Jahresrückblick 2016 – Brutale Dschihadisten

Nach einem längeren Urlaub im November überraschte mich der Dezember mit vielen Kundenterminen und es blieb nicht die Zeit für aktuelles - abgesehen von Twitter. Doch die Wochenend- und Weihnachtsausgabe des Handesblatt inspirierte mich ein Resümee zum vergangenen Jahr zu verfassen.

Was ist eigentlich mit unserer Gesellschaft los?

könnte der Titel für diesen Beitrag sein. Das Handelsblatt hat es etwas pathetischer ausgedrückt: Die 7 Feinde der offenen Gesellschaft.

  1. Brutale Dschihadisten
  2. Notorische Vereinfacher
  3. Selbstsüchtige Autokraten
  4. Kalte Ökonomen
  5. Arrogante Eliten
  6. Politisch (allzu) Korrekte
  7. Hysterische Medien

Diesen Punkten möchte ich nicht widersprechen, aber meine Sichtweise auf deren Inhalt ist häufig ein völlig anderer. Das Wahrheitsministerium des Heiko Maas hätte vermutlich mit meinem Blickwinkel ein massives Problem, weil er nicht #postfaktisch ist, aber doch irgendwie auch nicht in die staatliche Propaganda passen will.

In den kommenden Tagen veröffentliche ich täglich meine Sicht eines Feindes der offenen Gesellschaft und beginne heute mit

den brutalen Dschihadisten

Das gewaltsame Töten von Menschen ist verwerflich. Bis hierhin erhalte ich vermutlich (oder hoffentlich) von allen Lesern ungeteilte Zustimmung - Soziopathen mal ausgeschlossen. Das Handelblatt (Abk. HB) weist hier 38.422 Terroropfer in 2015 aus. Nach Auswertung der Quelle Global terrorism database für Tote durch Terrorismus jeder Art weltweit zwischen 2001 und 2015, fielen ca 100.000 Menschen einer terroristischen Tat zum Opfer.global terrorism databaseVergleicht man diese Zahl der Toten mit Berichten von z.B. Physicians for social responsibility, erscheinen diese Taten plötzlich in einem völlig anderen Licht. Die Organisation wurde übrigens mit dem Nobelpreis für Frieden ausgezeichnet.
Seit dem Anschlag auf das World Trade Center im Jahr 2001 und dem darauf folgenden Krieg gegen den Terror starben laut PSR mindestens 1.300.000 Menschen in den drei bekanntesten Kriegsgebieten Irak (1Mio), Afghanistan (220.000) und Pakistan (80.000) (siehe Seite 15 Executive summary). Weitere Kriegsgebiete wie z.B. der Jemen sind hier noch gar nicht berücksichtigt. Natürlich ist das Aufrechnen von Toten ein schäbiges Unterfangen, doch wie würden wir reagieren, wenn der Tod sich mit einem Zischen am Himmel andeutet, Freunde und Verwandte wahllos entführt, verstümmelt oder getötet werden? Das Selbstmordattentat ist und bleibt die Waffe des armen Mannes.

Wie sagte einst Bruce Willis in The Siege:

Die Armee ist kein Skalpell

und statt einer ordentlichen Untersuchung wie es eines Rechtsstaat würdig wäre, griffen die USA im Blut- und Vergeltungsrausch völkerrechtswidrig andere Länder an. Übrigens reagierte Frankreich auf Nizza mit Mali exakt genauso.

Fazit

Wen wundert es dann, wenn sich diese Menschen für den Terror bei uns revanchieren? Zum Abschluss noch die Worte von Michael Lüders, Publizist, bei Markus Lanz vom 21.12.16.

 

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