Archiv für Dezember 2010

Apple macht Werbung für seine Werbung mit dem Disney Knaller Tron

Donnerstag, 16. Dezember 2010

iAd auf dem iPhone wurde ja nicht gerade frenetisch gefeiert. Nun steht die Einführung dieser Werbeform auf dem iPad kurz bevor und Apple läßt sich nicht lumpen. Die Markteinführung auf dem iPad wird in Zusammenhang mit dem Filmstart von Tron lanciert; eine gute Wahl, denkt man zum einen an die Ziel/ Fangruppe des ersten Films und die neuen jungen Kinogänger. Darüber hinaus ist High Tech das zentrale Thema des Films und die kühlen, futuristischen Grafiken kommen auf dem hochauflösenden Bildschirm hervorragend zur Geltung.

Nein, das ist keine Webseite. Das ist eine “iAd”.
Damit bleibt Apple seiner Strategie treu, das Markenimage durch Verbindungen mit der Filmindustrie zu schärfen. Hauptsächlich ist die Obstmarke durch Product Placement aufgefallen, versteht aber kreativ umzudenken und beweist einmal mehr einen guten Riecher für “hippness”. Das Blätterrauschen um das neue Disney Projekt ist jetzt 4 Wochen vor dem Start schon immens, konnten die Ahnen von Walt doch Firmen wie Coke Zero, Ducati und Coors als Werbepartner gewinnen.

Kosten von Product Placement in “American Idol” oder “X factor”

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Wenn man den Gerüchten glauben schenken darf, findet gerade für die US Version von X Factor ein Bieterwettstreit der Brausehersteller statt. Coke und Pepsi sind angeblich bereit zwischen US$ 50-100 Mio für eine Integration Ihrer Markenikonen an den Sender zu zahlen.
Zum Vergleich dient hier das Engagement vom roten Riesen in der ersten Staffel von American Idol für US$ 10 Mio. Im Laufe der Staffeln stieg der Preis auf das 3.5 x an und die Integration wurde ausgeweitet. So kam es zu verbalen Markennennungen und dem Recht für Coke mit der Verknüpfung in der digitalen Welt zu werben.

Beide Zuckersaftproduzenten leiden seit Jahren an stagnierendem oder sinkendem Absatz. Die Kunden orientieren sich um, die Geschmackspräferenzen ändern sich. Bei einer Marktdurchdringung von nahezu 100% darf ruhig die Frage gestellt werden, ob sich eine derartige Integration am Ende des Tages rechnet, sprich wird der Sinkflug der Brause gebremst durch das Engagement? Eine solche Integration ist in meinen Augen zu platt und kommt der herkömmlichen Werbung viel zu nahe, als das der Zuschauer das irgendwie emotional mit der Show verbindet.
Coke wäre vielleicht besser mit einem passenden Engagement in einem Film bedient. So paßt die “Transporter” oder “Crank” Reihe doch herrlich zum überdrehten Coke Zero Image, was hier in Deutschland gespielt wird. Während Coke light dann eher in die “Lipstick Jungle” oder “Cougartown” Ecke passt. Nur so als Gedanke für die Kollegen in Atlanta.

Product Placement auch in der Werbung – äh, wie bitte?

Dienstag, 14. Dezember 2010

Die eigentliche Idee der Produktintegration ist das Einpflanzen in ein TV/ Kinoformat, damit der Zuschauer die Marke wahrnimmt. Soweit, so klar. adidas beweist aber, das man diese Idee durchaus auf den Kopf stellen kann und integriert seine Marke in einen Film (ausschnitt) und nutzt das als Werbung.
Zum Einen hat man sich natürlich etwas zeitloses und gleichzeitig “kultiges” gesucht. Die Brise Humor darf natürlich auch nicht fehlen. Die geballte “starpower” tut ein Übriges, obwohl einige vielleicht sogar gratis mitgespielt haben – also ich hätte es getan.

Filme/ Geschichten transportieren Emotionen und das macht der Sportartikler sich zu nutze! Die Integration in ein bestehendes Format ist nicht der klassische Weg von product placement, basiert letztlich aber auf der Erkenntnis, daß die Filmindustrie nun mal die besten Geschichten schreibt und die Zuschauer weltweit mitreißt – selbst nach über 20 Jahren funktioniert das noch.
Allerdings hoffe ich, dass jetzt nicht H&M auf den Gedanken kommt die Abschiedsszene in “Casablanca” irgenwie für sich zu nutzen.