Diese Vorteile rechtfertigen in meinen Augen aber nicht mal die Investition in eine Pebble Watch. In der Zwischenzeit fröne ich weiterhin der “Nicht stören” Funktion meines iPhones ab 21 Uhr und arbeite an meinem Speichelfluss, wenn es in der Hosentasche vibriert.

Apple Watch – intuitiv und nahezu perfekt umgesetzt

Das Gerät an sich ist wunderschön im Design, perfekt zusammengebaut und trägt sich sehr angenehm. Zudem ist die Zusammenarbeit mit dem iPhone nahtlos und endlich mal in gewohnter Apple Manier ausgeführt. Beim Koppeln tauschen sich die Geräte offensichtlich aus und es tauchen auf der Apple Watch die Programme auf, die ich auch auf meinem Smartphone installiert habe.
Die Nutzerführung ist intuitiv. Ich hatte überhaupt keine Ahnung über die Funktionsweise der Uhr und nach 3 Minuten den Dreh mit den unterschiedlichen Menüebenen raus. Hier hat Apple gute Arbeit geleistet. Ein sehr gut gibt es von mir nicht, weil die unterschiedliche Druckempfindlichkeit der Uhr nicht immer den gewünschten Effekt erzielt.

Zu guter Letzt bleibt natürlich noch das Thema Batterie. Artig, wie es sich für einen Smartwatch Besitzer gehört, habe ich auf jede Vibration reagiert und mir den Grund anzeigen lassen. Das eine oder andere Mal habe ich auch (versucht zu) interagieren. Inklusive einer innerstädtischen Navigation, mehreren Vorführbewegungen und 2x 5km Läufen habe ich die Uhr 2x aufgeladen und legte sie heute abend mit 80% Ladeleistung wieder zurück ins Spielelabor. Kurze Rede, langer Sinn: wer ein Smartphone hat, sollte mit dieser Akkuleistung klarkommen.

From pretending to announcing

Mittwoch, 16. September 2015

Annoucing EVs

Roughly a month ago I blamed the car industry for ignoring the fact, that they are missing out on e-mobility. Man, how that has changed over the last couple of days.

One couldn’t get around the news about the hottest electric concept cars at IAA in Frankfurt this week. Volkswagen and its many brands alone have announced no less than 20 EVs or plugin-hybrids. Audi made news with its Q6, which will offer an inductive-charging option as an icing on the cake. That’s also the case with Porsche’s stunning Mission E concept, which will run 0-60 in less than 3.5 seconds. There is one thing though, which is repeatedly used with all those new announcements: the benchmark Tesla.
Within a few years Tesla not only took on the biggest industry on the globe, it crushed their confidence and brand perception. Who would have bet on an US car manufacture to lead the bunch in customer satisfaction, safety and especially innovation? No one. The Mercedes star isn’t so bright any more, BMW doesn’t beam as sleek as it used to be and Audi rather follows than thinks forward. Furthermore it is crucial to acknowledge the fact, all those vehicles are concepts and only might come in 2018, 2019 or 2020.

History shows that concept cars often don’t become reality. How many promises weren’t kept from car makers regarding environmentally friendly improvements? Many. So let’s bookmark this IAA, when announcing EVs was kinda trendy. And keep the most precious thing in mind here: delivery!

Management attitude

The powertrain is one thing. On the other hand self driving vehicles will turn upside down the way cars are being built, sold and used.

Self-driving vehicles are a hype, which has absolutely no solid grounds whatsoever, Matthias Müller, CEO Porsche

I assume this quote wonderfully suits all the others in history, misjudging the near future. It perfectly matches another infamous quote regarding Henry Ford around 1903 „The horse is here to stay, but the automobile is only a novelty – a fad.“

We ride in driverless public transportation, planes are navigated by computers, while humans aren’t capable of accelerating off a green light efficiently. It makes me wonder, how one can discredit such magnificent chronological order as a hype. Either Mr. Müller follows an agenda or he shares his personal opinion. If the latter is the case, his statement reflects heavily on the company he works for and might have a negative impact shortly. The challenges laying ahead add up Mount Everestish and each single one of them should be dignified with an absolut solid, investigative and open mind.

