Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Attention crypto traders, Bitstamp refuses to transfer money

Dienstag, 03. Oktober 2017

What’s the problem?

As most of you know, spring 2017 was crazy in $Crypto. So many coins made lift offs straight to moon (which basically means, weekly charts increasing by >10%). At one point in time, you might wanna take money off the table, e.g. preparing to pay taxes by the end of the year.
I’m a loyal customer with Bitstamp for years, but only in a one way street. Eventually Fiat (US$ or EUR) were transferred to Bitstamp to buy fractions of Bitcoins. But I’ve never tried to move money back to my regular account at comdirect. It actually never crossed my mind before, because I mostly HODL. This has changed dramatically in Q1and Q2.

After a little chitchat with a co-worker, I was made aware of a possible problem with the combination of Bitstamp and comdirect.

What happened?

Long story short: Bitstamp refuses to transfer money to my german bank. You should know, that comdirect is the online sibling of Commerzbank AG, one of Germany’s biggest banks. Both entities are listed on the Frankfurt Stock Exchange, Commerzbank even is part of Germany’s Top 30 index called DAX.

On August 11th I’ve made contact with Bitstamp customer service, after a transfer wasn’t even sent. From there on I’ve tried to get my money from Bitstamp to comdirect. In endless conversations with Bitstamp reps nothing changed their opinion on the subject. Lucky me, I have some sort of a direct line to comdirect, which lead to their customer service head calling me back several times, verifying, that neither comdirect nor Commerzbank have blacklisted neither Bitstamp or any other crypto exchange.

I’ve bent over backwards to encourage Bitstamp to talk to comdirect, not only in my behalf, but in general terms. I assume it’s a mutual interest for Bitstamp to sort out problems with a major bank in Germany for their clients. But man, was I wrong. They rejected my offers to hook them up several times and kept on asking for a statement of comdirect, that my transfer will go through.
In what world are you living? Thousands of SEPA are executed in minutes and Bitstamp expects, that the system somehow magically looks out for a specific one and let it go through? Well, at least Bitstamp has finally talked to my guy @ comdirect, but they won’t budge on the required statement.

Solution

It’s a good thing, I’ve checked on this problem way before year’s end. Today a nice chunk of Euros arrived from my Kraken account on my bank account with comdirect. No problem, no hassle, no arguments. Guess, comdirect isn’t the old grandpa, fighting against the new guy in town. Strangely it’s Bitstamp, which basically fights its own customers. Having said all this, I do not doubt, that Bitstamp suffered from rejections in the past, but what else do they expect from a customer to do? It is bad service from Bitstamp!

Well, I’ll move my business to Kraken. That’s so much easier than in the banking world.

I will always remember you Bitstamp, because I bought my first Satoshis with you.

Misstrauen gegenüber Angestellten erstickt guten Kundenservice bei M-net

Dienstag, 19. September 2017

Kundenservice könnte wenn er dürfte

Seit über 2 Jahren bin ich Kunde von m-net, dem glasfaserverlegenden Internet Anbieter der Stadt München. Die Kundenbeziehung zum Unternehmen war bis Mitte/ Ende August 2017 positiv. M-net lieferte zuverlässig Bits & Bytes und ich zahlte ebenso regelmäßig meinen monatlichen Beitrag.

Dann im August diesen Jahres begannen stetige Verbindungsabbrüche dieses ausgewogene Verhältnis zwischen uns zu stören. Als ein Mann mit ein wenig IT Hintergrund ging ich zuerst selber auf Problembehebung in Form von Strom- und Netztrennung des Routers – mitunter bis zum 10 Minuten lang. Doch die Abbrüche setzten sich fort. Hatte ich ein Gerät als potentiellen Auslöser ausgemacht, stoppte das Surfen auf einem anderen Gerät trotzdem. Im Angesichts der Bundestagswahl glaubte ich sogar den Wahl-O-Mat als Grund für die Abbrüche gefunden zu haben. Dann aber stoppte die Netflix Serie alle 3 Minuten. Die Abbrüche kamen in Wellen und verschwanden dann wieder für 1-2 Stunden.

Offensichtlich konnte ich mir selber nicht helfen: So rief ich den Kundenservice an und bat um Hilfe. Die Mitarbeiterin am anderen Ende bat mich um exakt die gleichen Handgriffe wie oben beschrieben und versicherte mir, dass sie die Leitung „mal ordentlich durchgepustet hat“ und jetzt alles behoben sei.
Am 01.09.17 wählte ich erneut die Nummer vom Kundenservice. Nach ca. 30 Minuten Warteschleife ging ich mit „Lautsprecher an“ in meinen Supermarkt, zum Bäcker und Gemüsehändler, und wurde nach 1 Stunde und 6 Minuten vom System mit

Leider sind alle unsere Mitarbeiter in Gesprächen, bitte rufen Sie wieder an!

getrennt. Die Gefühle Fassungslosigkeit, Wut, Enttäuschung und Frustration kamen in Wellen, verschwanden allerdings nicht wieder nach 1-2 Stunden. Auf der Webseite von M-net konnte ich eine Beschwerde im Formular absetzen und harrte der Dinge. Ich kann es wohl als Glück bezeichnen, dass ich die letzen Wochen selten die ganze Woche über in München war und mich so die schlechte Internetleitung nur am Wochenende nervte. Nach über einer Woche Schweigen seitens M-net recherchierte ich eine eMail Adresse aus meinem Postfach von deren Kundenservice und schrieb am 09.09.17 einfach mein Problem in eine alte Anfrage hinein.

