Mit ‘BMW’ getaggte Artikel

Dokumentationen sind schlimmer als Product Placement

Freitag, 16. Dezember 2011

Bereits vor 4 Tagen habe ich mich kurz auf google+ dem Thema angenommen, als der Spiegel die Untersuchungsergebnisse der Befragung von knapp 900 Jugendlichen zu sogenannten Dokumentationen (neudeutsch scripted Reality) veröffentlichte. Das Blatt legte noch einmal nach und fragte bei RTL direkt nach.
Zunächst einmal die Ergebnisse in Kürze: 50% der Jugendlichen glauben, Formate wie “Die Schulermittler” stellen wahre Geschichten dar, 30% denken sogar es seien Dokumentationen von echten Familien/ Geschehnissen. Der Anteil von Hauptschülern als Zielgruppe ist hoch und gleichzeitig sind es auch diejenigen, die es eher als Realität einstufen.
Die Quote dieser billigen, realitätsfremden Sendungen ist selbst bei Kindern zwischen 6-12 Jahren mit 25% enorm. Bei dem bis 18 jährigen steigt es noch an.

Wirklich beschämend wird es erst, als der RTL Sprecher sich äußert. Da kommen einem – wenn auch nur kurz – Zensurgedanken hoch.
Laut einer Forsa-Umfrage glauben nur 18 Prozent aller Über-14-Jährigen, das bei “Familien im Brennpunkt” und ähnlichen Sendungen tatsächliche Geschehnisse gezeigt werden. Doch über 60% ist es gleichgültig, ob es Real oder fiktiv ist.
Den Vogel schießt der Pressesprecher vom Schundkanal mit diesen Worten ab: “die Eltern sollten Ihre Kinder schon beim Fernsehen begleiten und Ihnen die Vorgänge erklären.” Ach ja?
Wenn ich mich recht erinnere ist es um 14 Uhr KINDERprogramm und sollte daher keiner Anleitung bedürfen. “Heidi” ging damals auch ohne meine Eltern.
Doch ich will den Sender in Schutz nehmen; ein klein wenig! Eigentlich sollte man die Produkte/ Firmen an den Pranger stellen, die mit Ihrer Werbung diese Qualität an Programm auch noch fördern.

Wenn ich mir all das anschaue und im Vergleich den öffentlichen Druck – vor allem auch der Medien – hinsichtlich product placement betrachte, frage ich mich erneut, was die Hexenjagd auf integrierte Werbung soll?
Jemand den neuen “MI4″ gesehen? Wer glaubt denn, dass BMW da zufällig drin ist? Und jetzt die Schlüsselfrage: Wieso wäre es schädlich, falls es jemand glaubt?
Der Film ist ein Film. Fiktiv. Das begreifen auch Kinder. Es ist eine Welt in die man abtaucht und die einen unterhält. Doch wie so oft in Deutschland haben Bürokraten das Zepter in der Hand, gepaart mit einer zutiefst ineffizienten, machtgesteuerten öffentlichen TV Landschaft, die Ihren eigentlichen Auftrag der regierungsunabhängigen Informationsversorgung bis auf Unterhaltung ausgedehnt hat. Tja und dann beim Thema Unterhaltung kläglich versagt. Wen wundert es? Beamte, die Fernsehen machen….

Synchronisation sieht – äh – hört sich besser an

Donnerstag, 01. Dezember 2011

Nachdem Audi seit Jahren die “Quattro” Schiene fährt und seinen Allrad in Szene setzt, zieht BMW mit seiner Technik nach. Tests haben bewiesen, dass die Münchner das bessere System haben.
Doch in Sachen Kommunikation merkt man, dass die Konkurrenz an der Donau die Allradnummer schon ein wenig länger betreibt. Der neue Spot von Serviceplan entfacht keine Emotionen. Höchstens Entsetzen, dass die Synchronisation des Sprechers mit den Lippenbewegungen des Schauspielers schlecht umgesetzt ist. Der bewegt seine Lippen noch weiter, während der Sprecher schweigt.
Fernab von dieser Kleinigkeit, die aber meines Erachtens sofort störend auffällt, ist der Spot einfach langweilig. Eine beliebige Aneinanderreihung von Fahraufnahmen in Regen, Sturm und Schnee. Aber vielleicht soll die Werbung die (zu Unrecht) Belanglosigkeit dieser technischen Errungenschaft von BMW unterstreichen.

Zu sehen auf der Startseite von BMW.

BMW meldet sich zurück

Montag, 01. August 2011

Lange war es ruhig um die Niere aus München – wenn man Hollywood Placement als Maßstab nimmt.

Der Trailer von Mission Impossible 4 läßt allerdings erahnen, dass BMW wohl nicht nur einen 6er schrottet, sondern auch sehr zukünftig mit einem i8 unterwegs ist.

Die neue Agentur wiederholt wohl den “Stunt” des alten Arbeitgebers Audi in “I, Robot”. Der RSQ führte damals in eine ferne Zukunft, landete aber nur wenig später als Audi R8 in den Verkaufsräumen. Man darf gespannt sein, was sonst noch so passiert.
In dem Zusammenhang ist es um die 4 Ringe sehr ruhig geworden. Preschte Audi doch mit signifikanten Platzierungen im internationalen Kino voran – ganz nach dem Motto Vorsprung durch Technik – kehrte nun seit nun mehr zwei Jahren fast völlige Stille ein. Schade eigentlich, denn viele Sperrspitzen automobiler Integrationen stammen aus dem Hause Ingolstadt und haben nicht zuletzt für den guten Ruf der Marke gesorgt.