Jahresrückblick 2016 – politisch (allzu) Korrekte

Der vorletzte Feind einer offenen Gesellschaft laut Handelsblatt ist der

Politisch (allzu) Korrekte

Wie aktuell dieser Teil würde, hat vermutlich selbst das Handelsblatt nicht gedacht. In der Silvesternacht in Köln schützte ein Großaufgebot der Polizei die Feiernden auf der Domplatte. Doch einige Politiker und Teile der Presse üben Kritik an der Durchführung. Der Vorwurf von Rassismus macht die Runde, ausgelöst durch die Bezeichnung Nafris in einem Tweet der Polizei Köln. Dieser interne Begriff steht für „nordafrikanische Intensivtäter“ und im Netz werden dann sogar Vergleiche zum Schimpfwort Neger hergestellt

janbNeben Böhmermann blasen SPD-Politiker Christopher Lauer, Niema Movassat, Bundestagsabgeordneter der Linken und die Grünen Politiker Jutta Ditfurth + Simone Peter ins gleiche Horn. Diese Personen haben aufgrund ihres Jobs und einer gewissen Meinungsführerschaft in den sozialen Medien Gewicht. Letztlich führt das alles dazu, dass sich die Polizei für einen erfolgreichen Schutzauftrag der Domplatte Kritik anhören muss.

Was wäre eigentlich gewesen, wenn es dieser interne Begriff nicht in den Tweet geschafft hätte? Ohne belegbare Beweise vorlegen zu können, sagt mir mein Bauchgefühl, der Aufschrei wäre ausgeblieben. Viel gewichtiger ist meines Erachtens aber die künstliche Erregtheit dieser und vieler anderen Trittbrettfahrer ob dieses Begriffs. Gerade Lauer - als Ex-Pirat - sollte in der Lage sein die Suchmaschine google zu bedienen. Schon die Eingabe des Begriffs hätte ihn dann stutzig machen können,

googlenafris

denn offensichtlich ist dieser Begriff weder Köln-exklusiv noch NRW-exklusiv. Löst man dann die Suchanfrage tatsächlich aus, tauchen unzählige Artikel rund um die Silvesternacht auf - die von 2015 auf 2016! Hier ein kleiner Auszug: Blogebeitrag, Artikel im Kurier, Artikel in PI news und sogar in Die Zeit!
Als man in dem Zusammenhang der sexuellen Übergriffe Nafris nutzte, fehlte offenbar den obigen Marktschreiern jeglicher Mut die Klappe aufzureißen. Doch nach einer ereignislosen Silvesternacht in Köln ist es natürlich sehr mutig gegen Rassismus aufzustehen, statt demütig der Polizei für eine sichere Feier zu danken - um Längen sicherer als letztes Jahr! Doch die Damen und Herren möchten sich in Ihrer Zielgruppe profilieren und als strahlend weißer Ritter für Recht und Ordnung einstehen.

Ohne jegliche Erfahrung in Polizeiarbeit kann ich das Vorgehen mit den zwei Türen am Kölner Hauptbahnhof übrigens durchaus nachvollziehen. Im öffentlichen Raum mit teils stark alkoholisierten Menschenmassen umzugehen ist schon eine Herausforderung an sich. Erschwerend kam an Silvester der Schutzauftrag vor einer spezifischen Menschengruppe hinzu. Genauso wie bei Fussballspielen Hooligans anhand Ihres Aussehens aussortiert werden, geschah es in dieser Nacht mit nordafrikanisch aussehenden Personen. Das ist kein Rassismus sondern schlicht und ergreifend Pragmatismus. In der vereinfachten Logik eines Christopher Lauer stellt dieser Anzeige bei der Polizei wegen eines tatsächlich fragwürdigen Kommentars auf Facebook. Folglich sucht Lauer Schutz bei Rassisten, weil das in seinen Augen ziemlich pragmatisch ist.