Der Kundenservice reagierte auf meine eMail mit einer Rückversicherung, ob alles auch richtig angeschlossen sei. Mit ein wenig Abstand betrachtet, vermutlich nachvollziehbar. Die Tips mit „Stecker ziehen“ empfinde ich dagegen bis heute unangebracht, schliesslich sollte in meinem Profil doch ein Eintrag zu meiner Problemhistorie vorliegen.
Als guter Kunde beantwortete ich alle Fragen, erklärte erneut meine Situation und erhielt daraufhin am 12.09.17 eine Antwort, dass nun der technische Kundendienst übernommen habe, der sich schriftlich oder telefonisch bei mir melden würdet. Es meldete sich tatsächlich jemand bei mir, nämlich DHL mit der Ankündigung einer Lieferung von M-net. Am vergangenen Wochenende packte ich dann einen neuen Router aus, der aber genauso gut oder schlecht funktioniert wie der alte. Ich schrieb wieder eine eMail:

Unsere Technik kann Leitungsseitig keine Fehler feststellen. Gerne können wir Ihnen auch einen Techniker vorbeischicken, der sich das Problem vor Ort ansieht. Dies wäre allerdings kostenpflichtig*, sofern der Fehler nicht durch M-net verursacht wird. Sollte die Störung durch unsere Technik verursacht werden, ist der Einsatz natürlich kostenfrei. (* 47,45€ je angefangene Arbeitseinheit. Eine Arbeitseinheit beträgt 30 Minuten. Fahrtzeit/Anfahrt wird als Arbeitszeit berechnet)…

Folgende Frage formulierte sich bei mir im Hirn: Wann genau ist M-net Verursacher? Ich wählte eine neue Nummer aus der eMail 0800 2906090 und hatte Frau Bulus (oder so ähnlich) am Apparat. Sie bedauerte die wage Formulierung und versicherte mir, dass nur Kosten entstehen, falls ich die Kabel nicht richtig angeschlossen hätte. Apropos Kabel. In unserem Dialog stellte sie fest, dass in meinem Paket ein Ypsilon Kabel fehlte. Darauf hätte der andere Kundendienstmitarbeiter aber auch kommen können, bevor er mir €47,45/ 30 Minuten Kosten androht!
Frau Bulus kann mir das Kabel nicht bestellen, weil ihr die Befugnisse fehlen. Doch das Kabel gäbe es in jedem M-net Shop. Der Hoffnungsschimmer auf stabiles Internet trieb mich gestern Abend dann zum Bahnhof in ein M-net Geschäft. Dort gab es das Ypsilon Kabel allerdings nicht! Der Mitarbeiter versicherte mir jedoch die Verfügbarkeit am Stachus und rief dort sogar noch an. Im Stachus Geschäft angelangt, fand man das Kabel nicht. Nach meinem Drängen rief man den Vorgesetzten an, der nicht abhob. Danach wählte der Mitarbeiter die Kundenbetreuung, die wiederum versicherte, man könne das Kabel nicht bestellen. Der einzige Weg ist ein neues Ticket im System. Bis heute habe ich keine Bestätigung erhalten…

Fazit

M-net, wir müssen an Deiner Kommunikation arbeiten. Statt Millionen in Werbung mit glücklichen Models zu investieren, solltest Du vielleicht den Kundendienst mit einer Software ausstatten, die allen Mitarbeitern Zugriff auf die Kundenprofile ermöglicht. Hinsichtlich der Mitarbeiter im Kundenservice empfehle ich unter Umständen eine Gehaltsanpassung, was sicherlich die Motivation erhöht. Noch besser für die Motivation der Mitarbeiter wäre mehr Vertrauen in deren Entscheidungskompetenzen. Es ist schlicht lächerlich, dass weder der telefonische Kundendienst, noch die M-net Geschäftsstellen in der Lage sind, ein fehlendes Kabel im Wert von vermutlich unter €3,00 zu bestellen. Bei Euch arbeiten keine Schimpansen, sondern Menschen. Die denken in der großen Mehrheit mehrmals am Tag sogar selbstständig. Ihr solltet das mal versuchen. Am Ende gehen die nämlich lieber an die Arbeit und die Kunden fühlen sich nicht schikaniert.

Ich entziehe Euch jetzt einfach die SEPA Überweisungsbefugnis und kündige meinen Vertrag. Das wird Euch vermutlich aufwecken. Blöd nur, dass es zu spät ist.

 

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Aktualisierung

Nachdem ich meinen Blogbeitrag auf der Facebookseite von M-net platziert hatte, rief auch binnen 24 Stunden ein Hr Kowalski (o.ä.) bei mir durch und erklärte mir in einer geschult ruhigen Art, das ich natürlich nichts zahlen müsse, sofern die Kabel richtig angeschlossen sind. Zudem hätte das Ypsilon Kabel mir nicht weitergeholfen, sondern ausschließlich ein Techniker.

Die meldeten sich zwar nicht wie versprochen Ende der Woche, sondern erst Montags, allerdings läuft seit dem 29.09. mein Internet wieder normal. Der Techniker wechselte am Schaltschrank an der Strasse irgendein Teil aus und die Abbrüche hörten sofort auf. Nach einem langen Wochenende surfe ich nun wieder so wie es sich gehört.

Dann rief noch die Vertragsabteilung an und hat mich mit relativ viel Geld bestochen, den Vertrag nochmal zu verlängern. Am Ende bleibt jedoch mein Fazit, die Kollegen besser auszubilden und vor allem die Anzahl der Mitarbeiter aufzustocken. Es kann nicht sein, dass Kunden 30+ Minuten auf eine Hilfe warten müssen.

My other car is a reservation: Tesla Model 3

Dienstag, 08. August 2017

How I became a Tesla Model 3 reservation holder

For your information, I’ve worked for Audi from 2002 until 2009 in various positions, while the last one was by far the most exotic and illustrious: Product Placement. In 2005/6 I was based in Santa Monica, CA. As you might know, in movies they mostly drive the newest, coolest cars a manufacturer can deliver. In my case from S4 to R8, the whole nine yards. Having said this, I still admire Audi for its interior design, which still uses the highest qualities in any material used.

But the moment I left the company this desire faded quickly. I moved to Munich, where daily commutes suck big time. Here you ride a bike or the subway to work or to go places. The Porsche 911 Targa from 1985 in babyblue, which I bought in Los Angeles, was reserved for sunny weekends during the summer. Man, I loved that car with its sentimental value, although my interest in vehicles in general faded away. Until I kept on reading about Tesla and their uncomprimising approach. Just a few weeks prior VW’s #Dieselgate I wrote this post about the future of mobility. It only took me a little over a week to write down my train of thoughts in a second post about Tesla. The brand sparked my interest in cars again, or I got electrified so to speak. Lucky me I had the chance for a short test drive in a Model S plus a loan for a couple of days for two pieces for t3n digital pioneers.

