Apple SIM leitet Untergang der Marken Vodafone, o2 & Co ein

Apple könnte MNO werden

Seit gestern spukt die Meldung durch das Internet, Apple wolle sogenannter Mobile Virtual Network Operator (MVNO) werden und von den MNOs (also Vodafone und Co) Kapazitäten abkaufen. Diese Idee hat Sinn, vor allem mit der Technologie der Apple Sim in der Hinterhand. Aber der Reihe nach.

Nokia, Ericsson und Huawei sorgen für die Technik für den Netzausbau. Teilweise betreiben diese auch die Masten und verkaufen die Leitungen an die Mobilfunkbetreiber (MNO). Vor Kunde sind es die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica, AT&T und wie sie alle heißen, mit denen die einen Vertrag abschließen. Hierfür investieren die Firmen riesige Summen ins Marketing, wo sie doch letztlich ein völlig identisches Produkt verkaufen – ok mit Ausnahme von o2 und deren wirklich schlechtem Netz. Für den normalen Nutzer da draussen gibt es keine Mehrwerte, die die MNOs untereinander unterscheiden, von den markanten Farbgebungen mal abgesehen.
Alle Bemühungen zur Differenzierungen greifen nicht und tiefere Kundenbindungen haben die Telkos versemmelt. Hier denke ich z.B. an mPass oder generell die Wallets. Was für eine Chance und wie dilettantisch das Vorgehen. Letztlich wollen Kunden heutzutage eine schnelle Datenleitung und eine stabile Telefonverbindung. Denen ist doch völlig gleich, ob das 4G Netz Magenta, Rot oder Blau ist! Die Telkos sollten bei eON und RWE mal nachfragen. Die kennen das Problem, denn der Strom kommt aus der Steckdose und die ist in der Regel weiß. Welche „Farbe der Strom“ hat, ist der Hausfrau egal, Hauptsache der Staubsauger saugt Staub.

Fügt man nun die sogenannte e SIM hinzu, wird eigentlich schnell klar, welche Rolle das iPhone irgendwann mal übernimmt: die der Steckdose. Auf welcher Datenautobahn man dann fährt, ist doch völlig uninteressant. Es darf nur keinen Stau geben. Im Artikel ist ein Zeitraum von 5 Jahren angegeben. Das ist vermutlich realistisch, schliesslich braucht Apple die Mobilfunker noch.