Wieso ich an Tesla glaube…

...liegt an den verzweifelnden Versuchen vieler, das Unternehmen schlecht zu reden!

Erster Toter mit  Tesla Autopilot

Ich hatte schon direkt nach dem Unfall überlegt einen Artikel zu verfassen, doch mich dagegen entschieden. Zuviele Fakten sprechen einfach gegen diesen Sturm aus Scheiße, in deren Zentrum sich die Medien befinden. Fanden die noch Wochen vor dem Unfall nur lobende Worte für den visionären CEO Elon Musk und die unglaubliche Präzision des Autopiloten von Tesla, so stürzten sich dieselben Blätter auf den ersten Todesfall wie die Fliegen auf die Scheiße. Als Blogger oder Twitterer darf man sich - vielleicht - ein wenig zu stark emotionalisieren. Ein Produkt ins Herz schließen und es gegen Angriffe verteidigen. Doch der Journalismus von heute ist schon lange nicht mehr getrieben von Recherche, Fakten und Analyse, sondern vielmehr ausschließlich von Werbe Euros. Die verrückteste Schlagzeile, die gewagteste These und die schlimmste Version sind gerade noch gut genug. Man denke nur an Schneefall im Winter - jeder Wintereinbruch mit starken Schneefällen kann einfach kein Wintereinbruch mit starken Schneefällen mehr sein. Horror, Blizzard, Weltuntergang müssen es schon mindestens sein.

Aber ich schweife ab. Die Faktenlage besagt eindeutig, der LKW Fahrer hat dem Autofahrer die Vorfahrt genommen. Passiert jeden Tag, überall auf der Welt. Der Autofahrer hat es nicht - oder zu spät - gemerkt und ist in den LKW hinein gefahren. Passiert jeden Tag, überall auf der Welt. Dabei war im Auto aber ein Computer am Werk - passierte noch nie, irgendwo auf der Welt.
Gerüchteweise - Fakten dazu habe ich nicht gefunden - soll der Fahrer den Film "Harry Potter" geschaut haben. Passiert nicht jeden Tag, aber SMS Schreiben, eMail lesen oder im Internet surfen schon eher regelmäßig. Fasst man nun alles zusammen, hat eine Software einen queren LKW nicht erkannt, während der Fahrer schlicht und ergreifend jegliche Regel der Strassenverkehrsordnung missachtete. Die Schuld liegt demnach in erster Linie beim Lkw Fahrer und dann beim Autofahrer.

Für alle mit Schnappatmung: Die Ratio Tote/ km zeigt eindeutig, dass der Autopilot von Tesla nahezu doppelt soweit fährt, bis einer stirbt, als wenn ein Mensch steuert. Unterm Strich haben wir doch also gewonnen, oder?

Hedgefond Manager Marc B Spiegel

Meine Auslassungen zur Presse habe ich oben bereits getan. Zur Verstärkung des obigen Eindrucks ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung von gestern "Dieser Mann prophezeit Teslas Untergang". Ein gewisser Mark B. Spiegel, von Berufswegen Hedgefund Manager, wettet mit seinem Hedgefund Stanphyl Capital Management gegen das Unternehmen von Elon Musk.

Wer recherchiert denn eigentlich bei Euch die Hintergründe? Im Fall von Mark B. Spiegel hätte geholfen, einfach mal die Webseite aufzurufen:

Stanphyl

Neben dem Design und dem Inhalt auf dieser hingerotzten Seite, hätte das Werbebanner eines Webspace Anbieters - hier godaddy.com - eigentlich Zweifel am Erfolg des Hr Spiegel aufkommen lassen müssen. Das wäre ungefähr genauso ein Interview mit mir zu führen und mich als "Automobilexperten und Strategieberater" zu titulieren. Obwohl ich zugegeben muss, wenn es sein muss, dürft ihr gerne über das Kontaktformular anfragen.