There is absolutely no doubt, that the interior lacks the quality materials used in an Audi. It is also obvious that gaps between parts/ components are not as thin. But once you start rolling in a Tesla, those things become irrelevant immediately. The company manages to provide you an iPhone on wheels, combined with unthinkable torque and a good conscience on top of it. While Dieselgate unfolded, rumors of an affordable Tesla made the rounds. And it dawned on me, that my Porsche 911 must go for the inevitable future of mobility.

The day has come: 31st March 2016

Yes, I was one of those standing in line in front of a Tesla store on the morning of 31st of March 2016. I can’t tell you how shocked I was to see a line at 8:40. We are talking Munich, the home of BMW! And still, people were lining up for making a reservation for an electric car, which nobody has even seen yet and won’t go on sale for at least two years. The first in line have even camped out! Weird.

Around 10ish I reached the computer and placed two reservations. Of course I stayed up at night to watch the show. After the unveil I decided within a second, that I’m going to keep the reservations.

How to claim Bitcoin Cash on a Nano S

Sonntag, 06. August 2017

It’s been almost a week since the Bitcoin network split into two chains. Now there is

  • Bitcoin or $XBT or $BTC, which is the original chain
  • Bitcoin Cash or $BCH, which is the latest offspring

Everyone who held BTC in a wallet including the private keys to that wallet now also owns BCH. This event is also called „airdrop“. The universe has a gift for you, free money. Well, that is, if there is a market for it. BCH is traded on many exchanges now at roughly 240$ today.

I own a Ledger Nano S, which also offers me access to the private keys. There was a lot of confusion about how to claim the BCH with the Nano (S). The french manufacturer didn’t do a proper job in documenting how to to that. There are reports of people, who „lost“ their Bitcoins (which turned out _not_ to be true). I waited a couple of days to let the dust settle and claimed my Bitcoin Cash yesterday after a thorough research on the internet.

This is the site, you need to go. Follow the instructions step by step and you’ll claim BCH very easily. The trick (and misunderstanding from the manual posted on medium) with those buttons called MAIN and SPLIT is explained on the bottom of my recommended site. I followed through with the split, meaning, I’ve moved my BCH away from the main chain for security reasons to a split account. Now, I always have to choose Bitcoin Cash Wallet on the device and then in the chrome app:

  • Bitcoin Cash wallet
  • Split

because my coins are on the Split wallet. My Main is at zero, because I’ve moved my BCH. Please also be aware, you choose Bitcoin Cash app on the device before following through. Don’t move your BTH to an BTC address!

New investment strategy, part III ($crypto15)

Dienstag, 18. Juli 2017

I’m switching to english, because what I’m going to say may be of interest for people outside of Germany also. On 17th September 2016 I’ve put some money aside to test p2p lending platforms and a roboadvisor (read here in german). Recently I’ve canceled the roboadvisor. Its performance in comparison to our german index DAX was average, to put it mildly.

Now I have a new bag available and because I’m deeply convinced that $Crypto is the future, I will open my personal $Crypto 15 index. This basically means, I will buy the top 15 currencies according to coinmarketcap.I personally think (and hope), that the turmoil at the markets in sight of the possible hard fork of bitcoin offer a unique buying opportunity. 

This $Crypto15 will represent equal shares, meaning every currency will be bought with the same value in Bitcoin. This is a little different than how one builds germany’s DAX for instance, but I strongly believe, that even smaller projects have the same potential than any other and should therefore weighted equally. Some may disagree with this approach, but that’s how I’ll proceed. Furthermore I won’t act on changes of those 15, meaning if the ranking based on market capitalization will change over the next 365 days, I do not adjust this portfolio accordingly. In Germany all profits are tax-free after this period of HODL. #ballsofsteel

For maximum transparency you will find a snapshot from 17th July 2017, which defines the selection of the 15. On a little side note, please acknowledge that I needed to include 18, so I could find trading pairs against BTC on Bitfinex and Bittrex. Bitconnect (BCC), Tether (USDT) and Veritaseum (VERI) didn’t make it into my bags. Bummer, I already have missed a cheap weekend, therefore I try to find a market entry in the next days. I bought the first batch of roughly 25% of the total volume yesterday.

Well, fingers crossed, this turns out to be a good idea.

Neue Anlagemöglichkeiten dank Roboadvisor, Teil II

Montag, 17. Juli 2017

Exakt vor 10 Monaten habe ich bei diversen Roboadvisor Konten eröffnet und Geld angelegt (siehe hier). Mit dem heutigen Artikel ziehe ich für den klassischen Roboadvisor scalable Revue.

Die Benutzerführung sowohl auf der App (iPad Version) und der Webseite sind tadellos. Man findet sich sehr schnell zurecht und die Informationen sind auf das Nötigste begrenzt, ohne, dass wirklich etwas vermisst wird. So ist die Rendite mit einem Blick zu erfassen und fällt mit 1,21% mäßig aus. Vor dem Hintergrund, dass der Dax im gleichen Zeitraum eine Rendite von weit über 10% aufweist, fällt scalable hier deutlich ab. Selbstverständlich ist der Vergleich nicht korrekt, denn der Roboter legt nach Gefährdungspotential an. Das bedeutet nicht ausschließlich in Aktien, sondern auch in Anleihen, Rohstoffen oder Immobilien. Das vergangene Jahr war nicht arm an globalen Krisen(herden) und die Anzeichen eines Einbruchs am Aktienmarkt durchaus wahrscheinlich. Am Ende aber sorgte vor allem die Trumpwahl für einen Turbo an den Märkten, dessen Komprimierung erst in den letzten Wochen nachlässt.

Allerdings ist 1/10 der Rendite zumindest für mich persönlich nicht ausreichend für eine Diversifizierung mit Gefahrenallokation. Daher habe ich das Konto gekündigt. Zu meiner Überraschung hat sich sogar am Sonntag, also gestern, jemand sogleich auf meine Anfrage gemeldet und mir das entsprechende Formular zugesandt. Letztlich rundet das für mich das Bild ab:  scalable bietet ein schönes und selbsterklärendes UI und eine wirklich positive UX. Ich habe einfach nur mehr Erwartungen an die Verzinsung und investiere das Geld in den nächsten Tagen woanders, Infos folgen.

