Mit ‘Kreativität’ getaggte Artikel

Wiee! schlecht geht’s

Mittwoch, 07. Dezember 2011

Sie verstehen nur Bahnhof? Dann geht es Ihnen wie mir bei der neuen Kampagne von Saturn. Deren Werbung fiel nun wirklich nicht durch Tiefgründigkeit auf. Allerdings bewegen Sie sich mittlerweile auf Schlecker Niveau. Aber vielleicht hat man die Kommunikation auch dem Bildungsdurchschnitt des Kunden angepaßt?
Viele werden jetzt sagen, "Ja aber alle reden darüber, auch und gerade weil es schlecht ist." Stimmt, aber das kann doch nun wirklich nicht im Interesse eines Unternehmens sein.
Man sollte Saturn den Rücken kehren und diese Firma nicht mehr unterstützen. Stattdessen bei Mediamarkt einkaufen gehen, schließlich bin ich ja nicht blöd.

Ferrero im Kino – steht ein Disney Zeichentrickfilm an?

Donnerstag, 01. Dezember 2011

Nachdem ich im Fernsehen entweder von allen mir halbwegs Bekannten Küsschen bekomme, bei Frauen meine ganze Pracht auf s Silbertablett lege, darf ich nun im Kino der animierten Trauer eines Milchglases und einer gewellten Schokostange beiwohnen.
Herr Storch von Ferrero hat richtig erkannt, dass Kinowerbung eines für sich hat, vor allem die relativ exakte Messung der Zuschauer. Die Freude der Besucher auf die Kinowerbung wird auch als Argument für diese Entscheidung aufgeführt. Damit das so bleibt, wäre ein Hinweis des Kinoverkaufpersonals bezüglich der Ausstrahlung dieses Comics wünschenswert. Außerdem bleibt die Hoffnung, dass die Werbung auf Zeichentrickfilme und “Teufelskicker & Co” beschränkt ist. Aber wehe ich muß mir diese vor Klischees triefende Animation vor “Mission Impossible 4″ reinziehen, nur weil da eben auch die “junge Zielgruppe” mit im Kino sitzt!
Hier der Link zum Video auf W&V

Product Placement auch in der Werbung – äh, wie bitte?

Dienstag, 14. Dezember 2010

Die eigentliche Idee der Produktintegration ist das Einpflanzen in ein TV/ Kinoformat, damit der Zuschauer die Marke wahrnimmt. Soweit, so klar. adidas beweist aber, das man diese Idee durchaus auf den Kopf stellen kann und integriert seine Marke in einen Film (ausschnitt) und nutzt das als Werbung.
Zum Einen hat man sich natürlich etwas zeitloses und gleichzeitig “kultiges” gesucht. Die Brise Humor darf natürlich auch nicht fehlen. Die geballte “starpower” tut ein Übriges, obwohl einige vielleicht sogar gratis mitgespielt haben – also ich hätte es getan.

Filme/ Geschichten transportieren Emotionen und das macht der Sportartikler sich zu nutze! Die Integration in ein bestehendes Format ist nicht der klassische Weg von product placement, basiert letztlich aber auf der Erkenntnis, daß die Filmindustrie nun mal die besten Geschichten schreibt und die Zuschauer weltweit mitreißt – selbst nach über 20 Jahren funktioniert das noch.
Allerdings hoffe ich, dass jetzt nicht H&M auf den Gedanken kommt die Abschiedsszene in “Casablanca” irgenwie für sich zu nutzen.

Wie betreibt man Product Placement in den Nachrichten weltweit?

Donnerstag, 14. Oktober 2010

In den meisten Beiträgen geht es um Platzierung von Produkten in fiktionalen Stoffen, wie z.B. Kinofilme und TV Serien. Doch neben Musikvideos und Spielen bleibt immer noch Platz für clevere Ideen, vor allem wenn man schnell reagiert!

Der Ausrüster Oakley war schnell und vor allem sehr clever in seinem letzten Coup. Das Minenunglück in Chile hielt nachrichtentechnisch tagelang die Welt in Atem. Während die Bergleute in völliger Dunkelheit unter Tage auf Ihre Rettung warteten, brütete offensichtlich jemand bei Oakley eine geniale Idee aus. Die Kumpels brauchen Schutz vor der Helligkeit nach Tagen im Schwarz und was liegt da näher als ein kleines Set Sonnenbrillen zu liefern. Mit einem Marktwert von ca US$ 6300 (35 Stück) erzielte das Unternehmen weltweit einen Mediawert (in Sekunden Bildschirmzeit hochgerechnet auf Marktpreise für Werbung) von ungefähr US$ 40 Millionen – Front Row Analytics für CNBC.

Glückwunsch an Oakley für eine Produktplatzierung zur besten Sendezeit in den Nachrichten weltweit.

Product Placement geht nur mit bestimmten Produkten!?

Donnerstag, 07. Oktober 2010

Kürzlich wurde eine Studie von El Cartel veröffentlicht, die eine umfassende Erhebung in Deutschland unter Agenturen und Werbetreibenden zum Thema Product Placement durchführte. Dabei wurden folgende Produktgruppen als besonders geeignet eingestuft:

PKW & Motorrad, Unterhaltungselektronik, Getränke, Ernährung, Telekommunikation, Uhren & Schmuck, Körperpflege, etc. (mit abnehmender Eignung nach Ansicht der Befragten). Es ist selbstverständlich nicht von der Hand zu weisen, daß die genannten Produktgruppen auch die am häufigsten genutzten am Bildschirm sind. Bei der ersten ist es auch relativ einfach, schließlich wird in 90% aller Fällen ein Transportmittel benötigt und was liegt näher, als einen Hersteller um Unterstützung zu bitten. Ganz abgesehen ist es durch seine Größe schlecht zu verstecken.

Jedoch ist bei allem der kreative Ansatz vordergründig. Herr Kettmann wurde auch nicht müde darauf hinzuweisen, auch wenn das im Zusammenhang mit Geschäftsmodellen rund um Placement geschehen ist. Die Entwicklung im deutschen TV ist getrieben von Mediabudgets, was der völlig falsche Weg ist. Firmen suchen nach einer cleveren Integration und dies wickelt man mit den Kreativen vom Fernsehen ab.

Wie so etwas auch für ein Produkt aussehen kann, daß in der obigen Liste nicht mal an letzter Stelle auftaucht möchte ich hier kurz aufzeigen. Wie wäre es mit einer Bildungsstätte? Ein Ort an dem die relevante Zielgruppe sich zu Hause fühlt und sich absolut damit identifizieren kann. Um die werbetreibenden Unternehmen noch ein wenig mehr anzusprechen, nehmen wir eine Universität. Die Studenten werden in der Regel überdurchschnittlich verdienen und verfügen über eine höhere Bildung als die Allgemeinheit, sprich ein Fest für viele Marken – vor allem die, die Ihre Produkt durch Image verkaufen (müssen).

Harvard hat sein Image als Eliteschmiede mit Spaßfaktor in unzähligen Filmen zementiert. Geschickt, clever und mit einer Brise Eigenhumor. Kleine Liste gefällig?

Love Story (1970), Soulman (1986), The Firm (1993), With Honors (1994), Good Will hunting (1997), How high (2001), legally blond (2001) , Stealing Harvard (2002), 21 (2008) und ganz aktuell im Überraschungshit aus USA:

Folglich ist die These, jedes Produkt kann man integrieren, wenn die passende Geschichte es hergibt nicht allzuweit hergeholt. Doch dann darf es nicht in erster Linie um Mediabudgets gehen, sondern um den Inhalt und einen geschickten Weg der Integration.