Apple SIM leitet Untergang der Marken Vodafone, o2 & Co ein

Mittwoch, 05. August 2015

Apple könnte MNO werden

Seit gestern spukt die Meldung durch das Internet, Apple wolle sogenannter Mobile Virtual Network Operator (MVNO) werden und von den MNOs (also Vodafone und Co) Kapazitäten abkaufen. Diese Idee hat Sinn, vor allem mit der Technologie der Apple Sim in der Hinterhand. Aber der Reihe nach.

Nokia, Ericsson und Huawei sorgen für die Technik für den Netzausbau. Teilweise betreiben diese auch die Masten und verkaufen die Leitungen an die Mobilfunkbetreiber (MNO). Vor Kunde sind es die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica, AT&T und wie sie alle heißen, mit denen die einen Vertrag abschließen. Hierfür investieren die Firmen riesige Summen ins Marketing, wo sie doch letztlich ein völlig identisches Produkt verkaufen – ok mit Ausnahme von o2 und deren wirklich schlechtem Netz. Für den normalen Nutzer da draussen gibt es keine Mehrwerte, die die MNOs untereinander unterscheiden, von den markanten Farbgebungen mal abgesehen.
Alle Bemühungen zur Differenzierungen greifen nicht und tiefere Kundenbindungen haben die Telkos versemmelt. Hier denke ich z.B. an mPass oder generell die Wallets. Was für eine Chance und wie dilettantisch das Vorgehen. Letztlich wollen Kunden heutzutage eine schnelle Datenleitung und eine stabile Telefonverbindung. Denen ist doch völlig gleich, ob das 4G Netz Magenta, Rot oder Blau ist! Die Telkos sollten bei eON und RWE mal nachfragen. Die kennen das Problem, denn der Strom kommt aus der Steckdose und die ist in der Regel weiß. Welche „Farbe der Strom“ hat, ist der Hausfrau egal, Hauptsache der Staubsauger saugt Staub.

Fügt man nun die sogenannte e SIM hinzu, wird eigentlich schnell klar, welche Rolle das iPhone irgendwann mal übernimmt: die der Steckdose. Auf welcher Datenautobahn man dann fährt, ist doch völlig uninteressant. Es darf nur keinen Stau geben. Im Artikel ist ein Zeitraum von 5 Jahren angegeben. Das ist vermutlich realistisch, schliesslich braucht Apple die Mobilfunker noch.

Klangparade und Augenschmauß im digitalen Zeitalter

Montag, 19. Dezember 2011

Die Anleitung zum modernen Musikgenuss in den eigenen vier Wänden in der Capital 12/2011 ist Anlass für eine leicht abgewandelte Variante mit einem Extra.
Während sich Capital hauptsächlich auf Audio konzentriert und hier wunderschöne (teure) Netzwerkspieler und ähnliches propagiert, ist es doch eigentlich wirklich ganz einfach. Doch vorweg sei angemerkt, dass der folgende Text sich an iTunes Nutzer und Apple Freunde richtet. Wer aus welchen Gründen auch immer die Welt des Obstladen meidet, sollte gar nicht erst weiterlesen.

Folgende Punkte sind meines Erachtens für den Musikgenuß von heute extrem wichtig:
A) Nutzerfreundlich in der Bedienung
Das Verwaltung von Musik wird mit iTunes ziemlich einfach. Neben Wiedergabelisten kann ich die Lieder noch bewerten und all das als Filter benutzen. Sogenannte „intelligente Wiedergabelisten“ bieten mir obendrein eine Filterautomatik ohne mein zutun, z.B. eine solche Liste für den Interpreten „Muse“ sortiert automatisch neu hinzugefügte Lieder von „Muse“ in die entsprechende Liste.
Dies wird bei der Synchronisation mit externen Geräte ebenfalls berücksichtigt.