Die p2p Plattformen werde ich genau nach einem Jahr – also in 2 Monaten – näher bewerten. An dieser Stelle kann ich aber schon andeuten, dass sich die Ausfälle bei den Kleinkrediten in Grenzen halten und die Rendite jedes Sparkonto schlägt.

Alle Argumente der deutschen VW Fans rund um Dieselgate widerlegt

Dienstag, 20. Juni 2017

Die Geschichte von Dieselgate

Ein Ära geht zu Ende und viele Deutsche benehmen sich, als würde man ihnen ein Bein amputieren. Mit dem Beginn von Dieselgate am 18. September 2015 schreitet die Demontage dieser viel gepriesenen Technologie kontinuierlich voran. Während andere die Chronologie des VW Skandals bereits bestens recherchiert haben, möchte ich mich am Verhalten meiner Mitbürger abarbeiten.

Denn beim Auto hört der Spass auf. Vor allem wenn es um die heiß geliebten deutschen Marken wie VW, Audi, BMW oder Mercedes geht. Schließlich haben wir die Welt mit unseren genialen Autos jahrelang beglückt und mobilisiert. Man hat uns eingebleut wie toll die Produkte sind und das nur wie so tolle Autos bauen und weltweit exportieren. Tja, und was soll ich sagen, der deutsche Michel hat das geglaubt.

Die richtigen Antworten auf falsche Argumente

Die Mär der einzigartig erfolgreichen Produkte

Auf dem Boden der Tatsachen zurückgeholt ist vieles nicht mehr so einmalig, innovativ und erfolgreich. Eingelullt von einer gleichgeschalteten Presse ignorierten wir jahrelang den Fakt, dass auch die Autonation Japan sehr erfolgreich Blechkisten in die ganze Welt schippert. Vermutlich wird denen die gleiche Propaganda aufgetischt wie uns. Übrigens im Fall von Japan sogar zu recht, schliesslich führte Toyota die Liste der größten Autohersteller jahrelang an.

Die Verschwörungstheorie der US Abwehrschlacht gegen VW

Bevor China für die deutsche Vorzeige-Industrie der größte Absatzmarkt wurde, war Deutschland lange Zeit der lukrativste. Das dürfte immer noch so sein, schliesslich bezahlen wir für die Autos aus Herstellersicht betrachtet nach wie vor Mondpreise. Doch der US Markt ist nicht zuletzt aus Image- Gesichtspunkten für die deutschen Hersteller enorm wichtig. Nur die Absatzzahlen von Volkswagen sind dort homöopathisch. Von den 1,45 Mio verkauften Autos im April 2015 fielen 30.009 auf die Marke Volkswagen. Damit ist das immer wieder in Foren viel bemühte Argument der amerikanischen Verschwörung gegen den so erfolgreichen deutschen Hersteller VW widerlegt. Zumal amerikanische Behörden auch anderen Marken saftige Strafen aufbrummten (2010 für Toyota  oder 2014 für Hyundai/ Kia).

Die Fakten-/ Gesetzeslage

Die Rekordstrafe für Volkswagen hat der Konzern sich redlich verdient. Das Unternehmen hat sich über Gesetze hinweg gesetzt und selbst nachdem es ertappt worden ist, wurde weiter gelogen, dass sich die Balken biegen. Mir ist es unerklärlich, woher die leidenschaftlichen Verteidiger von VW ihre Motivation hernehmen? Während Deutsche sich wegen Gartenzwerge Rechtsstreits liefern, Nachbarschaftskriege wegen ein paar cm Mindestabstand bei der Grundstücksbebauung anzetteln, gewähren sie einem Unternehmen vorsätzlichen Gesetzesbruch.

Viele führen hier nun an, die Gesetze seien von der EU viel zu streng ausgelegt. Nun, ich bin bekanntlich ein Kritiker der EU, aber in diesem Fall verlangt sie nichts unmögliches. Es gibt ja Fahrzeuge, die die Grenzwerte einhalten. Wenn die deutsche Regierung nicht interveniert hätte, gäbe es auch klare Regeln ohne Hintertüren. Es ist vielmehr so, dass die Kosten durch die notwendige Technik steigen und am Ende die Dieseltechnik nicht mehr marktfähig ist. Von der lästigen Auffüllerei mit dem Harnstoff mal ganz abgesehen. Diese Preismechanik kommt beim Klein- und Mittelklassehersteller VW besonders zum Tragen.

Es ist im Grunde ganz einfach: die Autoindustrie kann den Diesel sauber machen! Sie hat es nicht gemacht und stattdessen lieber betrogen, weil die Kosten für einen sauberen Diesel teuerer sind.

Warum bedeutet Deutschen die Gesundheit so wenig?

Der Katalysator

Schlussendlich kommen wir zum wichtigsten Argument überhaupt, nämlich der im Artikel 2 des Grundgesetz verankerten Garantie auf körperliche Unversehrtheit. Hierzu lohnt sich ein kurzer Blick in die Geschichte. Im September 1984 beschloss die deutsche Bundesregierung die Einführung des Katalysators mit einer 5 jährigen Übergangsfrist. Dies entfachte eine emotionale und vor allem ideologische Debatte rund um das Auto, dessen Mehrkosten und dem nahen Ende der Welt. Vermutlich ist es ein Treppenwitz der Geschichte, dass auch hier die USA die entscheidende Rolle bei der Umsetzung spielten. Vielen Deutschen war das Auto näher, als die Gesundheit Ihrer Familie. Die Verbesserung der Lebensbedingungen geriet in den Hintergrund vor der potentiellen Veränderung ihrer Mobilität.

Das Rauchverbot

Vor 10 Jahren wurde das Rauchverbot in Kneipen eingeführt. Natürlich nicht ohne den dazugehörigen Aufschrei. Die geschürten Ängste – irrational allesamt – reichten vom Ende der Kneipenkultur bis zum Massensterben von Gaststätten im ganzen Land. Viele Deutsche wähnten eine düstere Zukunft, wo sie sich das Bier selber aus dem Kühlschrank holen oder sogar selber kochen mussten. Man kann also festhalten, dass der gemeine Deutsche ein gesteigertes Problem mit Veränderungen hat. Diese Überreaktion hat gewissermassen Tradition und es gibt bereits Belege aus dem Jahr 1929. Diese Propaganda lässt vermutlich heute mehrheitlich alle Bundesbürger ob der Obskurität lächeln, während aber genau diese Mehrheit für schlechtere Luft Stimmung in Kommentarspalten oder Bierzelten macht.

