Das Web überholt auch in Deutschland das TV

Der Anbieter Maxdome ( Kooperation zwischen P7S1 AG und 1&1 Internet AG) hat mit dem amerikanischen Sender CBS ein Abkommen für Video on demand Angebote geschlossen. Darunter fallen Serien wie „Navy CIS: L.A.“, „Navy CIS“, „The Good Wife“ und „90210“. Das pikante ist jedoch der Ausstrahlungstermin für die neuen Folgen, der sieben Tage vor der Erstausstrahlung im TV liegt.

Damit geht Maxdome den Weg von iTunes, das teilweise bereits vor der eigentlichen Ausstrahlung die Serien zum Laden anbieten. Interessanterweise sind die Nutzer – in USA sowohl als auch in Deutschland – bereit für diesen Service zu zahlen und damit gleich weitere Vorteile zu erwerben: nämlich die Unabhängigkeit vom Sendeplatz und den werbefreien Genuß. Das webTV breitet sich immer weiter aus, sei es IPTV, Streaming Angebote oder gleich der Kauf von Dateien zum Runterladen von der Webseite. Das Internet macht diese Leistung möglich und wird so nach und nach dem TV das Wasser abgraben.

P7S1 hat sich frühzeitig mit Maxdome positioniert, um auch diesem Trend zu nähren. Die Verwertungskette wird zukünftig wohl auch für Kinoproduktionen andere Wege einschlagen, sobald sich im Netz „Sender“ etabliert haben, die eine große Zuschauerzahl hinter sich vereinen. Eine mögliche Variante könnte sein, daß die Internetanbieter noch vor den Sendern um Rechte buhlen und sich so in der Verwertungskette nach vorne drücken. Denn letztlich ist die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten. Denn nicht nur die junge Generation nutzt das Internet intensiv auch für audio-visuellen Konsum. Das obere Ende der berühmten Zielgruppe 14-49 Jahren beginnt auch die Vorteile der online Variante zu schätzen und sich vom althergebrachten Sendeplan der TV Anstalten abzukoppeln. Zumal die Bedienung der neuen Technologien im Vergleich zur Programmierung eines Videorekorders sehr einfach und übersichtlich ist.

Nutzervorteile und Bedienerfreundlichkeit sind hier die Schlüssel zum Erfolg. Angepaßt an einen immer hektischeren Lebensstil und weit gefächerte Interessensgebiete paßt der 20:15 Uhr Film meist nicht mehr in das Sehverhalten von heute. Die einen kontern mit digitalen Videorekordern, während andere sich das Speichern und Programmieren sparen und einfach auf entsprechende Angebote im Netz zurückgreifen, wo mit einem Klick das gewünschte Produkt frei Haus geliefert wird.

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