B) Bedienung fernab eines Computers über eine (mobile) Fernbedienung mit grafischer Oberfläche
Die Musikauswahl über einen Computer ist etwas unbequem, da der entweder einen festen Standort hat (PC) oder zu groß zum ständigen Herumtragen ist (Laptop). Eine Fernbedienung wäre hier also ziemlich komfortabel. Schön wenn diese auch noch grafisch die Bedienung unterstützt und hervorragend, wenn sie immer verfügbar wäre.
Als Nutzer eines iPhone, iPad oder iPodTouch in Verbindung mit dem Programm „Remote“ (gibt es kostenlos) kann man auf der Oberfläche der Geräte die Musikbibliothek bequem bedienen, in den Wiedergabelisten stöbern, diese bearbeiten und sich im Coverflow die Lieder ansehen. Da Remote mit WLAN arbeitet ist ein direkter Sichtkontakt mit dem Endgerät nicht notwendig.
Kleiner Bonbon: Über die sogenannten „DJ Funktion“ ist es sogar möglich, Gästen Zugang zur Bibliothek zu verschaffen und Liederwünsche zu gestatten. Je mehr Gäste „Rod Stewart“ wünschen, desto höher rückt er in der Wiedergabeliste.

C) Umweltfreundlicher Stromverbrauch
Die Verfügbarkeit der Musiksammlung sollte der Bequemlichkeit geschuldet immer gegeben sein. Dabei sollte sich der Stromverbrauch in Grenzen halten.

D) Wenig Kabel und mehrere Lautsprecher
Was stört das Auge mehr als herumliegende Kabel? Noch mehr Kabel. Allerdings ist es manchmal eine Herausforderung mehr als nur ein Zimmer zu beschallen, ohne dabei Löcher zu bohren oder Kabelschächte aufwendig hinter Fußleisten zu verstecken. Auch hier heißt das Zauberwort WLAN. Mit Airplay bietet Apple hier die Möglichkeit, die Medien – nicht nur Audio im Übrigen – über das bestehende WLAN Netz an die Empfänger zu übertragen.

E) Die Lösung
Hier hat der Artikel der Capital richtig die Netzwerkfestplatte (NAS) angepriesen. Es gibt eine Vielzahl von NAS auf dem Markt, einige bieten bereits Software zum Abspielen von Video und Audio. Der Speicherort ist demnach also eine stromsparende NAS, auf der Filme, TV Serien, Musik, Urlaubsbilder etc. abgelegt sind. Als Abspielgerät gibt es zwei Optionen, um oben genannte Vorteile der Apple Technologien zu nutzen:
1.) Apple TV
2.) Mac Mini

Die Apple TV (ATV) ist eine kleine Box, die sich ins WLAN einklinkt, den Zugang zum iTunes Store ermöglicht und natürlich Inhalte darstellen kann (Filme, TV Serien, Bilder, Musik etc.). Doch es gibt einen Haken. Die ATV ist sehr auf die Apple Welt abgestimmt und alles muß in iTunes importiert werden, damit sie es darstellen/ wiedergeben kann. Hier schafft die Firma firecore Abhilfe. Die ATV bekommt eine neue Software verpasst und kann nun auf eine NAS zugreifen und nahezu alles abspielen, was es auf dem Markt gibt – ohne dabei die Kernfunktionen zu verlieren. (weitere Details s.u.)
Der Mac Mini ist ein eigener Computer und läßt mit einer externen Tastatur auch noch das Surfen von der Couch zu. Damit auch der Mini unabhängig von der Apple Welt wird, braucht es eine Mediacenter Software; hier bietet sich aus eigener Erfahrung „plex“ (kostenlos) an. Die Vorteile eines zusätzlichen Rechnererkauft man sich mit einer geringeren Nutzerfreundlichkeit hinsichtlich der Steuergeräte. Während ich die ATV mit meinem iPhone steuern kann (die Version mit Firecore bietet auch Möglichkeiten für Android), benötige ich für den Mini unter Umständen eine Tastatur.

F) Der Aufbau – o.g. Geräte im Verbund
Hinweis: Im folgenden wird die ATV genutzt (meine Konfiguration), kann aber auch durch den Mini mit Plex ersetzt werden!