Es herrscht heute ein Konsens, dass Rauchen die Gesundheit gefährdet. Rauchen ist auch Verursacher von Krebs. Argumentiert man nun wie die vielen Verteidiger des Diesel, ist es nicht zu 100% nachzuweisen, was den Krebs eines Individuums letztlich auslöste. Schliesslich gibt es 90 jährige Kettenraucher. Die Tausenden von Toten durch Abgase werden genau mit dieser Logik in Abrede gestellt und den Zehntausenden Asthmatikern andere Auslöser für ihre Atemnot attestiert. Schliesslich sei kein direkter Zusammenhang herstellbar.

Der Verteidiger des Diesel sieht im Fund von Arsen im Grundwasser von Bangladesch (Zeit, 14. Juni 2017) vermutlich kein Problem und möchte die deutsche Wasserversorgung von den Gängelungen dieser Reinhaltung befreien. Schliesslich riskiert man nur „Herzerkrankungen, Diabetes, Lungen-, Blasen und Hautkrebs“. Denn einen direkten Zusammenhang gibt es nicht, ebenso wenig wie zwischen Dieselabgasen und Asthmabeschwerden oder schlimmeren.

Selbsterkenntnis tut weh

Schlussendlich kann ich mir die Faktenverweigerung der deutschen Bürger nur so erklären, dass #fakenews oder alternative Fakten ein weit verbreitetes Phänomen und nicht nur einer bestimmten politischen Richtung vorbehalten sind. Denn die Anerkennung der Tatsachen käme dem Eingeständnis gleich, selber einem Marketingtrick der Autoindustrie aufgesessen zu sein. Man war schlicht und ergreifend verblendet vom „Bums im Anzug an der Ampel“ und dem niedrigen Verbrauch des steuerlich übervorteilten Diesel. Je mehr man fährt, desto besser für die Umwelt.

Wir waren überzeugt mit Diesel die Umwelt zu retten und zogen beim Tanken zu unserem Schutz Handschuhe an.

Die wahren Schuldigen: Politik und Autokonzerne

Was bleibt ist eine Technik, die von den großen Volksparteien CDU/ CSU und SPD als Lösung für die vom Verkehr ausgelösten Umweltprobleme beworben, und von den Herstellern als einzige denkbare Lösung entwickelt wurde.

Der Bürger, als das treudoofe Wahlvieh, tat wie ihm geheißen und kaufte kräftig. Bald jährt sich der VW Skandal zum zweiten Mal und die nahenden Dieselverbote in deutschen Großstädten schrecken die Bürger auf. Viele hoffen noch, Dobrindt möge weiter mauern. Doch die Zukunft lässt sich nicht aufhalten und die Priorität für die Gesundheit der Bürger wird siegen. Ich persönlich kann nicht verstehen, wie man seit Februar 2016 noch einen Diesel kaufen kann. Einerseits aus sozialer Verantwortung heraus, andererseits aber vor allem aus reinem wirtschaftlichen Interesse. Denn egal ob es noch 5, 10 oder 30 Wochen bis zum ersten Dieselverbot für EU1, EU2, EU3, EU4, EU5 oder EU6 Diesel dauert, der Wiederverkaufswert des Privatfahrzeugs mit einer durchschnittlichen Haltedauer von ca. 6 Jahren wird sich in Nichts auflösen. Schlaue Füchse verkaufen sofort den Diesel und kalkulieren mit spitzem Bleistift, ob er überhaupt ein eigenes Auto braucht. Falls ja, bei Elektroautos gibt es mittlerweile eine grosse Auswahl und die wächst ständig.

Der Mainstream hat den Verstand verloren

Montag, 06. Februar 2017

Mit Kritik an den USA war ich in den letzten Jahren alles andere als sparsam, denn spätestens nach dem 11. September zeigte die als Vorzeigemacht gepriesen Militärmaschine ihre häßliche Fratze ein ums andere Mal. Doch was seit dem 08. November in die Redaktionen des deutschen Blätterwalds gefahren ist, kann nicht mehr mit Stirnrunzeln beschrieben werden.

Auch die moralisch auf Oberwasser getrimmte linksgrüne Gutmenschenmelange legte in der Vergangenheit des öfteren den Finger in Wunden, dessen Existenz nur dieser medial überproportional vertretenen Gruppe bekannt waren. Der Rest der Republik tolerierte es ein ums andere Mal in Geiselhaft für wenig mehrheitsfähige Themen genommen zu werden. Schlußendlich entschied eine laute Minderheit über die Themen des Landes:

um mal vier Beispiele zu nennen. Allen gemein ist, dass diese meinungspolitische Einordnung alternativlos ist. So wie die Politik unserer Regierung.

Seit jedoch Donald Trump rechtmäßig zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika geworden ist, befinden sich Journalisten und der Rest der Meinungsmacher im kollektiven Wahnsinn. Es gibt schlicht und ergreifend keine Berichterstattung mehr, sondern nur subjektive Kommentartexte mit einer einzigen Meinung: Donald Trump, der personifizierte Teufel für baldigen Mord, Krieg und Unterdrückung und auch für schlechtes Wetter. Die Bundeskanzlerin knüpft allen Ernstes Bedingungen an eine Zusammenarbeit mit den USA, die sie so gegenüber der Türkei bis heute vermissen lässt. Die Presse übertrumpft sich mit Schlagzeilen und Titelblättern, als ginge es nicht um die Vorzeigedemokratie und dem Wählerwillen des amerikanischen Volkes, sondern um einen afrikanischen Despoten und international geächteten Massenmörder.

