Archiv für Oktober 2010

Product Placement auch in Musikvideos

Montag, 18. Oktober 2010

Natürlich ist das nichts Neues. BMW tut es in letzter Zeit verstärkt und buhlt so um die junge Kundschaft, denn letztlich dient PP dem Markenimage. Einer Marke zum Vorteil reicht natürlich Ihre technologische Führerschaft, die Macht der Marke und die daraus resultierende Kultposition.

Natürlich sprechen wir vom Obsthersteller aus Cupertino, dessen Produkte ohne das zutun des Konzern platziert werden. Eben weil Sie kultig sind und…weil Sie tolles leisten.

Wie betreibt man Product Placement in den Nachrichten weltweit?

Donnerstag, 14. Oktober 2010

In den meisten Beiträgen geht es um Platzierung von Produkten in fiktionalen Stoffen, wie z.B. Kinofilme und TV Serien. Doch neben Musikvideos und Spielen bleibt immer noch Platz für clevere Ideen, vor allem wenn man schnell reagiert!

Der Ausrüster Oakley war schnell und vor allem sehr clever in seinem letzten Coup. Das Minenunglück in Chile hielt nachrichtentechnisch tagelang die Welt in Atem. Während die Bergleute in völliger Dunkelheit unter Tage auf Ihre Rettung warteten, brütete offensichtlich jemand bei Oakley eine geniale Idee aus. Die Kumpels brauchen Schutz vor der Helligkeit nach Tagen im Schwarz und was liegt da näher als ein kleines Set Sonnenbrillen zu liefern. Mit einem Marktwert von ca US$ 6300 (35 Stück) erzielte das Unternehmen weltweit einen Mediawert (in Sekunden Bildschirmzeit hochgerechnet auf Marktpreise für Werbung) von ungefähr US$ 40 Millionen – Front Row Analytics für CNBC.

Glückwunsch an Oakley für eine Produktplatzierung zur besten Sendezeit in den Nachrichten weltweit.

webTV erreicht bis 2015 30% Marktanteil in D

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Booz & company soll der Anteil von webTV Angeboten bis zum Jahr 2015 auf 30% steigen.

Während der Markt von derzeit €104 lediglich auf €115 Milliarden wachsen soll, wird die geänderte Nutzung der Medien und die Angebote aus dem Web dem herkömmlichen Fernseher einen großen Anteil wegnehmen. Hier sind vor allem die Vorreiter Apple und Google zu nennen. Während Apple mit iTunes und Apple TV bereits seit Jahren das Geschäft der digitalen TV Angebote vorantreibt, hat sich nun auch der andere Gigant aus Kalifornien mit Google TV engagiert.

Das Erlebnis TV wird mehr zu einer mobilen Unterhaltungskultur. Diverse Endgeräte bieten fast einen nahtlosen Genuß des Programms an. Wann und wo immer der Zuschauer will. Die Absicht von RTL und P7S1 ein deutsches Hulu aufzustellen kann hier auch als ein Abwehrmechanismus gewertet werden. Weitere Details hier.

Product Placement rückwärts

Donnerstag, 07. Oktober 2010

Man kann nicht nur Produkte in Filmen platzieren, sondern auch Filme in der Realität. Über Geschmack läßt sich streiten, aber die Geschichte wurde zumindest sehr geradlinig umgesetzt.

Der Verleiher in Spanien hat sich nicht nur auf die Kanalisation beschränkt, sondern in der Hauptstadt auch Busse und Plätze für die Promotion genutzt.

Product Placement geht nur mit bestimmten Produkten!?

Donnerstag, 07. Oktober 2010

Kürzlich wurde eine Studie von El Cartel veröffentlicht, die eine umfassende Erhebung in Deutschland unter Agenturen und Werbetreibenden zum Thema Product Placement durchführte. Dabei wurden folgende Produktgruppen als besonders geeignet eingestuft:

PKW & Motorrad, Unterhaltungselektronik, Getränke, Ernährung, Telekommunikation, Uhren & Schmuck, Körperpflege, etc. (mit abnehmender Eignung nach Ansicht der Befragten). Es ist selbstverständlich nicht von der Hand zu weisen, daß die genannten Produktgruppen auch die am häufigsten genutzten am Bildschirm sind. Bei der ersten ist es auch relativ einfach, schließlich wird in 90% aller Fällen ein Transportmittel benötigt und was liegt näher, als einen Hersteller um Unterstützung zu bitten. Ganz abgesehen ist es durch seine Größe schlecht zu verstecken.

Jedoch ist bei allem der kreative Ansatz vordergründig. Herr Kettmann wurde auch nicht müde darauf hinzuweisen, auch wenn das im Zusammenhang mit Geschäftsmodellen rund um Placement geschehen ist. Die Entwicklung im deutschen TV ist getrieben von Mediabudgets, was der völlig falsche Weg ist. Firmen suchen nach einer cleveren Integration und dies wickelt man mit den Kreativen vom Fernsehen ab.

Wie so etwas auch für ein Produkt aussehen kann, daß in der obigen Liste nicht mal an letzter Stelle auftaucht möchte ich hier kurz aufzeigen. Wie wäre es mit einer Bildungsstätte? Ein Ort an dem die relevante Zielgruppe sich zu Hause fühlt und sich absolut damit identifizieren kann. Um die werbetreibenden Unternehmen noch ein wenig mehr anzusprechen, nehmen wir eine Universität. Die Studenten werden in der Regel überdurchschnittlich verdienen und verfügen über eine höhere Bildung als die Allgemeinheit, sprich ein Fest für viele Marken – vor allem die, die Ihre Produkt durch Image verkaufen (müssen).

Harvard hat sein Image als Eliteschmiede mit Spaßfaktor in unzähligen Filmen zementiert. Geschickt, clever und mit einer Brise Eigenhumor. Kleine Liste gefällig?

Love Story (1970), Soulman (1986), The Firm (1993), With Honors (1994), Good Will hunting (1997), How high (2001), legally blond (2001) , Stealing Harvard (2002), 21 (2008) und ganz aktuell im Überraschungshit aus USA:

Folglich ist die These, jedes Produkt kann man integrieren, wenn die passende Geschichte es hergibt nicht allzuweit hergeholt. Doch dann darf es nicht in erster Linie um Mediabudgets gehen, sondern um den Inhalt und einen geschickten Weg der Integration.

Risiko gehört dazu beim Product Placement

Dienstag, 05. Oktober 2010

Die Sendung „Deutschlands Meisterkoch“ auf Sat1 wird im FAZ Blog von Peer Scharder zum Thema Product Placement aufgegriffen.

Obwohl die Qualität in den Augen des Autors deutlich über der anderer sog. Castingshows liegt, wird das Format vom Zuschauer nicht so angenommen. Dementsprechend ist die Aufmerksamkeit der platzierten Produkte auch geringer als erwartet, weil die Zuschauer weg bleiben. Dieses Risiko besteht immer, wenn ein Unternehmen sich für die Platzierung entscheidet. Dieses Risiko besteht übrigens auch bei der Werbezeitenbuchung, nur mit dem Vorteil da im Lauf der Staffel auszusteigen.

Doch darf auch erwähnt werden, daß die xte Kochsendung vielleicht ein wenig ermüdend wirkt und Unternehmen nachdenken sollten, in welchen Formaten sie ihre Produkte sehen möchten. Vor allem bei den derzeit im Markt aufgerufenen Preisen für Product Placement.