Als neugieriger Mensch half mir auch Whois weiter. Die Webseite wurde am 07.07.2009 registriert und sieht immer noch so aus (siehe oben)! In sieben Jahren fand Mark also keine Zeit, auf Fivr nach einem Web-Designer zu fahnden und sich für 400 US$ einen ansehnlichen Internetauftritt zuzulegen?

Liebe SZ, ihr besitzt dann noch die krönende Dreistigkeit dieses Interview von einem fünftklassigen Hedgefund Manager an Eure Leser per paywall zu verkaufen? Das schlägt dem Fass den Boden aus.

Stadler Interview AMS & manager-magazin

Die Einblicke in das Leben eines Vorstandsvorsitzendes eines deutschen Premiumautomobilbauers dieser Tage ist sehr aufregend. Da werden die Fragen vorab geklärt und die Antworten von der PR Abteilung bis auf . und , feingeschliffen. Soweit Standardprozedere. Doch liest man einfach den Text, dann werde zumindest ich das Gefühl nicht los, da will einer nicht zugegeben, dass er (oder eine ganze Branche arroganter Manager) geschlafen hat.

Im MM tönt Stadler "es geht ums Überleben", während in der AMS folgende Aussage kommt:

Es ist durchaus beachtlich, wenn plötzlich ein neuer Hersteller aus dem Nichts auftaucht und der Autoindustrie zeigen will, wie Elektroautos gebaut werden. Für mich weniger verwunderlich ist, dass er damit bis heute kein Geld verdient. In einer anderen Liga spielen Apple und Google, die über hohe Liquidität verfügen und wirklich disruptiv agieren. Diese Bedrohung spüren wir und, ehrlich gesagt, begreifen wir bei Audi diesen Druck als Chance.

Dechiffriert spricht er Tesla Anerkennung aus, um diese mit dem Hinweis auf Unternehmensverluste sofort zu relativieren. Ein weiterer Tiefschlag gegen Tesla kommt in Verbindung mit Google und Apple, die "wirklich disruptiv agieren". Aha, wo denn? Gerade Apple hat im Automobilbereich noch absolut nichts geliefert, was die Aussage von Disruption untermauert. Google fährt seit Jahren mit 25km/h voll-autonom in Eierschalen durch die Gegend, scheint aber offensichtlich kein Interesse am Automobilbau zu haben.
Fakt ist, dass Audi & Co den kleinen Hersteller Tesla immer belächelte. Weil er ein Elektroauto bauen will! Weil er ein Elektroauto aus Aluminium bauen will! Seitdem Tesla

  • überall Ladestationen aufstellt
  • die Reichweite auf echte +300km aufgeblasen hat
  • das sicherste Auto der Welt baut
  • die zufriedensten Kunden besitzt

und nun mit einem Mittelklasse Modell knapp 400.000 Vorbestellungen einheimste, sind Wolfsburg und Co aufgewacht. Tesla führt sie alle vor, denn sie alle träumen davon ihre Autos per Update mit neuen Funktionen auszustatten, können es aber nicht. Also klammern sie sich an Spaltmasse und Alexander Dobrindt.

  • Diese Ignoranz zuzugeben, einer fatale Fehleinschätzung in der Antriebstechnik aufgessesen zu sein..
  • Diese Arroganz zu behaupten, Audi müsse nicht immer "erster sein" vor dem Hintergrund eines jahrelangen Wettstreits Premiumanbieter Nr. 1 zu werden und den Markenslogan Vorsprung durch Technik gebetsmühlenartig zu verbreiten...

All das zeigt mir, Tesla ist auf dem richtigen Weg. Elon Musk darf sich jetzt nur nicht mit immer neuen Modellen verheben. Das Model 3 muss kommen, so pünktlich wie möglich. Alles andere muss jetzt erstmal warten!

 

Mit diesem Artikel nehme ich an der Blogparade #BPeMobility teil.

2 Gedanken zu „Wieso ich an Tesla glaube…

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