Titel Spiegel Magazin

Die audiovisuelle Aufrüstung übertrifft jetzt sogar die Zeiten rund um die Sanktionen gegen Russland, nachdem die Krim heim ins Reich geholt wurde. Ob Annexion oder nicht, darüber kann man trefflich streiten, am Ende ist die Definition dieses Übergriffs im Kontext der Geschichte völlig egal, denn noch nie haben wir Sanktionen gegen Israel für die Annexion der Golanhöhen ausgesprochen. Es wird mit zweierlei Mass gemessen, so auch bei der Reaktion der Verlierer im US Wahlkampf: den Demokraten.

Ein Aufschrei ging quer durch Amerika (und den Rest der Welt), als Trump im Falle einer Niederlage die Akzeptanz des Ergebnisses in Frage stellte. Was unterscheidet eigentlich die sogenannten Verteidiger der Demokratie (also die Demokraten) von den angeblichen Faschisten, wenn diese Autos in Brand setzen, Geschäfte zertrümmern und auf Plakaten die unrechtsmäßige Machtergreifung von Donald Trump zur Schau tragen? Nichts!

Der Boykottaufruf gegen Ralph Lauren wegen des Kleides für Melanie Trump ist Linksextremismus in einer perfiden Form. Die Ausweitung dieses Boykotts unter dem #grabyourwallet führt Listen mit Unternehmen, die in irgendeiner Art mit der rechtmäßigen Administration zusammenarbeiten oder diese unterstützen. Unter letzteres fällt bereits schon, die Modekollektion von Ivanka Trump zu verkaufen. Die Bewegung feierte sich kürzlich für den Rücktritt von Uber CEO Kalanick vom präsidialen Beraterstab, während ich mich frage, was das für Waschlappen in der Unternehmensführung sind, die sich von autokratischen Meinungsunterdrückern vorschreiben lassen, was in ihren Regalen steht, oder wen sie beraten? Ganz abgesehen davon hat Elon Musk hier in 140 Zeichen die Watschn für die Linksextremisten abgegeben.

Twitter @elonmusk

Wer gegen den Strom schwimmt, kommt schneller an die Quelle (Hermann Hesse). Noch nie fühlte es sich so gut an, gegen den Strom zu schwimmen. Dieser medial und staatlich verordnete Meinungseinheitsbrei widerspricht allen Grundprinzipien der demokratische Grundordnung. Es macht mir Angst, dass auch in Deutschland mit Repressalien zu rechnen ist, wenn man sich nicht dem Mainstream ergibt, sondern selber denkt. Perverserweise erhalten Denunzianten wie Lauer (SPD) oder Hensel Applaus, wenn sie Firmen oder Privatpersonen öffentlich für ihre im Grundrecht verankerte Meinungsäußerung öffentlich an den Pranger stellen. Der Fall Hensel belegt allerdings auch eindeutig, dass die leise Mehrheit auch laut werden kann und der Boomerang hart zurückkommt.

In Deutschland wie auch in den USA gilt: Der unbefriedigende Zustand, in dem sich das Land seit Jahren befindet (und wenn auch nur aus Sicht der Wähler) ist nicht Trump/ AfD anzulasten. Die übermitteln nur die Botschaft. Da wird Ursache und Wirkung durch die Politiker und deren Propagandamaschine selbstbewusst verwechselt.

Auch wenn die Definition von Faschismus schwammig ist

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus. (Ignazio Silone – Schriftsteller und Sozialist)

Im Gegensatz zu den Meinungsextremisten und Retro-Stasi-Spitzeln halte ich es mit dem Spruch: Ich bin überhaupt nicht Deiner Meinung, doch werde ich dafür kämpfen, daß Du sie sagen darfst.

Jahresrückblick 2016 – Hysterische Medien

Samstag, 07. Januar 2017

Mann, ich habe mich schon diebisch auf den letzten Feind vom Handelsblatt gefreut

Hysterische Medien

Wo fange ich an? Aus aktuellem Anlass mit Schneefall. Die Schlagzeilen waren zum ersten Schneefall dieser Saison sogar halbwegs ausgewogen, doch sibirisch musste der Wintereinbruch dann doch mindestens sein.

Als Leser diverser Zeitungen hat man das Gefühl, dass kaum noch etwas eine reguläre Meldung ist, sondern alles irgendwie mit Attributen wie Giga, Supra-, oder Mega künstlich aufgeblasen werden muss. So auch der ganze Müll zu den #fakenews, die wenn sie von der Titanic oder Postillion kommen, zumindest amüsieren. Alles andere abseits der vorgegebenen Meinungseinfalt verkommt dann sofort zu Falschmeldungen. Weil das an sich ja keinen mehr wirklich schockiert, braucht es den Giga-Turbo: Die Russen kommen! Der Kreml Chef Putin ist persönlich sowieso für fast alles grausame und ungerechte in der Welt verantwortlich, da kann der doch auch gleich noch für all die Falschmeldungen verantwortlich sein. ….Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt ….sang einst Pipi.

Die Luft ist so sauber wie lange nicht

stammt natürlich von Matthiaslev Wissmannowitch, entlarvter Putin Troll der russischen Lobbygruppen Genossenschaft russischer Automobilbauer

Wo leben wir denn, dass Medien so eine gequirlte Scheiße über den Ticker lassen, ohne diesen Kasper mit geeinten Schreibkräften niederzumähen? Postfaktisch halt.

Tesla fällt auf 0 Euro

ist die fundierte Progrose von Marcuwitsch Spiegelav dessen Hedgefonds mit einem Volumen von 550 Mio Rubel die Märkte mit seinem Short auf Tesla in Angst und Schrecken versetzt. Im August 2016 tauchten die ersten Meldungen dieses Individuums aus der russischen Troll-Armee auf. Seither haben renommierte Zeitungen – wie z.B. die Süddeutsche – den Artikel nicht nur im August, nein auch im September, und sogar nochmal im Dezember abgedruckt.

Was sitzen denn da für Journalisten in den Redaktionen unserer angesehenen Lückenpresse, dass die jede Aussage ungeprüft übernehmen? Postfaktisch halt.

P.S. Ich habe bereits am 04. August mit einer 3 minütigen Recherche die Feuerkraft und Wertigkeit der Aussage recherchiert. Ein Schelm wer böses dabei denkt, wenn deutsche Zeitungen einen überlegenen US Konkurrenten zu VW & Co versuchen niederzuschreiben.