Nicht nur dieses Beispiel beweist, dass rund um die politisch korrekte Aussprache Scheindebatten geführt werden. In 2016 kochte die Nutzung um transgendere Personen hoch, weil geklärt werden sollte, welche Toilette sie zu nutzen haben. Laut Wikipedia handelt es sich hierbei um Menschen, die sich nicht klar auf eine der naturalisierten Rollen Mann oder Frau festlegen können oder wollen. Die Diskussion um den Willen einer Person will ich hier nicht führen, aber der Bevölkerungsanteil dieses Personenkreises ist meines Erachtens wichtig: 0.26%! Wie so oft im (politischen) Leben hat diese absolute Minderheit eine Lobby. Diese Lobby verfügt über enge Kontakte zur Politik + Presse und lanciert dann entsprechend entrüstende Artikel. Et voila, die nächste Scheindebatte. Scheindebatte deswegen, weil 0,26% bei jeder Wahl unter Sonstiges verbucht wird und sich diese Parteien auch nicht über Rassismus, Ausgrenzung o.ä. echauffieren, sondern ihre gesellschaftliche Relevanz schlicht und ergreifend akzeptieren. D.h. mitnichten, dass diese Parteien keine Stimme haben (oder Transgender nicht ihre Nicht-Rolle ausleben dürfen), sondern dass dieses Land andere Themen auf der Platte hat, die es zu lösen gilt. Wenn Politik sich nur um Belange von wenigen kümmert, leidet die Mehrheit.

Die Kriminalstatistik fällt irgendwie auch in den Themenkomplex politisch korrekte Manipulation. Hier vermischen sich einerseits die moralischen Vorgaben der bildungsnahen Meinungsführer mit der politischen Agenda der Kanzlerin Merkel. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein.
Mit immer neuen statistischen Tricks wird der Bevölkerung eingetrichtert, dass die Flüchtlinge nicht krimineller sind als Deutsche. Wenn dann die Bild Zeitung im Mai 2016 die Zahlen für 2015 vorlegt und attestiert, dass die Zahl der aufgeklärten Straftaten mit Zuwanderer-Beteiligung in einem Jahr um 80% stieg, kratzen sich einige verständlicherweise am Kopf. Interessant auch, dass nur 13 von 16 Bundesländer diese Information überhaupt herausgeben (oder auswerten). Laut EASY sind knapp 1,1 Mio Menschen registriert, die wiederum für 208.344 Straftaten verantwortlich sind.

Neben Statistiken gibt es aber auch weiche Fakten, die auf eine Veränderung der Gesellschaft hinweisen. Hier möchte ich vorab festhalten, dass all diese Bemühungen erst mit der Massenmigration gestartet wurden; es darf also angenommen werden, dass es vorher hierfür keinerlei Anlass gab.
Die als Gutmenschen titulierten politisch Korrekten postulieren in jedes Mikrofon, dass sich unser Leben nicht ändern wird. Wie erklären diese dann einer Mutter, warum ihre Tochter Engelsflügel mit „No“ als Klebe Tattoo für den Schwimmbadbesuch benötigt? Was sagen diese dann Jugendlichen, die in Kneipen im Postkartenständer „Nein heißt Nein“ Postkarten als Aufklärung für die Silvesterparty vorfinden? Wie beruhigen diese einen Vater, dessen Tochter in Schweden „Rühre mich nicht an“ Armbändchen tragen soll?

Fazit

Der erste Schritt ein Problem anzugehen ist, anzuerkennen dass es eins gibt. Demnach brauchen wir eine klare Trennung zwischen den Begriffen Asylsuchende, Migranten, Flüchtlingen etc und eine Kriminalstatistik, die schonungslos dokumentiert, welche Gruppe wieviele & welche Straftaten begeht. Denn mit Verschlusssachen in der Polizeistatistik ist es wie mit Seitensprüngen: irgendwann kommt es sowieso heraus und dann ist das Vertrauen bereits den Bach runter.

Darüber hinaus hilft der Fokus auf wirklich Wesentliches. Die Diskussion über FußgängerINNENzone hilft der Gleichberechtigung der Frau überhaupt nichts, wenn auf der anderen Seite der kalte Krieg von den westlichen Medien quasi herbeigesehnt (-geschrieben) wird, oder unsere Luft nicht mehr zum Atmen geeignet ist.

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