Apple Time Capsule als NAS (Speicherort)
ATV mit firecore als Abspieler
ATV über optisches Kabel an einen Verstärker angeschlossen (Übertragung 5.1 Surround oder digitale Töne)
ATV über HDMI an den TV angeschlossen
Apple Airport Express „verlängert“ ein WLAN
Apple Airport Express an aktive Boxen in der Küche angeschlossen
Apple Airport Express an aktive Boxen im Zimmer XY angeschlossen
iPhone mit Remote steuert:
– Lautstärke
– Ausgabeort: Wohnzimmer, Küche und/ oder XY

Zusammengefasst ist Ihr iPhone das Steuergerät, dass sowieso in Ihrer Hosentasche steckt. Es ist damit quasi immer am Mann und regelt das Abspielen der Medien, ganz gleich ob Musik oder Film von Ihrem Mediacenter (ATV und NAS). Diese können sie geistig vergessen, gleich wohl die ATV Fernbedienung aus geschliffenem Metall gut in der Hand liegt.
Obige Konfiguration kostet 299,- Time Capsule + 119,- ATV + 519,- iPhone 4 + ca 23,- firecore= € 960,00. Der von Capital vorgeschlagene Netzwerkspieler von T+A kostet alleine schon € 2790,00.

ATV mit firecore nutzen
1. Schritt Der Hack
Klingt schrecklich und kompliziert. Ist aber kinderleicht. Einfach der Anleitung folgen.

2. Schritt Die neue Software aufspielen
Ebenso einfach und gut beschrieben.

Los geht’s!

Airport Express

Airport Express


AppleTV (ATV)

AppleTV (ATV)


Mac Mini

Mac Mini

Vom Besten kopieren und Imagetransfer erhaschen?

Mittwoch, 07. Dezember 2011

Vom Besten kopieren und Imagetransfer erhaschen!?
Das mag sich LG wohl bei der Vorstellung des X Note Z330 gedacht haben. Die Ähnlichkeit mit dem MacAir ist frappierend – fast schon frech. Schade eigentlich, wenn ein gestandenes Unternehmen es nötig hat, so eine Kopie auf den Markt zu werfen, der ein entscheidendes Merkmal fehlt. Es ist nicht aus Cuppertino und deswegen leuchtet auf der Rückseite des Bildschirms auch nicht das Markensymbol.
Käufer des Gerätes sind also entlarvt. Allerdings biete ich Apple Aufkleber, die liegen den Boxen der Obstmarke immer bei und vielleicht ist dann die Kopie perfekt; zumindest wenn es hell ist.

Apple bleibt unangefochten die Nr.1 im Product Placement

Montag, 28. Februar 2011

Auch im Jahr 2010 führt der Obsthändler aus Kalifornien die Liste der Firmen an, die sich für die Produktintegration entscheiden. In 10 von 33 Filmen aus den Topcharts spielten Produkte von Apple mit, gefolgt von Chevi und Nike mit 24%. Das ist ein Abstieg zum Vorjahr, als noch 44% der erfolgreichsten Filme mit den Produkten versehen waren.
Eine Erklärung hierfür ist das strengere Regiment von Sony Pictures, die Konkurrenzprodukte aus Ihren Produktionen zu verbannen. Letztlich zeigt sich aber, dass nicht wie überall vermutet nur Autohersteller Placement betreiben, weil die ja so auffällig sind. Apple blickt auf eine lange Tradition im Placement zurück und rückt seine Produkte auf diese Weise immer wieder in den „hippen“ Fokus.

Apple macht Werbung für seine Werbung mit dem Disney Knaller Tron

Donnerstag, 16. Dezember 2010

iAd auf dem iPhone wurde ja nicht gerade frenetisch gefeiert. Nun steht die Einführung dieser Werbeform auf dem iPad kurz bevor und Apple läßt sich nicht lumpen. Die Markteinführung auf dem iPad wird in Zusammenhang mit dem Filmstart von Tron lanciert; eine gute Wahl, denkt man zum einen an die Ziel/ Fangruppe des ersten Films und die neuen jungen Kinogänger. Darüber hinaus ist High Tech das zentrale Thema des Films und die kühlen, futuristischen Grafiken kommen auf dem hochauflösenden Bildschirm hervorragend zur Geltung.