Die Befragten unterscheiden deutlich zwischen seriösen Qualitätsmedien und -nachrichten auf der einen und Boulevardmedien und Social Media auf der anderen Seite.

Die Forschungsgruppe Wahlen hat im Auftrag des Zweiten Russischen Fernsehens (ZRF) eine Umfrage gestartet und NiClaus Kleberow verlass stolz die Wahrheit in Russia today zur besten Sendezeit.

Wenn 38% gar kein oder nur wenig Vertrauen in die Qualität des Staatsfunks hat, sollte man ggf über Repressalien nachdenken. Vielleicht den Geheimdienst oder das Finanzamt bei der Befragung beisitzen lassen. Da die Studie erst in 2015 und 2016 erhoben wurde, sind Veränderungen der desaströsen Ergebnis auch nicht weiter verwunderlich zu erwarten, war doch schon vor zwei Jahren der Karren in den Dreck gefahren.

Wieviel benebelnden Drogen muss man eigentlich schlucken, um so etwas mit zur Inbrunst geschwollener Brust vorzutragen? Postfaktisch halt.

Ein jüdischer Zombie schenkt jedem ewiges Leben, wenn dieser ihm telepathisch hörig wird und als seinen Herren akzeptiert. Der Zombie ist dazu in der Lage, weil eine sprechende Schlange eine Frau überzeugte, von einem magischen Baum zu essen

Die russisch orthodoxe Kirche ist nachweislich nicht alleine für die Verbreitung dieses Biologie- Grundkurses verantwortlich. Da hat Putin vor 2017 Jahren aber voll versagt. Seine Troll-Armee übrigens auch.

Der Rechtsextremismus ist eine große Gefahr

sagen irgendwie alle.

Das ist auch nicht verkehrt, nur im Kontext scheint von einem anderen Extremismus mehr Gefahr auszugehen. Eine postfaktische Aussage, weil gewagt und so schrecklich gegen die verordnete Meinungseinfalt.
Laut Bundesamt für Verfassungsschutz sahen die Links-und Rechts-Extremistischen Straftaten 2015 wie folgt aus:

  • Das Personenpersonal: Linksextremistisch: 26.700 // Rechtsextremistisch: 22.600
  • Gewalttaten: Linksextremistisch: 1.608 // Rechtsextremistisch: 1.408
  • Rechte Gewalttaten gegen Linksextremisten: 252
  • Linke Gewalttaten gegen Rechtsextremisten: 833

Wie kann man im Land der Dichter und Denker so wenig denken? Postfaktisch halt.

Zum Schluss nochmal echte #fakenews zur russischen Hackerarmee. Die Washington Post veröffentlichte die Tage einen Bericht über einen vermeintlichen russischen Angriff auf einen Stromkonzern in den USA. Nach der angeblichen Manipulation der Wahlen nun der Angriff auf das Herz jeder industriellen Nation: die Energieversorgung. Deutschlands meist besuchtes Nachrichtenmagazin sprang – natürlich – auf den Zug auf

Fazit

Erneut kommen Zweifel auf, ob hinter den schlechten Recherchen der Blätter System steckt, oder schlicht überlastete, vom Weltgeschehen gehetzte Redakteure? Aber negative Schlagzeilen über Russland sind weiterhin hoch im Kurs, wer weiß wie lange das nach Trumps Machtübernahme noch geht?

Die Elektrizitätswerke von Burlington sahen sich nach der viralen Verbreitung der Falschmeldung der Post gezwungen, mit einer eigenen Pressemeldung wieder her der Fakten zu werden. Letztlich war ein Laptop mit einem Virus infiziert. Das Gerät war aber zu keiner Zeit im kritischen IT Netzwerk des Stromanbieters angemeldet. Also wurde mal eben aus dem alltäglichen Virusbefall eines Computers gleich der Cyberkrieg mit einem anderen Land ausgerufen. Lügen haben eben kurze Beine und alternative Medien sind nur einem Klick entfernt.
Die Berichte zur Lügenpresse schließen die Lücken. Die Frage ist eben: Gibt es die Lücken, weil die Redakteure

  1. zu blöd
  2. überlastet, oder
  3. fremdgesteuert sind?

Zum Abschluss: Merkels Einladung der Chefredakteure aus dem Jahr 2008!

Jahresrückblick 2016 – politisch (allzu) Korrekte

Freitag, 06. Januar 2017

Der vorletzte Feind einer offenen Gesellschaft laut Handelsblatt ist der

Politisch (allzu) Korrekte

Wie aktuell dieser Teil würde, hat vermutlich selbst das Handelsblatt nicht gedacht. In der Silvesternacht in Köln schützte ein Großaufgebot der Polizei die Feiernden auf der Domplatte. Doch einige Politiker und Teile der Presse üben Kritik an der Durchführung. Der Vorwurf von Rassismus macht die Runde, ausgelöst durch die Bezeichnung Nafris in einem Tweet der Polizei Köln. Dieser interne Begriff steht für „nordafrikanische Intensivtäter“ und im Netz werden dann sogar Vergleiche zum Schimpfwort Neger hergestellt

janbNeben Böhmermann blasen SPD-Politiker Christopher Lauer, Niema Movassat, Bundestagsabgeordneter der Linken und die Grünen Politiker Jutta Ditfurth + Simone Peter ins gleiche Horn. Diese Personen haben aufgrund ihres Jobs und einer gewissen Meinungsführerschaft in den sozialen Medien Gewicht. Letztlich führt das alles dazu, dass sich die Polizei für einen erfolgreichen Schutzauftrag der Domplatte Kritik anhören muss.

Was wäre eigentlich gewesen, wenn es dieser interne Begriff nicht in den Tweet geschafft hätte? Ohne belegbare Beweise vorlegen zu können, sagt mir mein Bauchgefühl, der Aufschrei wäre ausgeblieben. Viel gewichtiger ist meines Erachtens aber die künstliche Erregtheit dieser und vieler anderen Trittbrettfahrer ob dieses Begriffs. Gerade Lauer – als Ex-Pirat – sollte in der Lage sein die Suchmaschine google zu bedienen. Schon die Eingabe des Begriffs hätte ihn dann stutzig machen können,

googlenafris

denn offensichtlich ist dieser Begriff weder Köln-exklusiv noch NRW-exklusiv. Löst man dann die Suchanfrage tatsächlich aus, tauchen unzählige Artikel rund um die Silvesternacht auf – die von 2015 auf 2016! Hier ein kleiner Auszug: Blogebeitrag, Artikel im Kurier, Artikel in PI news und sogar in Die Zeit!
Als man in dem Zusammenhang der sexuellen Übergriffe Nafris nutzte, fehlte offenbar den obigen Marktschreiern jeglicher Mut die Klappe aufzureißen. Doch nach einer ereignislosen Silvesternacht in Köln ist es natürlich sehr mutig gegen Rassismus aufzustehen, statt demütig der Polizei für eine sichere Feier zu danken – um Längen sicherer als letztes Jahr! Doch die Damen und Herren möchten sich in Ihrer Zielgruppe profilieren und als strahlend weißer Ritter für Recht und Ordnung einstehen.

Ohne jegliche Erfahrung in Polizeiarbeit kann ich das Vorgehen mit den zwei Türen am Kölner Hauptbahnhof übrigens durchaus nachvollziehen. Im öffentlichen Raum mit teils stark alkoholisierten Menschenmassen umzugehen ist schon eine Herausforderung an sich. Erschwerend kam an Silvester der Schutzauftrag vor einer spezifischen Menschengruppe hinzu. Genauso wie bei Fussballspielen Hooligans anhand Ihres Aussehens aussortiert werden, geschah es in dieser Nacht mit nordafrikanisch aussehenden Personen. Das ist kein Rassismus sondern schlicht und ergreifend Pragmatismus. In der vereinfachten Logik eines Christopher Lauer stellt dieser Anzeige bei der Polizei wegen eines tatsächlich fragwürdigen Kommentars auf Facebook. Folglich sucht Lauer Schutz bei Rassisten, weil das in seinen Augen ziemlich pragmatisch ist.

Nicht nur dieses Beispiel beweist, dass rund um die politisch korrekte Aussprache Scheindebatten geführt werden. In 2016 kochte die Nutzung um transgendere Personen hoch, weil geklärt werden sollte, welche Toilette sie zu nutzen haben. Laut Wikipedia handelt es sich hierbei um Menschen, die sich nicht klar auf eine der naturalisierten Rollen Mann oder Frau festlegen können oder wollen. Die Diskussion um den Willen einer Person will ich hier nicht führen, aber der Bevölkerungsanteil dieses Personenkreises ist meines Erachtens wichtig: 0.26%! Wie so oft im (politischen) Leben hat diese absolute Minderheit eine Lobby. Diese Lobby verfügt über enge Kontakte zur Politik + Presse und lanciert dann entsprechend entrüstende Artikel. Et voila, die nächste Scheindebatte. Scheindebatte deswegen, weil 0,26% bei jeder Wahl unter Sonstiges verbucht wird und sich diese Parteien auch nicht über Rassismus, Ausgrenzung o.ä. echauffieren, sondern ihre gesellschaftliche Relevanz schlicht und ergreifend akzeptieren. D.h. mitnichten, dass diese Parteien keine Stimme haben (oder Transgender nicht ihre Nicht-Rolle ausleben dürfen), sondern dass dieses Land andere Themen auf der Platte hat, die es zu lösen gilt. Wenn Politik sich nur um Belange von wenigen kümmert, leidet die Mehrheit.

Die Kriminalstatistik fällt irgendwie auch in den Themenkomplex politisch korrekte Manipulation. Hier vermischen sich einerseits die moralischen Vorgaben der bildungsnahen Meinungsführer mit der politischen Agenda der Kanzlerin Merkel. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein.
Mit immer neuen statistischen Tricks wird der Bevölkerung eingetrichtert, dass die Flüchtlinge nicht krimineller sind als Deutsche. Wenn dann die Bild Zeitung im Mai 2016 die Zahlen für 2015 vorlegt und attestiert, dass die Zahl der aufgeklärten Straftaten mit Zuwanderer-Beteiligung in einem Jahr um 80% stieg, kratzen sich einige verständlicherweise am Kopf. Interessant auch, dass nur 13 von 16 Bundesländer diese Information überhaupt herausgeben (oder auswerten). Laut EASY sind knapp 1,1 Mio Menschen registriert, die wiederum für 208.344 Straftaten verantwortlich sind.

Neben Statistiken gibt es aber auch weiche Fakten, die auf eine Veränderung der Gesellschaft hinweisen. Hier möchte ich vorab festhalten, dass all diese Bemühungen erst mit der Massenmigration gestartet wurden; es darf also angenommen werden, dass es vorher hierfür keinerlei Anlass gab.
Die als Gutmenschen titulierten politisch Korrekten postulieren in jedes Mikrofon, dass sich unser Leben nicht ändern wird. Wie erklären diese dann einer Mutter, warum ihre Tochter Engelsflügel mit „No“ als Klebe Tattoo für den Schwimmbadbesuch benötigt? Was sagen diese dann Jugendlichen, die in Kneipen im Postkartenständer „Nein heißt Nein“ Postkarten als Aufklärung für die Silvesterparty vorfinden? Wie beruhigen diese einen Vater, dessen Tochter in Schweden „Rühre mich nicht an“ Armbändchen tragen soll?

Fazit

Der erste Schritt ein Problem anzugehen ist, anzuerkennen dass es eins gibt. Demnach brauchen wir eine klare Trennung zwischen den Begriffen Asylsuchende, Migranten, Flüchtlingen etc und eine Kriminalstatistik, die schonungslos dokumentiert, welche Gruppe wieviele & welche Straftaten begeht. Denn mit Verschlusssachen in der Polizeistatistik ist es wie mit Seitensprüngen: irgendwann kommt es sowieso heraus und dann ist das Vertrauen bereits den Bach runter.

Darüber hinaus hilft der Fokus auf wirklich Wesentliches. Die Diskussion über FußgängerINNENzone hilft der Gleichberechtigung der Frau überhaupt nichts, wenn auf der anderen Seite der kalte Krieg von den westlichen Medien quasi herbeigesehnt (-geschrieben) wird, oder unsere Luft nicht mehr zum Atmen geeignet ist.