Nein, das ist keine Webseite. Das ist eine „iAd“.
Damit bleibt Apple seiner Strategie treu, das Markenimage durch Verbindungen mit der Filmindustrie zu schärfen. Hauptsächlich ist die Obstmarke durch Product Placement aufgefallen, versteht aber kreativ umzudenken und beweist einmal mehr einen guten Riecher für „hippness“. Das Blätterrauschen um das neue Disney Projekt ist jetzt 4 Wochen vor dem Start schon immens, konnten die Ahnen von Walt doch Firmen wie Coke Zero, Ducati und Coors als Werbepartner gewinnen.

Product Placement auch in Musikvideos

Montag, 18. Oktober 2010

Natürlich ist das nichts Neues. BMW tut es in letzter Zeit verstärkt und buhlt so um die junge Kundschaft, denn letztlich dient PP dem Markenimage. Einer Marke zum Vorteil reicht natürlich Ihre technologische Führerschaft, die Macht der Marke und die daraus resultierende Kultposition.

Natürlich sprechen wir vom Obsthersteller aus Cupertino, dessen Produkte ohne das zutun des Konzern platziert werden. Eben weil Sie kultig sind und…weil Sie tolles leisten.

Zuviel Product Placement kann auch gut sein

Mittwoch, 18. August 2010

Ich habe bereits mehrfach darauf hingewiesen, daß es um die geschickte Integration eines Produktes in die Handlung geht. Es muß glaubwürdig sein, warum das Produkt genutzt wird. Auch in der Hinsicht, daß der Charakter solch ein Produkt auch im wirklichen Leben kaufen und nutzen würde. Diese Grundvoraussetzungen werden auch dann nicht außer Kraft gesetzt, wenn die Rolle des Produktes dominant ist.

So geschehen in einer Folge von Modern Family mit dem iPad von Apple. In der 19. Episode der ersten Staffel will der „early adopter“ und Technokrat Phil unbedingt zu seinem Geburstag ein iPad, und zufälligerweise fällt dieser mit dem Verkaufsstart des großen Bruder des iPhone zusammen. Die Aussage „The iPad comes out on my actual birthday. It’s like Steve Jobs and God got together and say We love you, Phil.'“ ist nicht nur witzig, sondern nur eine von unzähligen Produktnennungen. Ein großer Teil der Folge dreht sich um das Gerät vom Obstlieferanten aus Cuppertino.

Das klingt nach „zuviel“, doch stört es den Handlungsfluß nicht, bleibt dem humorvollen Grundton der Serie treu und vor allem paßt es perfekt zum Charakter von Phil. Dies ist entscheidend. Denn alle anderen Technikfraggles drehten ebenso wochenlang am Rad, als dieses digitale Buch herauskam. Selbst Menschen, die ruhig blieben, können diese Eigenschaft nachvollziehen und mit der Figur von Phil verbinden.

Ein weiteres Beispiel ist die Reihe Transporter. Hier hat sich AUDI in der zweiten und dritten Folge massiv in Szene gesetzt und gestört hat es keinen. Die Figur Frank transportiert mit seinem Auto Dinge von A nach B, fragt nicht nach Inhalt sondern nur exakten Koordinaten. Letztlich ist es nur konsequent, wenn sich vieles in dieser Geschichte um das Autofahren dreht.

Product Placement ist eine kreative Fleißarbeit und keine Ware im 30Sek Takt

Samstag, 24. April 2010

Der Artikel im Handelsblatt mit dem Titel „Reklame mit fadem Beigeschmack“ spricht zwischen den Zeilen die Kernpunkte des Produktintegrationsprozesses an. Nur der Grundtenor ist leider negativ.

Die Zurückhaltung der Unternehmen ist verständlich, nachdem jahrelang konditioniert wurde, daß Product Placement mindestens so schlimm wie Steuerhinterziehung wenn nicht sogar noch viel niederträchtiger sei. Genauso viele Jahre lang wurde aber stillschweigend toleriert, daß dies nur auf deutsche Produktionen zutrifft. Ausländische Produktionen – hier vor allem die alles dominierenden Formatlieferungen aus USA – wurden und werden nicht gegeißelt für integrierte Marken und Produkte. Auch wenn hier regelmäßig zu den Premieren in Kino und TV internationale Unternehmen eine abgestimmte Werbekampagne starten.

Historisch bedingt wurde Product Placement untersagt. Allen anderen Aussagen zum Trotz ging es hier keineswegs um den Schutz des armen Verbrauchers vor den böse werbetreibenden Firmen. Der Hintergrund ist die GEZ und die Tatsache, daß man öffentlich-rechtlichen Sendern nicht erlauben will und wollte, daß diese noch zusätzliche Gelder über Produktintegrationen einnehmen. Daraus entstand dann die sogenannte Beistellung, also unentgeltliche Bereitstellung eines Produktes. Bei dieser Variante der Platzierung hat die Produktion eigentlich nur bei Autoherstellern einen echten Vorteil, vor allem wenn Fahrzeuge in Verfolgungsjagden Schaden nehmen (könnten). Die Fahrzeuge werden ja kostenlos bereitgestellt und entlasten so das Budget. Dies gilt auch für den Dampfer vom Traumschiff.

Seit dem 01. April ist nun alles anders, zumindest für die Privaten. Das Problem ist nur, das die Firmen wie beschrieben unsicher sind und gleichzeitig die Vermarkter noch kein Abrechnungsmodell entwickeln konnten. Hier tut sich die deutsche TV Landschaft leider ein wenig schwer, obwohl es doch eigentlich bereits vorgelebt wird. Placement ist keine Katalogware, die in Sekunden gemessen wird. Schließlich geht es hier um Kreativität und intelligente Integration. Das schließt aus, daß der Name eines Schokoriegels mehrfach bis zur Schmerzgrenze genannt wird und ich verweigere mich das Product Placement zu nennen. Die Kunst ist das Verweben der Marke/ des Produktes mit dem Filminhalt, dem Helden, einer Szene oder ähnlichem, so daß das Produkt nicht mehr wegzudenken ist. Gleichzeitig darf es aber nicht störend sein, denn der Zuschauer ist sehr wohl in der Lage zu unterscheiden, ob er platt mit Werbung zu geballert wird oder das Produkt passend eingefügt wurde. Bei letzterem ist ihm das Wurst. Hier dient z.B. Carrie von Sex and the City als gutes Beispiel. Carrie schreibt ihre Berichte in den Folgen auf einem Apple Laptop. Dieses Verhalten wird gelernt und geht ohne die penetrante Markennennung oder Logoschau über die Bühne.

Das ein Format nur eine bedingte Menge an Integrationen verträgt, sehe ich genau wie Herr Dopheide. Zumal das Bekleben von Tassen und Gegenständen mit Logos wieder nichts mit Placement zu tun hat. Das erinnert mich eher an die Champions League mit Ihren Bannern, Banden und Logo Tsunami. Das Thema Product Placement bedarf einer Fleißarbeit, nämlich dem Abgleich eines Markenkerns mit dem roten Faden eines Drehbuchs. Ohne eine Schnittmenge kein Placement. Und mit einer Schnittmenge muß auch hier gefeilt werden, so daß es paßt. Diese Mehrarbeit scheuen vor allem die Vermarkter, weil Sie in Werbewährungen denken und das ist Ihnen nicht einmal zu verübeln. Allerdings werden keine Millarden EUR mit Placement verdient. Doch werden sich einige Werbetreibende das Thema Placement als zusätzliche Stellschraube für Ihre Spot Platzierung zu Nutze machen. Ein gutes Placement ist die Königsdisziplin der „Bewegtbildwerbung“ und abgerundet durch eine entsprechende Kampagne ist es Brand Entertainment.

Das ist weder platt noch von der Stange. Deswegen ist es aber auch so effektiv !